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RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 858
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
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mein Scheidungsanwalt ist ausgerechnet jetzt im Urlaub

Kundenfrage

mein Scheidungsanwalt ist ausgerechnet jetzt im Urlaub bis Mitte April,
von daher wäre ich sehr dankbar, wenn sie mir Auskunft erteilen können. Ich habe folgendes Anliegen, welches zum WEG-Recht auch viel Sorgerecht/Familienrecht beinhaltet soweit ich es selbst einschätzen kann:

Ich bin noch verheiratet seit 2,5 Jahren getrennt, im Herbst hat mein Ex die Scheidung eingereicht, sprich sie läuft gerade. Es gibt drei Kinder zwischen 3-7 Jahren aus der Ehe. Das Sorgerecht ist nach wie vor geteilt. In der Ehe wurde gemeinsam ein Haus gekauft, wir stehen beide im Grundbuch und haben beide Zutritt zum Haus in dem ich geplant auf lange Sicht mit den Kindern wohnen bleiben soll. Es gibt eine individuelle schriftliche Vereinbarung zwischen uns (allerdings nicht vom Notar beglaubigt, somit anfechtbar), in dieser ist geregelt was er mir monatlich zahlt damit ich von diesem Betrag alle Kosten für das Haus decken kann plus der alltägliche Bedarf an Nahrung etc. Bis vor zwei Wochen hatte ich eine Vollzeitstelle, die ich aufgegeben habe, weil ich nahezu 50 Stunden die Woche gearbeitet habe und dann noch den ganzen Haushalt und die drei Kinder dazu schlichtweg zuviel wurden. Mein einziger Rückzugsort ist in dem gemeinsamen Haus. Mein Ex hat in der ganzen Zeit keine eigene Wohnung gefunden. Von seinem Anteil den er behält zahlt er meines Wissens nach schon raten für ein Grundstück/Haus was dieses Jahr erbaut werden soll ein paar Straßen weiter, so dass die Kinder auf lange Sicht zwischen beiden Elternhäusern hin und her laufen können. Sein Anteil liegt etwa beim Mindestsatz (ich bekomme durch die zu deckenden Kosten etwas mehr, dadurch dass mein Ausbildungsgehalt von unter 300€ (netto) gar nicht erst eingerechnet wurde, seit zwei Wochen eben gar kein Gehalt mehr.) eine fertige Berufsausbildung habe ich leider nicht, da ich schwanger wurde während der Ausbildung und danach für die Kinder da war. Er hat ein abgeschlossenes Studium. Während meiner Vollzeitbeschäftigung bot sich ein Wechselmodell für die Kinder an, da wir keinerlei Omas etc. vor Ort haben und die Kinderbetreuung in dem Dorf in dem wir leben nicht den Vorgaben entspricht. Zurzeit bin ich also leider arbeitslos und brauche keine 50% Betreuung mehr, würde ihm aber an mehreren Tagen in der Woche gerne die Möglichkeit geben seine Kinder zu sehen, auch hier zuhause, da eben sein neues Eigenheim noch dauert. Soweit die groben Rahmenbedingungen. Jetzt zu dem eigentlichen Problem:
Ihm gehört das Haus zu Hälfte, er ist hier noch gemeldet, er geht hier ein- und aus wie er möchte ohne ordentliche Absprachen. Seit etwa anderthalb Jahren hat er eine neue Freundin, sobald ihm hier was nicht passt fährt er in ihre Wohnung. Wenn ich auf der anderen Seite ihn abends bitte zu gehen, weil ich mich unwohl und eingeengt fühle wenn er da ist, widerspricht er mit dem Argument „nein, ich wohne hier!“ in unserer schriftlichen Vereinbarung steht dass er zwecks der Kinderbetreuung gewisse Räumlichkeiten wie das Gästezimmer (nutzt er nie, er schläft immer bei einem der Kinder mit im Bett) und Gästebad, sowie Küche/Esszimmer nutzen darf. Ich bin ja aber nun selbst dauerhaft zuhause und möchte abends meine Ruhe haben. Er hat ja eine andere Möglichkeit zu schlafen, eben in der Wohnung seiner Freundin, wozu er auch einen Schlüssel hatte, womit ich auch argumentiert habe. Vor zwei Tagen kam er zu mir und sagte „seine Freundin habe nach gestern den Schlüssel zurückgefordert“. Den Abend davor gab es erneut Streit. Auf mich wirkt es nur noch wie extra Terror, reine Provokation, egal wie sehr man es versucht, natürlich bekommen die Kinder dann leider doch mal was mit. Das kann so keine Dauerlösung sein.
Ausgelöst wurde diese ganze Sache nun, da ich ihn informiert habe, dass meine alte Jugendliebe von 2005 aus Schulzeiten mich in den Osterferien zwei Wochen besuchen will. Wir haben uns seit dem Abitur 2007 nicht mehr gesehen, nun wiedergefunden vor 6 Wochen und es ist durchaus denkbar, dass wir eine Partnerschaft neu aufbauen. Dadurch dass er 500km entfernt wohnt wollte ich ihn natürlich hier schlafen lassen. Die ersten Tage ist mein Ex noch im Urlaub mit den Kindern (da hat er bisher auch kein Verbot ausgesprochen, dass mein Freund hier ist). Er hat nun angekündigt, wenn er zurückkommt, wird er aussprechen dass mein Freund das Haus verlassen muss, sonst ruft er die Polizei. Er argumentiert, dass zum Schutz der Kinder derjenige nicht 2 Wochen hier „wohnen“ dürfte (ich betone immer wieder, dass es sich nachweislich um Besuch handelt, da mein Freund ja selbst Wohnung und Job in seiner Heimat hat). Wäre alles schon mit der Familienhilfe besprochen, die laut Aussage meines Ex‘ auch der Meinung wären, dass er handeln müsste mit Polizei, Jugendamt wenn ich einfach einen fremden Mann hier reinlasse. Die Kinder hätten auch so genug zu verarbeiten. Es wäre der erste neue Mann den die Kinder überhaupt kennenlernen würden, ich würde zudem keine körperliche Nähe mit ihm vor den Kindern zulassen (meine beiden älteren Kinder haben mir unabhängig voneinander erzählt, dass mein Ex und seine Freundin vor den Augen der Kinder Zärtlichkeiten austauschen und die Kinder dies nicht sehen wollen, bereits aus dem Auto kamen um dazwischen zu gehen und von ihrem Vater zurück ins Auto geschickt wurden). Dazu kommt, dass er vor 4 Monaten das erste Kennenlernen zwischen Freundin und Kindern so gestaltet hat, dass sie ohne mein Wissen her kam (ich war weg arbeiten), er noch kurz daneben saß und dann selbst zwei Stunden arbeiten gegangen ist und sie alleine mit den Kindern in unserem Haus gelassen hat. Daraufhin habe ich ausgesprochen, dass sie nicht mehr ins Haus darf, wenn ich nicht hier bin. Er gestaltet nun so regelmäßig Treffen mit den Kindern bei denen sie mit dabei ist, was ich selbstverständlich nicht verhindern kann. Ich wüsste nun gerne, inwiefern kann er mir nun verbieten mich von meiner alten Jugendliebe/Schulfreund hier besuchen zu lassen. Mit dem (angeblich) nicht mehr vorhandenen Wohnungsschlüssel bei seiner Freundin will er natürlich klar bezwecken, dass er ja auch „im Notfall“ nur hier übernachten kann. Wird die Polizei ihm recht geben und meinen Freund inklusive Hausverbot hier rausholen? Ich kann ja selbst nicht einmal umziehen mit den Kindern, weil er mir nicht erlauben würde, dass unser Kind die Schule wechselt wenn ich nicht in gleichem Ort eine Wohnung finde. Ich fühle mich eingesperrt.
Ich möchte bei all dem Terror ganz klar, dass er endlich seine Sachen packt und auszieht.
Eine Regelung für das Haus, sprich ihn auszahlen wollten wir eigentlich nach meiner Ausbildung 2020 finden. Leider muss wohl schon früher nun eine Lösung her.

Vielen Dank für das Durchlesen meines langen Textes.

Gepostet: vor 5 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 5 Monaten.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrte Fragestellerin, gerne beantworte ich Ihre Anfrage:

Zunächst einmal ist richtig erkannt, dass eine Vereinbarung ohne die notwendige notarielle Form erst einmal nichts wert ist.

Was Sie aber nun schildern, hat mit den Eigentumsverhältnissen nichts zu tun, sondern mit der Frage, wie und vom wem die Ehewohnung bis zur Rechtskraft der Scheidung bewohnt und genutzt wird. Da er aber ausgezogen ist und nur ab und an vorbeikommt, müssen Sie ihn nicht im Haus dulden, Sie könnten sich sogar bei einem Streit die alleinige Nutzung gerichtlich zuweisen lassen.

Die ganzen Fragen, die Sie quälen, kreisen letztlich um diesen einen Punkt.

Ich würde Ihnen daher raten, ihn ultimativ aufzufordern, zu gehen und die Schlüssel herauszugeben.

Wenn er das nicht tut, würde ich eine einstweilige Zuordnung der Ehewohnung bei Gericht beantragen.

Hinsichtlich der Kinder sind diese ohnehin aus dem Elternkonflikt herauszuhalten, im Ergebnis ist es derzeit aber so, dass diese voll hineingezogen werden, was zusätzlich kindeswohlgefährdend und belastend ist.

Zu guter Letzt: Eine Drohung wegen einer Zwangsversteigerung können Sie bis zur Rechtskraft der Scheidung ohnehin gelassen nehmen. Sie müssten daher nicht damit rechnen, in absehbarer Zeit auf der Straße zu stehen.

Vielmehr würde ich Ihnen dazu raten, das Thema "Vermögensauseinandersetzung" jetzt aktiv und offensiv anzugehen und ihn mit durchdachten Lösungsvorschlägen in die Defensive zu bringen.
Sie müssen endlich raus aus Ihrer Verteidigungshaltung und sich nicht alles bieten lassen!

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Vielen Dank für die Antwort, leider hilft es mir nicht in Bezug auf die Fragestellung wie ich mich nun mit meinem zeitnah geplanten Besuch des Schulfreundes verhalten soll. Bis dahin bekomme ich Ihren Rat nicht durchgesetzt.
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 5 Monaten.

Doch, das geht: wenn er jetzt nicht einwilligt, könnten Sie die Wohnungszuweisung sogar per einstweiliger Anordnung erzwingen können.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Was genau ist eine einstweilige Anordnung, wie kann ich dies „spontan“ machen und welche Konsequenzen können sich daraus ergeben im weiteren Verlauf bzgl. Sorgerecht, Unterhalt und was eben alles auf einen zukommt in der Scheidungssituation? Habe ich dabei eine Sicherheit, dass wohlmöglich nicht ihm schlussendlich die Wohnung zugewiesen wird?
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 5 Monaten.

Eine einstweilige Anordnung ist eine vorläufige Entscheidung des Gerichts, wenn es "pressiert" - also wenn vorläufig schnell etwas entschieden werden mus und nicht zugewartet werden kann.

Auf Sorgerecht und Unterhalt hat die Wohnungszuweisung keine Auswirkungen - das darf sie auch gar nicht haben. Schlimm genug, wenn Ehegatten alles verquirlen, um Druck auf den anderen auszuüben.

Sie haben eine recht hohe Sicherheit (ich kenne ja nur Ihre Schilderung) - dass das Gericht Ihnen ganz schnell die Wohnung zur alleinigen Nutzung zuweisen wird. Immerhin ist die Vereinbarung dahingehend auszulegen (auch wenn sie keine endgültige und notarielle in der richtigen Form ist) dass er freiwillig das Feld räumt - wenn er sich daran nicht halten will, wird das Gericht ihn in die Schranken weisen!!!

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

bitte geben Sie noch Ihre Bewertung ab. Dankeschön

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
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Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 4 Monaten.

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