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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 857
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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Frage zum deutschen Namensrecht.

Kundenfrage

Frage zum deutschen Namensrecht.

Ich möchte zum 2. Mal heiraten. Mein Mädchen Name ist Köllner, ich habe aufgrund meiner ersten Heirat einen Doppelnamen Köllner-Meister. (Da meine Kinder Meister heißen, habe ich diesen Doppelnamen nach der Scheidung beibehalten).

Jetzt möchte mein Mann mit Nachnamen Köllner heissen und seinen Geburtsnamen ablegen. D.h ich - Carolin Köllner-Meister, er: Oliver Köllner, Kinder Meister Ist dies in Deutschland möglich.

Gab es hierzu schon einmal ein Urteil ? Vielen Dank für Ihre kompetente Antwort. Mit freundlichen Grüssen ***

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe jedoch schon 75 Euro zur Zahlung angewiesen, um rasch eine kompetente und ausführliche Antwort zu erhalten. Daher hoffe ich, dass ich zeitnah eine Antwort erhalte.
Besten Dank
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
leider können wir nicht beeinflussen, wann unsere Experten online gehen und ob Ihnen tatsächlich - bei so spezieller Frage - jemand weiterhelfen kann.
Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
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Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

S

ehr geehrte Fragestellerin,

Gerne beantworte ich Ihre Anfrage:

Der verwitwete oder geschiedene Ehegatte behält grds seinen bis zum Ende der Ehe geführten Namen. Nach V 2 kann er jedoch durch Erklärung ggü dem Standesbeamten seinen Ehenamenabwählen und seinen Geburtsnamen oder denjenigen Namen wieder annehmen, den er bis zur Bestimmung des Ehenamens geführt hat, also etwa den aus einer früheren Ehe.

Weiter hat er die Möglichkeit, einen der genannten Namen seinem Ehenamen als Begleitnamen voranzustellen oder anzufügen. Eine ehevertragliche Abrede, mit der sich der Ehegatte, dessen Name nicht zum Ehenamen bestimmt worden ist, verpflichtet, im Fall der Scheidung den vor der Ehe geführten Namen wieder anzunehmen, ist nicht generell sittenwidrig (BGH FamRZ 08, 859). Nach Aufhebung der Ehe führt der Ehegatte, der den Familiennamen des anderen als Ehennamen angenommen hat, wieder den Familiennamen, den er vor der Eheschließung führte (Celle FamRZ 13, 955 mit Anm Keuter FamRZ 13, 1936).

Damit ist das von Ihnen angedachte Vorgehen möglich, die Regelung hierzu findet sich im § 1355 BGB.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrter Herr Hoheisel-Gruler,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Bedeutet dies jedoch auf meinen Fall bezogen, dass mein Familienname Köllner-Meister lautet und wenn wir heiraten mein neuer Mann auch Köllner- Meister heißen müsste bzw. ich das Meister ablegen müsste?
Danke.
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

Das bedeutet, dass der Familienname Köllner wäre, Sie aber weiterhin Köllner-Meister heißen können, der Ehemann nur Köllner und die Kinder nur Meister.

Ich hoffe, dass das jetzt klarer wird.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Prima. Weil dann mein - Meister nur als mein Begleitname gilt. Richtig ?
Sorry, aber mir meint ich muss handfest vor den Standesbeamten argumentieren ,O)
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

Das ist so richtig, verweisen Sie hierzu auf die oben zitierte Kommentierung zu § 1355 BGB.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo Herr Ra,ich habe jetzt die Aussage von drei Standesämtern, dass Ihre Aussage leider falsch ist ;o)
siehe email: Sehr geehrte Frau Köllner-Meister,Ihre Anfrage wurde an mich weitergeleitet und gerne gebe ich Ihnen einige Informationen zur möglichen Namensführung in der Ehe.
Zuerst muss ich anmerken, dass Sie von den Kollegen in Althütte eine korrekte Auskunft zu den Möglichkeiten der Namensführung bekommen haben, während Ihr Anwalt leider ein Stück weit auf dem Holzweg war.Im § 1355 BGB Abs. 2 heißt es: "Zum Ehenamen können die Ehegatten durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Geburtsnamen oder DEN ZUR ZEIT DER ERKLÄRUNG über die Bestimmung des Ehenamens geführten Namen der Frau oder des Mannes bestimmen."Dies bedeutet, dass für Sie folgende Namensführungen möglich wären:Sie bestimmen den Geburtsnamen des Mannes zum gemeinsamen Ehenamen, dann hießen Sie beide Reichert, für Sie als Ehefrau dann Reichert, geb. Köllner
Sie bestimmen den derzeitig geführten Namen der Frau zum gemeinsamen Ehenamen, dann heißen Sie BEIDE Köllner-Meister, Ihr Mann mit dem Zusatz geb. Reichert.
Wenn Ihr zukünftiger Mann nur Köllner heißen möchte, müssten Sie den Geburtsnamen der Frau zum Ehenamen wählen. Dann heißen sie aber beide nur Köllner, Ihr Mann mit dem Zusatz geb. Reichert.Die von Ihnen gewünschte Konstellation ist leider nicht möglich.Sie könnten dann immer noch überlegen, ob Sie Ihre beiden Kinder aus der Vor-Ehe in den neuen Ehenamen "einbenennen" lassen. (§ 1618 BGB). Dazu wäre aber erstens ein gemeinsamer Ehename erforderlich, die Kinder müssen bei Ihnen und Ihrem jetzigen Mann im Haushalt leben und minderjährig sein und der Vater der Kinder müsste dieser Einbenennung zustimmen. Bei einer Einbenennung wäre dann auch ein Doppelname für die Kinder möglich, das heißt sie könnten Meister behalten und den neuen Namen mit Bindestrich hinzufügen, Reihenfolge beliebig.Sehr geehrte Frau Köllner-Meister,Ihre Anfrage wurde an mich weitergeleitet und gerne gebe ich Ihnen einige Informationen zur möglichen Namensführung in der Ehe.
Zuerst muss ich anmerken, dass Sie von den Kollegen in Althütte eine korrekte Auskunft zu den Möglichkeiten der Namensführung bekommen haben, während Ihr Anwalt leider ein Stück weit auf dem Holzweg war.Im § 1355 BGB Abs. 2 heißt es: "Zum Ehenamen können die Ehegatten durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Geburtsnamen oder DEN ZUR ZEIT DER ERKLÄRUNG über die Bestimmung des Ehenamens geführten Namen der Frau oder des Mannes bestimmen."Dies bedeutet, dass für Sie folgende Namensführungen möglich wären:Sie bestimmen den Geburtsnamen des Mannes zum gemeinsamen Ehenamen, dann hießen Sie beide Reichert, für Sie als Ehefrau dann Reichert, geb. Köllner
Sie bestimmen den derzeitig geführten Namen der Frau zum gemeinsamen Ehenamen, dann heißen Sie BEIDE Köllner-Meister, Ihr Mann mit dem Zusatz geb. Reichert.
Wenn Ihr zukünftiger Mann nur Köllner heißen möchte, müssten Sie den Geburtsnamen der Frau zum Ehenamen wählen. Dann heißen sie aber beide nur Köllner, Ihr Mann mit dem Zusatz geb. Reichert.Die von Ihnen gewünschte Konstellation ist leider nicht möglich.Sie könnten dann immer noch überlegen, ob Sie Ihre beiden Kinder aus der Vor-Ehe in den neuen Ehenamen "einbenennen" lassen. (§ 1618 BGB). Dazu wäre aber erstens ein gemeinsamer Ehename erforderlich, die Kinder müssen bei Ihnen und Ihrem jetzigen Mann im Haushalt leben und minderjährig sein und der Vater der Kinder müsste dieser Einbenennung zustimmen. Bei einer Einbenennung wäre dann auch ein Doppelname für die Kinder möglich, das heißt sie könnten Meister behalten und den neuen Namen mit Bindestrich hinzufügen, Reihenfolge beliebig.Sehr geehrte Frau Köllner-Meister,Ihre Anfrage wurde an mich weitergeleitet und gerne gebe ich Ihnen einige Informationen zur möglichen Namensführung in der Ehe.
Zuerst muss ich anmerken, dass Sie von den Kollegen in Althütte eine korrekte Auskunft zu den Möglichkeiten der Namensführung bekommen haben, während Ihr Anwalt leider ein Stück weit auf dem Holzweg war.Im § 1355 BGB Abs. 2 heißt es: "Zum Ehenamen können die Ehegatten durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Geburtsnamen oder DEN ZUR ZEIT DER ERKLÄRUNG über die Bestimmung des Ehenamens geführten Namen der Frau oder des Mannes bestimmen."Dies bedeutet, dass für Sie folgende Namensführungen möglich wären:Sie bestimmen den Geburtsnamen des Mannes zum gemeinsamen Ehenamen, dann hießen Sie beide Reichert, für Sie als Ehefrau dann Reichert, geb. Köllner
Sie bestimmen den derzeitig geführten Namen der Frau zum gemeinsamen Ehenamen, dann heißen Sie BEIDE Köllner-Meister, Ihr Mann mit dem Zusatz geb. Reichert.
Wenn Ihr zukünftiger Mann nur Köllner heißen möchte, müssten Sie den Geburtsnamen der Frau zum Ehenamen wählen. Dann heißen sie aber beide nur Köllner, Ihr Mann mit dem Zusatz geb. Reichert.Die von Ihnen gewünschte Konstellation ist leider nicht möglich.Sie könnten dann immer noch über
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

Ihre Themenstellung ist eine Kombination aus den Abs. 4 und 5 des § 1355:

Die vom Standesamt ins Spiel gebrachte Möglichkeit eines Doppelnamens für beide neuen Ehegatten, wie hier aus Abs. 2 abgeleitet werden soll, widerspricht aber der grundsätzlichen Entscheidung des Gesetzgebers, Doppelnamen nicht als einheitliche Familiennamen zu generieren. Bei einem gemeinsamen Ehenamen entscheiden Sie sich aber zwischen dem Ihres Mannes und dem Ihrigen - dazu müssen Sie den bisherigen Ehenamen nach Abs, 5 dann ablegen.