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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4103
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, folgende Frage: Meine Ehefrau

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
folgende Frage:
Meine Ehefrau ist verstorben. Erbe waren Ihre Tochter mit 11 Jahren und ich.
Die Tochter wird vertreten durch den leiblichen Vater.
Nun verhält es sich so, dass zwei unbebaute Grundstücke vorhanden sind. Mein Anteil jeweils 3/4. Beide Grundstücke fallen noch unter die Spekulationsfrist von 10 Jahren.
der leibliche Vater möchte nun um jeden Preis den Anteil seiner Tochter verkaufen.
Er beabsichtigt eine Versteigerung durchzuführen.
Sowohl der Steuerberater als auch die Bank raten in der jetzigen Situation von einem Verkauf ab. Ich will es auch nicht.
Der Verkaufserlös für die Tochter wären 84.000,- Euro aus dem Viertel.
Hinzu kommt noch, dass die beiden Grundstücke in naher Zukunft verpachtet werden.
Wie kann ich den Verkauf verhindern. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn die Anteile oder die Versteigerung durchzuführen.
wie kann ich das Vormundschaftsgericht davon überzeugen nicht dem Verkauf zuzustimmen.
mfg

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Sie könnten dem Gericht darlegen, wie wirtschaftlich unsinnig der Verkauf oder die Versteigerung wären. Gerade eine Zwangsversteigerung ist immer mit Einbußen beim Kaufpreis verbunden. Das sollte ausreichen, das Gericht zu überzeugen, dass eine Zustimmung zu versagen ist.

Die andere Möglichkeit wäre, Sie würden das Viertel abkaufen, falls Sie hierzu finanziell in der Lage sind.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
sehr geehrter Herr Anwalt,es gibt einen Interessenten, der für das 1/4 einen Betrag weit über den Grundstückswert bietet. das reizt ja den leiblichen Vater.
dieser Interessent möchte dadurch mich ebenfalls zu verkauf zwingen. den wenn ich weiter Eigentümer meines ANteils bleibe, hat er keinen Handlungsspielraum
ich habe ein Vorkaufsrecht auf die Grundstücke eingetragen. nur bin ich nicht bereit den überzogenen Kaufpreis zu zahlen.
was kann ich tun

Danke für Ihre Rückmeldung.

Letzlich wird es darauf ankommen, ob der Verkauf im Interesse der Tochter ist. Dieses Interesse richtet sich nach der Wirtschafltichkeit, also nach der Höhe des zu erzielenden Kauferlöses. Und wenn es da wirklich einen Interessenten gibt, dann wird wohl leider auch das Gericht dem Verkauf zustimmen müssen.

Um die Zustimmung zu vermeiden, müssten Sie das Gericht davon überzeugen, dass es ein schlechtes Geschäft für die Tochter ist. Wie Sie das Gericht davon überzeugen können, kann ich Ihnen aber leider aus der Ferne nicht sagen. Wenn der Interssent einen guten Preis bietet, ist es bedauerlicherweise schwer, dagegen an zu argumentieren.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
soll ich überhaupt der Auflösung der Erbengemeinschaft unter diesen Bedingungen zustimmen?
mein bestehendes Vorkaufsrechts nützt mir nichts?
ich könnte doch zumindest über ein Gutachten den tatsächlichen Wert ermitteln lassen und dann den Anteil erwerben?
wer trägt meinen wirtschaftlichen Schaden?

Danke für Ihre Rückmeldung.

Die Tochter kann als Miterbin jederzeit die Auflösung der Erbengemeinschaft verlangen. Im Interesse der Tochter wäre es sinnvoll, wenn Sie zustimmten, um die Zwangsversteigerung zu vermeiden. Wenn Sie nicht zustimmen, ist eben Teilungsversteigerung der einzige Weg, die Erbengemeinschaft aufzulösen. Das würde auch auf Ihren Anteil an dem Grunstück wirken.

Das Vorkaufsrecht können Sie ja ausüben. Dafür wäre in der Tat eine Wertermittlung zweckmäßig. Die Kosten für dieses Gutachten werden Sie wohl leider tragen müssen.

Falls Sie durch die Erbauseinandersetzung einen wirtschaftlichen Schaden erleiden, dann tragen Sie diesen leider selber. Es kommt bedauerlicherweise öfter vor, dass Nachlasstreitigkeiten zu wirtschaftlichen Einbußen der Beteiligten führen. Es ist liegt in der Natur der Sache, dass die Aufteilung von Vermögenswerten schwierig ist und nicht alle Interesse gleichermaßen berücksichtigen werden können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
sehr geehrter Herr Krüger,wenn ich der Auflösung zustimme, dann wird durch mein Vorkaufsrecht ein durch mich in Auftrag gegebenes Gutachten den tatsächlichen Wert ermitteln. dies verursacht einen Zeitverlust für den Interessenten. das Gutachten wird sicherlich angefochten werden und kosten somit nochmals Zeit für den Interessenten.
wenn der Anteil meiner Stieftochter verkauft ist, was bringt das 1/4 wenn ich noch weiter Eigentümer bin. dann muss er um das Grundstück nutzen zu können meinen Anteil pachten.
oder sehe ich das falsch, denn er will ja das Grundstück wirtschaftlich nutzen und über meinen Anteil kann er ja nicht so einfach verfügen.
mfg

Danke für Ihre Rückmeldung.

Was für einen Sinn der Kaufinteressent darin sieht, ein Viertel des Grundsückes zu kaufen, kann ich nicht sagen. Aber Sie haben schon Recht, er könnte das Grundstück nur mit Ihrem Einverständnis nutzen. Wenn Sie beide Eigentümmer wären, dann können Sie auch nur beide zusammen darüber bestimmen, wie das Grundstück genutzt wird. Er könnte also nicht einfach so über Ihren Anteil verfügen.

Wie Sie das Vorkausrecht praktisch ausüben können, ist schwer zu sagen. Es geht dabei aber eigentlich nur daru, einen Kaufpreis zu finden. Und da könnte ein Gutachten hilfreich sein. Die Einholung eines Wergutachtens wird sicherlich Zeit in Anspruch nehmen. Aber so lange dauert das nun auch wieder nicht.

Gerne stehe ich für weitere Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, eine positive Bewertung (Klick auf 3-5 Sterne) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag zu meiner Vergütung freizugeben. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
sehr geehrter Herr Krüger,und wenn er nach dem Erwerb des 1/4 Anteil einfach mit dem Grundstück macht was er will ohne mich zu fragen, dann darf ich auf Einhaltung meiner Rechte klagen!?
das Grundstück ist ja in der Realität schwer auseinander zu ziehen.
also werde ich jetzt mal der Auflösung Erbengemeinschaft zustimmen und dann weiter sehen?

Ein Käufer darf mit dem Grundstück nicht machen, was er will. Es muss alles mit Ihnen abgestimmt sein. Notfalls können Sie auch klagen.

Sie sollten der Auflösung der Erbengemeinschaft zustimmen.

Rechtsanwalt Krüger und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
danke

Sehr gerne. Alles Gute!