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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 8700
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Es besteht ein Testament als Alleinerbin aber leider

Diese Antwort wurde bewertet:

es besteht ein Testament als Alleinerbin aber leider unverheiratet, keine Kinder , Pflichtteil würde ja dann auf die Eltern entfallen, es lebt nur noch die sehr alte Mutter, Vater schon vorher tot, das heißt mutter bekommt 25 % der Erbmasse, der erblasser hat einen lebenden Bruder , dieser stellt nun den Pflichtteil des verstorbenen Vaters in Betracht und von dem weiteren aber verstorbenen bruder gibt es einen Sohn, es werden jeweils 12,5 % Pflichtteil beantragt.
Frage : gilt der § 2317 BGB auch wenn die pflichtteilsberechtigten schon vor Eintritt des todes durch den erblasser verstorben sind ?
das heißt, ist die im testamen bedachte langjährige lebenspartnerin als Alleinerbin neben der Mutter auch noch die nächsten verwandten der verstorbenen pflichtteilsberechtigten zu bedienen ? laut Gesetzestext heißßt es doch bei Pflichtteilen nur Abkömmlinge und Eltern des Erblassers

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Die benannten Personen können keinen Pflichtteil fordern.

Im Gegensatz zu einem Erbteil, bei welchem an die Stelle des Verstorbenen die nächsten Abkömmlinge treten, gilt dies beim Pflichtteil nicht.

Die Pflichtteilsberechtigten sind abschließend sind abschließend in § 2303 BGB aufgeführt.

Der Bruder sowie der besagte Sohn haben keinen Pflichtteilsanspruch.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
danke für die Antwort, ich hatte mir das so auch gedacht,
es liegt aber nun ein anwaltliches Forderungsschreiben der "Gegenseite "vor, wo auch der Bruder einen Pflichtteil haben will . ein hier in Berlin beauftragter Rechtsanwalt und Notar zur Abwicklung des Erbscheins gab mir leider gestern die Aussage dass der Bruder nachrückt weil der vorher verstorbene Vater ihm das "automatisch" vererben würde und der §2317 BGB würde das so bestimmen,.
Aber sehe ich das richtig dass ein toter (der Vater) nichts mehr erben und dann weiter vererben kann, wenn ein jahr später der Sohn (Erblasser) verstirbt .. das heißt § 2317 BGB gilt hier nicht, ist das korrekt ?
eine gültige Aussage ist hier sehr wichtig. Im Testament des Erblassers steht ausdrücklich dass seine langjährige nichteheliche Partnerin sein Wohnhaus als alleinige Erbin erhalten soll und in einem extra Satz auch nochmal dass an keine weiteren Familienmitglieder Abtretungen erfolgen sollen damit ohne finanzielle Belastungen das haus behalten werden kann, aber bei Geld hört selbst bei Familienmitgliedern die Freundschaft auf. schade , der tote bruder würde sich im Grab umdrehen, wenn seine liebe partnerin das haus aus finanzieller Not doch verkaufen muss weil die Familie die Hand aufhält.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
danke für die Antwort, ich hatte mir das so auch gedacht,
es liegt aber nun ein anwaltliches Forderungsschreiben der "Gegenseite "vor, wo auch der Bruder einen Pflichtteil haben will . ein hier in Berlin beauftragter Rechtsanwalt und Notar zur Abwicklung des Erbscheins gab mir leider gestern die Aussage dass der Bruder nachrückt weil der vorher verstorbene Vater ihm das "automatisch" vererben würde und der §2317 BGB würde das so bestimmen,.
Aber sehe ich das richtig dass ein toter (der Vater) nichts mehr erben und dann weiter vererben kann, wenn ein jahr später der Sohn (Erblasser) verstirbt .. das heißt § 2317 BGB gilt hier nicht, ist das korrekt ?
eine gültige Aussage ist hier sehr wichtig. Im Testament des Erblassers steht ausdrücklich dass seine langjährige nichteheliche Partnerin sein Wohnhaus als alleinige Erbin erhalten soll und in einem extra Satz auch nochmal dass an keine weiteren Familienmitglieder Abtretungen erfolgen sollen damit ohne finanzielle Belastungen das haus behalten werden kann, aber bei Geld hört selbst bei Familienmitgliedern die Freundschaft auf. schade , der tote bruder würde sich im Grab umdrehen, wenn seine liebe partnerin das haus aus finanzieller Not doch verkaufen muss weil die Familie die Hand aufhält.Ich will hoffen, dass der Notar mir hier eine falsche Auskunft gegeben hat und er 2317 nicht fruchtet.
danke ***** *****ß aus Berlin
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),das haben Sie richtig verstanden. Der Anspruch auf ein Pflichtteil ist nur vererbbar, wenn dieser bereits entstanden ist. Dieser entsteht jedoch nicht zugunsten eines Erstverstorbenen (und dessen Nachkömmlingen).Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt-
Dr. Holger Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.