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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7548
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

ich bin Eigentümer eines Grundstücks in Bielefeld

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin Eigentümer eines Grundstücks in Bielefeld, dieses wurde mir 2005 von meiner Mutter überschrieben. Etwa Zeitgleich dazu haben wir auf Verlangen meiner Bank ein Wegerecht eintragen lassen, um die spätere Bebaubarkeit zu sichern. Das war Voraussetzung für eine Eintragung einer Grundschuld. Meine Frage ist nun, ob der Notar nicht in der Pflicht gewesen wäre, mich auf die Notwendigkeit der Eintragung auch eines Leitungsrechtes zu informieren. Oder entfällt diese Pflicht, weil das Grundstück ja bereits in Familienbesitz war? Welche Ansprüche hätte ich und könnte ich diese auch geltend machen, wenn der Notar bereits im Ruhestand ist? Über ihre Einschätzung würde ich mich sehr freuen! Danke ***** ***** und beste Grüße

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Nein, so weit geht die Aufklärungspflicht des Notars nicht. Ansonsten wäre der Notar eine ausufernden Haftung unterworfen, wenn er über sämtliche mögliche rechtliche Probleme aufklären müsste.

Dies zumal er nicht um die genauen Umstände und konkreten Hintergründe sowie um die Motivation von Übertragungen häufig weiß.

Er hat in der Regel nur eine Aufklärungspflicht dahingehend bzgl. der Umstände, die beurkundet werden sollen (und hierbei mögliche Risiken zu bedenken).

Eine weiter gehendere Prüfung auf mögliche Fallstricke wäre nach Erhalt des Vertragsentwurfs durch einen Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Nur der Vollständigkeits halber sei darauf hingewiesen, dass ein Leitungsrecht auch per Gesetz bestehen kann, wenn dies für einen Anschluss zwingend notwendig ist (sog. Notleitungsrecht).

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank, ***** ***** Ihre Antwort bringt mich weiter, dnan muss ich also keine unnötige Energie in dieser Hinsicht aufwenden. Das Notleitungsrecht ist mir bekannt, hier steht wohl dem dienenden immer ein Ausgleich zu. Aber der dürfte wohl nicht so hoch sein, da ich bereits das Wegerecht habe (am Rande des Grundstücks) und die Fläche deshalb nicht anders genutzt werden darf. Gluaben Sie, dass ich damit Recht habe?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Prinzipiell ist diese Situation wie von Ihnen beschrieben zu behandeln, ja.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-