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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25833
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Anwalt! Wir wohnen in einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Anwalt!
Wir wohnen in einer Eigentümergemeinschaft. Diese besteht aus einem Reihenhaus wo von meinem Vater die Schwester mit Familie und der Bruder mit Familie wohnt. Ich ( Sohn) wohne seit 2016 mit meiner Familie in dem Haus von meinem Vater. Dessen Haus separat ist. Das gesamte Grundstück hat früher meinem Opa gehört und er hat es zu Lebzeiten noch notariell aufgeteilt. Da dieser ca. seit 1994 verstorben ist hat jeder seinen Teil wie beschrieben bekommen. Die Geschwister das Reihenhaus und wir unser Haus extra.
Das Reihenhaus und unser Haus befindet sich im Außenbereich und war bis 1988 nicht genehmigt. Bis das 1988 das Bauamt da war und alles begutachtet hat. Es hat das Reihenhaus genehmigt und unser Haus mündlich nur geduldet.
Meine Eltern wohnen jetzt schon 40 Jahre in dem Haus. Ich bin auch da aufgewachsen und eben seit 2016 wieder dort wohnhaft.
Ich ( Sohn) habe erst 2016 von der Duldung erfahren und wollte der Sache dann weiter nachgehen und was schriftliches zu bekommen. Habe dann einen Termin mit dem Bürgermeister gemacht der mir dann zur Antwort gab ich bräuchte mir keine Sorgen machen da das Haus schon solange steht und das Bauamt davon wüste.
Da es immer wieder mal Streit unter den Geschwistern gibt wird man mal immer wieder schnell erpresst entweder ihr macht alles so wie wir wollen oder wir zeigen euch an und lassen euer Haus abreißen wegen euerem Schwarzbau.
Jetzt meine Frage oder Fragen:
Muß man berechtigt Angst haben das das Haus abgerissen wird oder man eine Wohnungsunterlassung bekommt weil man nichts schwarz auf weiß hat oder kann man den Bürgermeister Vertrauen?
Oder besteht die Möglichkeit einer nachträglichen Duldung oder Genehmigung, da das Haus jetzt vom letzten Bauamtbesuch schon 30 Jahre steht?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den mitgeteilten Umständen zum Sachverhalt besteht für Sie in der Tat kein Grund zur Sorge!

Sofern nämlich das rechtszuständige Bauamt bereits seit Jahrzehnten konkrete Kenntnis von dem baurechtswidrigen Zustand besitzt, und sofern das Bauamt dennoch untätig geblieben ist, hat das Bauamt seine rechtlichen Eingriffsbefugnisse verwirkt: Unter diesen Umständen wäre es treuwidrig und rechtsmissbräuchlich, wenn das Bauamt nun dennoch tätig würde, denn die jahrzehntelange Duldung und Hinnahme der Baulichkeit hat in Ihrer Person den schutzwürdigen Vertrauenstatbestand darauf begründet, dass das Bauamt auch in Zukunft nicht mehr gegen den baurechtswidrigen Zustand vorgehen wird!

Die Ihnen von dem Bürgermeister erteilte Auskunft ist unter diesen Umständen tatsächlich auch zutreffend: Aus Gründen des Vertrauensschutzes wird das Bauaumt rechtlich nicht mehr gegen Sie vorgehen!

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Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Kann man irgendwie unter Umständen noch eine nachträgliche Duldung oder Genehmigung beantragen in schriftlicher Form und wenn ja wie geht man da vor?

Ja, Sie können sich an das Bauaumt wenden und dort eine schriftliche Bestätigung über die Duldung erbitten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Die haben zum Bürgermeister schon gesagt das sie nichts schriftliches austellen können. Kann ich da Gerichtlich noch was anfechten und wie sind meine Chancen?

Gerichtlich werden Sie die Ausstellung einer solchen Bescheinigung nicht erzwingen können, denn diese Entscheidung steht im Ermessen der Behörde, das heißt, Sie haben keinen rechtlich durchsetzbaren Anspruch hierauf.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Was mir noch immer Sorgen macht ist das der Bürgermeister gesagt hat er hat es mit dem Bauamt besprochen hat aber weder gesagt mit wem er gesprochen hat. Bin mir manchmal nicht sicher ob er wirklich angerufen hat oder nicht und ob er mich nur beruhigen wollte. Möchte ihn aber auch nicht nach dem Namen Fragen, da ich Ihn sonst anzweifle.
Hab mir schon überlegt selbst ins zuständige Bauamt zu fahren aber da ist wieder die Angst nicht das die das wen er selbst kommt dann gehört es ihm nicht anders als rausgeschmissen zu werden
Was würden Sie mir abschließend für einen Rat geben oder wie würden Sie verfahren.

Sie sollten sich auf die Auskunft des Bürgermeisters durchaus verlassen, denn dieser hat keinen Grund, Ihnen die Unwahrheit zu sagen. Dass er den Namen des Mitarbeiters des Bauaumts nicht preisgibt, ist verständlich, denn dies darf er rechtlich auch gar nicht.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Eine letzte Frage:
Falls es doch wie ich oben erwähnt habe ein Geschwisterteil einen erpresst wenn man nicht so macht wie er will und der selbst von seinem Anwalt gegen unser nicht genehmigtes Haus Klage erhebt.
Kann man sich da immer noch wie Sie sagen auf jahrzentelanger Duldung und Rechtmissbrauch berufen.
Oder müsste ich mich dann wirklich auf einen Rauswurf mit meiner Familie zusammen mit den Kindern einstellen?
Wie schätzen Sie die Situation ein?

Sie könnten sich auch in einem Rechtsstreit vollumfänglich auf die Duldung berufen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Wie stehen da in meiner Situation die Chancen auf eine Duldung?

Gut, wie oben bereits ausgeführt.