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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27794
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Bei uns schwelt eine Streitigkeit um die

Diese Antwort wurde bewertet:

Bei uns schwelt eine Streitigkeit um die Nachbarschaftsgrenze, den Zaun und die Zaunbepflanzung unserer Nachbarin. Der Feuerdorn der Nachbarin ist direkt am Zaun- gleich Grenze- gepflanzt. Jedes Jahr muß man bitten und betteln dass der Feuerdorn geschnitten wird. Wir habe dies auch schon ein paarmal gemacht weil der Nachbar seiner verpflichtung nicht nachgekommen ist. Die Zweige ragen bis zu 1m auf unser Grundstück und wir haben uns an den Dornen schon öfters verletzt. Diese Hecke ist auch schon über 4m hoch.Die Nachbarin agiert mit dem Argument es ist eine Vogelschutzhecke. Was kann man rechtlich dagegen tun. (einen geschlossenen Zaun auf unserer seite lässt sie nicht zu.)

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: In welchem Bundesland leben Sie und wann wurde denn der Feuerdorn geplanzt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Im Bundesland Rheinland Pfalz, und der Feuerdorn wurde 1980 gepflanzt.

Sehr geehrter Ratsuchender,

habe Sie vielen Dank.

Nach den Landesnachbarrecht für Rheinland Pfalz (§ 53) ist der Anspruch auf Beseitigung des Hecke leider bereits verjährt. Die Verjährung richtet sich nach den allgemeinen Vorschriften, also nach §§ 195,199 BGB und beträgt 3 Jahre.

Sie haben dagegen einen Anspruch gegen den Nachbarn nach § 910 BGB auf Beseitigung des Übergangs, also der Zweige und Wurzel, die auf Ihr Grundstück ragen. Allerdings besteht diese Anspruch nur dann wenn Sie durch den Übrgang beeinträchtigt werden. Wenn Sie sich hier öfter verletzt haben, dann eine solche Beeinträchtigung durchaus angenommen werden.

Wenn sich der Nachbar weigert den Überhang zu beseitigen, dann können Sie diese im Wege der Selbstholge selbst beseitigen und nach § 812 I BGB die entstandenen Kosten dem Nachbarn in Rechnung stellen. Sollte sich der Nachbar weigern und sollte auch eine gütliche Lösung scheitern so können Sie den Nachbarn auf Rückschitt beziehungsweise auf Schadensersatz verklagen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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