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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3089
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Ich bin vor gut 16 Jahren in eine Gewerkschaft eingetreten

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin vor gut 16 Jahren in eine Gewerkschaft eingetreten. Da ich stets passiv war und nie Leistungen erhielt, habe ich alles so laufen lassen. Ich habe es versäumt, der Satzung entsprechend den Mitgliedsbeitrag (1%) meinem aktuellen Einkommen anzupassen. Die Gewerkschaft hebt von Beginn an einen Beitrag ab, den sie wohl automatisch den Ergebnissen der Tarifverhandlungen anpasst. Sollte etwas geprüft werden, kann es sein, dass eine stolze Summe nachgefordert wird. Ich frage mich nun, ob in solchen Fällen Forderungen verjähren. Müsste ich im Härtefall/Streit nur drei oder vier Jahre nachzahlen? Ich habe nie eine Aufforderung in Gestalt eines Anschreibens von der Gewerkschaft erhalten, Drucksachen wanderten bei uns immer gleich in den Papierkorb. Was kann ich tun, womit muss ich schlimmstenfalls rechnen?

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

da es sich letztlich um eine normale zivilrechtliche Forderung handelt, beträgt die Verjährung 3 Jahre. Sie beginnt mit Jahresende des Jahres zu laufen, in dem die Beiträge entstanden sind, vgl. §§ 195, 199 I BGB.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/BJNR001950896.html#BJNR001950896BJNG023101377

Somit können dieses Jahr noch alle Beiträge, die 2015 und später entstanden sind, nachgefordert werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine entsprechende Bewertung ab, denn nur dann erhalte ich meine Vergütung über Just Answer. Nach einer solchen Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen zum gleichen Thema stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrter Herr Götz! Ich danke ***** *****ür die schnelle und hilfreiche Antwort! Da ich noch eine Frage ohne Gebühr stellen darf: Die Gewerkschaft hat eine Einzugsermächtigung (SEPA-Mandat). Könnte diese jetzt nach Prüfung einfach einen x-beliebig hohen Betrag von meinem Konto abbuchen, da sie meint, ich müsse vollumfänglich nachzahlen? Die Einrede der Verjährung muss ja meinerseits erfolgen, wenn Forderungen gestellt werden. Oder müsste man mit zunächst mitteilen, dass die Forderung besteht? Z. B. in Gestalt eines Mahnbescheids? Für eine kurze Orientierung danke ich!

Sie sollten die Einrede der Vejärhung möglichst bald nachweislich erheben.

Wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid ergeht, müssen Sie fristgemäß Widerspruch einlegen und dann im folgenden Gerichtsverfahren die Einrede der Verjährung erheben.

Die Eeinzugsermächtigung können ud sollten Sie jederzeit schriftlich (und auch nachweisbar) widerrufen. Das bedarf nicht zwingend einer Begründung.

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.

Danke, ***** ***** ich tun, sobald ich nach der Kündigung kritische Fragen erhalte. Vorher kann ich ja nicht prophylaktisch Einrede erheben. Vielleicht erfolgt ja auch keine Prüfung. Grüße ***

Genau. Melden Sie sich gerne hier wieder unter dieser URL, wenn es Neuigkeiten gibt.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Guten Tag, Herr Götz!
Zur Information:
Vor einigen Tagen rief mich die Gewerkschaft an und fragte freundlich nach den Gründen für meinen Austritt. Ich hab die bevorstehende Berentung an.
Die Dame fragte nicht weiter, dankte für so lange Mitgliedschaft und kündigte an, den Vorgang zu bearbeiten.
Jetzt erhielt ich ein Schreiben, das die Kündigung zum 30.6. mit Bedauern bestätigt.
Zugleich dankte man.
So gehe ich mal davon aus, dass nun keine Dinge mehr folgen. Ich habe ja auch lange gezahlt.
Dank für Ihre Beratung!