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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4304
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Wenn ein Hersteller Jahre nach dem Kauf eine auch

Diese Antwort wurde bewertet:

Wenn ein Hersteller Jahre nach dem Kauf eine auch rückwirkende Garantie ausspricht - in diesem Fall eine Heizungstherme im Wert von mehreren tausend Euro - , ist er dann verpflichtet, seine Kunden aus der vorhandenen Kundenkartei darüber zu informieren? Oder weiter: Wenn dann innerhalb der Garantiezeit beim Hersteller eine Reparaturanfrage des mit der Wartung beauftragten (mit Wartungsvertrag) Heizungsmonteurs aufläuft, ist er wenigstens dann verpflichtet, auf die Garantie hinzuweisen? In meinem Fall wurde weder die Heizungsbaufirma als Servicepartner des Herstellers noch der Kunde in irgendeiner Form informiert. Der Garantieanspruch wurde nur durch Zufall auf der Internetseite des Herstellers entdeckt. Durch diese "Nichtinformation" ist ein Schaden von fast 8,000.- Euro entstanden, da auf Raten der Heizungsfirma die komplette Anlage erneuert wurde. MfG, ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Mir erscheint merkwürdig, dass überhaupt rückwirkend eine Garantie ausgepsprochen wurde. Wenn dem aber so sein sollte, gibt es seitens des Herstellers keine Pflicht, darauf hinzuweisen. Ich sehe keine Anspruchsgrundlage, die so eine Hinweispflicht normiert.

Aber falls es tatsächlich eine Ihnen rückwirkend vom Hersteller gewährte Garantie gibt, dann könnten Sie den Hersteller ja aufgrund dieser Garantieerklärung jetzt im Nachhinein zur Übernahme der Kosten in Anspruch nehmen. Denn Sie wiessen ja nun von dieser Garantie.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Kann ich den Hersteller wirklich in Anspruch nehmen? Auf welcher rechtlichen Grundlage? Oder kann ich nur "bitte,bitte" sagen?Das Problem ist ja, dass als Garantiefall auf den Hersteller nur ca. 2.000.-Euro zugekommen wären(nur der Ersatz des defekten Wärmetauschers). Nun aber, durch die "Nichtinformation", auf Anraten der Heizungsfirma die gesamte Anlage erneuert wurde. Es ist tatsächlich so, der Hersteller hat eine Garantie auf "auch schon eingebaute" Geräte 5 Jahre nach der Installation eingeführt und hat mir auch bestätigt, dass es ein Garantiefall "gewesen wäre"!
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Laut Garantiebedingungen muss der Kunde direkt bzw. die Heizungsbaufirma den Garantiefall beim Hersteller melden, was natürlich nicht passiert ist.

Wie gesagt, Sie können jetzt die Garantie in Anspruch nehmen.

Wenn Sie einen Schadenersatz geltend machen wollten, müssten Sie dem Hersteller eine schuldhafte Pflichtverletzung nachweisen. Voraussetzung wäre unter anderem, dass es eine Pflicht gab, die verletzt worden ist. Und eine Hinweispflicht, dass rückwirkend eine Garantie eingeführt worden ist, gibt es meiner Ansicht nach nicht. Mir ist so eine Pflicht nicht bekannt. Ich sehe auch keine wirklichen rechtlichen Sinn darin, den Hersteller zu verpflichten, alle Käufer seiner Geräte darauf hinzuweisen, dass rückwirkend eine Garantie gewährt worden ist. Diese Garantieleistung ist offenbar freiwillig. Aus einer freiwilligen Leistung kann dem Hersteller keine Informationspflicht aufgebürdet werden.

Meiner Ansicht haben Sie also leider keinen Schadenersatzanspruch, sondern sind auf die Kulanz des Herstellers angewiesen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Auskunft, die mich verständlicherweise nicht "ruhigstellen" kann. Für mich ist diese Vorgehensweise des Herstellers eine richtig "linke Tour", sich durch Nichtinformation von Garantieansprüchen freizuhalten, aber auf der Homepage damit zu werben.
Mit freundlichem Gruss,
Peter Wulff

Ich weiß natürlich, dass Sie gerne eine andere Auskunft von mir hätten. Aber meiner Ansicht nach entspricht meine Auskunft der Rechtslage.

Im Zivilrecht muss jeder selbst prüfen, was für Ansprüche er geltend machen kann. Es darf nicht erwartet werden, dass potentielle Anspruchgegner auf bestehende Ansprüche hinweisen. Im öffentlichen Recht gibt es solche allgemeinen Informationspflichten, aber nicht im Recht zwischen Bürger zu Bürger.

Sie können es ja mit einer Klage versuchen. Aber meiner Ansicht nach werden Sie bedauerlicherweise keinen Erfolg haben können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo Herr Krüger,
ich habe noch eine Anschlussfrage. Bei meiner Recherche bin ich auf §246BGB gestoßen, der doch erhebliche Informationspflichten des Verkäufers bei einem Neukauf festlegt, und zwar vor einer Vertragsunterschrift. Da bei uns nun ja eine Neuanlage eingebaut wurde, folgende Frage: Ich weiß, dass bei dieser Anlage ebenfalls der Hersteller eine 10-Jahres-Garantie gewährt. Wir sind allerdings darüber in keiner Weise informiert worden. Führt diese Verletzung des §246BGB dazu, den Vertag als rechtswidrig zu betrachten?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vor allem bezieht sich diese Informationspflicht ja auch ausdrücklich auf die Gewährung von Garantien, also freiwilligen Leistungen.

Meiner Ansicht passt Art. 246 EGBGB nicht. Er regelt Informationspflichten vor einem Vertragsabschluss. Ihnen geht es aber Informationen nach einem Vertragsabschluss, und zudem noch um einen Jahre zurückliegenden.

Ich bin gerne bereit weiter auf Ihre weiteren Nachfragen einzugehen. Ich bitte aber um Verständnis, dass dies nur über den Premimu Service möglich ist. Ein entsprechendes Angebot werde ich Ihnen unterbreiten, falls Sie noch weitere Rückfragen haben.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sie haben mich leider falsch verstanden. Es geht um den JETZT erfolgten Einbau der NEUANLAGE. Ich möchte lediglich wissen, ob durch Verletzung des $246 die Annulierung eines Kaufvertrages verlangt werden kann bzw. das Zustandekommen des Kaufvertrages rechtswidrig ist.

Ich biete gerne einen Premium Service an. Wenn Sie den annehmen, kann ich weiteren Nachfragen eingehen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Es tut mir leid, aber das ist nun doch etwas Abzocke. Sie werben für eine ganze Woche Rechtsauskunft für 34.-Euro, die ich schon für diesen einen Fall bezahlt habe und nun wollen Sie mir nicht mal diese eine Nachfrage beantworten? Das empfinde ich nicht für ein seriöses Verhalten.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ach nein, die erste Woche ist ja komplett kostenlos, noch besser!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Es ist angemessen, Sie um eine weitere Vergütung zu ersuchen. Ich habe Ihnen gestern ausführlich alle Ihre Nachfragen beantwortet. Und jetzt haben Sie eine ganz neue Frage gestellt, die in keinem Zusammenhang mit Ihrer Ausgangsfrage steht.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Es tut mir wirklich leid, Herr Krüger, aber so wird das nichts.
MfG,
P.Wulff