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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4101
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag, Wir haben ein Nightliner Unternehmen (Busse mit

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Wir haben ein Nightliner Unternehmen (Busse mit Betten). Im Januar hatten wir eine Buchung einer Gruppe aus Düsseldorf, zum Ski fahren nach Sölden und zurück.
Wir haben die Gruppe Donnerstag, 18 Januar, mit zwei Bussen in Düsseldorf abgeholt, und in Sölden abgeliefert. Normalerweise ist es üblich, dass die Busfahrer im gleichen Hotel (oder nebenan "kostengünstiger") einquartiert werden. Dies war aber nicht der Fall, wir wurden von der Gruppe in Vent (ca. 14 km entfernt, ca. 500 m höhenunterschied nach oben) einquartiert.
Nun kam es so, dass es so stark schneite, dass wir mit den beiden Bussen in Vent eingeschneit waren.
Natürlich haben wir gehofft, dass es bis Montag, 22 Januar (geplante Rückreise) wieder gut würde, aber dies war nicht der Fall. Die Strasse blieb bis Mittwoch gesperrt. Da es auch nicht sicher war, ob die Strasse von Sölden raus wieder gesperrt oder geöffnet wurde, hat die Reisegruppe folgendes beschlossen.
Man muss noch erwähnen, dass es eine Firma war, der Chef war auch dabei.
Jedenfalls hat die Reisegruppe am Montag einen ortsansässigen Bus gechartert und ist damit zurück nach Düsseldorf gefahren.
Wir konnten wie schon erwähnt, erst am Mittwoch aus Vent abreisen, und hatten damit auch Verdienstausfall, denn die Anschluss Touren konnten nicht gefahren werden.
Jetzt hatten wir mit der Reisegruppe vor der Abfahrt so einen netten Kontakt aufgebaut, und die Rechnung wollten wir hinterher schreiben, denn man brauchte eine Nummer für deren Buchungsposten oder so ähnlich.
Wir haben dann nach der Tour die Rechnung an die Reisegruppe versendet.
Lange haben wir keine Antwort erhalten, angeblich aufgrund Erkrankungen.
Haben wir auch geglaubt, denn es ging ja schon die ganze Zeit eine Grippewelle um.
Ich hatte mit der Assistentin der Geschäftsleitung nette Unterhaltungen, sie hat mir auch gesagt, ob wir Ihnen nicht aufgrund der Umstände und der Mehrkosten entgegenkommen könnten.
Sie haben die zusätzliche Übernachtung für die Busfahrer bezahlt, und wir haben die Mautgebühren nicht berechnet.
Aber da hat sich danach immer noch nichts getan.
Der Pauschalpreis für die beiden Busse in dem Zeitraum 18-22 Januar beträgt 9462,88 Euro. Genau wie im Angebot ausgemacht. (Dieses wurde übrigens per email bestätigt)
Als wir dann die erste Mahnung rausgeschickt haben, kam eine offizielle Antwort.
Und zwar folgende:
Aufgrund der unplanmäßigen Wetterlage,,, Rückreise mit einem anderen Busunternehmen,,, erhebliche Mehrkosten,,,
erwarten wir ein entsprechendes Entgegenkommen Ihrerseits,,,
die Zahlung wurde bis auf einen Restbetrag von 2100 Euro angewiesen.
???
Wir können das so nicht akzeptieren, da wir ja selbst mit Mehrkosten, Verdienstausfall usw. zu tun hatten. Ausserdem mussten wir zurück fahren. Wir wohnen ja nicht in Vent.
Wie ist die rechtliche Lage? Darf er uns das abziehen?
Es war zwar ein Pauschalangebot, das heißt die gefahrenen Kilometer waren inkludiert, wir könnten jedoch noch einmal die km von unserem Standort bis Düsseldorf (295 km)
hochrechnen, das wäre ein entgegenkommen von 120 Euro pro Bus.
Oder sind wir im Recht und können dies Bedenkenlos einer Anwaltskanzlei übergeben.
Vielen Dank ***** ***** Antwort
:-)
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo ?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Wenn ich es richtig verstehe, haben Sie die Reisegruppe nicht, wie vereinbart, wieder nach Düsseldorf zurückgebracht. Und das eben könnte einen Abzug des vereinbarten Preises rechtfertigen, denn die Leistung wurde nicht vollständig erbracht.

Und der Gruppe sind Extrakosten enstanden, weil sie einen anderen Busunternehmer beauftragen musste. Meiner Ansicht nach können diese Mehrkosten gegen Ihren Anspruch auf Zahlung des Pauschalpreises aufgerechnet werden. Ein etwaiger Richter wird vermutlich entscheiden, dass die Mehrkosten für das Zurückbringen mit einem anderen Busunternehmer von Ihnen zu tragen sind, weil Sie Ihre vertragliche Pflicht nicht erbracht haben.

Das schlechte Wetter fällt dabei in Ihr unternehmerisches Risiko. Jedenfalls ist es nicht die Schuld der Gruppe, dass Sie Ihre vertragliche Leistung nicht vollständig erbringen konnten.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Soweit habe ich das mit dem unternehmerischen Risiko verstanden.
Dennoch ist es so, dass wir von der Reisegruppe in Vent einquartiert wurden. Wir haben uns das nicht selber ausgesucht. Ich würde meinen, dass es teilweise nicht unsere Schuld war, denn wir wären lieber in Sölden, bzw. unterhalb geblieben.Hier ein Auszug aus dem Anschreiben der Reisegruppe:
Wir sind uns natürlich bewusst, dass die Wettersituation für alle Beteiligten schwierig und eine Herausforderung war. Aufgrund der dann unplanmäßigen Wetterlage waren wir gezwungen, für die Rückreise auf ein anderes Busunternehmen zurück zu greifen, was mit erheblichen Mehrkosten für uns verbunden war. Wir erwarten daher ein entsprechendes akzeptables Entgegenkommen Ihrerseits, da auch die in ihrem Angebot inkludierten 740 km für die Rückfahrt nicht von Ihnen geleistet werden mussten.Natürlich mussten wir zurück fahren. Zählt das denn nicht ?
Wir hätten im Anschluss eine 4 tägige Tour fahren können, zum Glück hatten die gleich einen Ersatz, somit hatten wir nur Verdienstausfall, aber keine Zusatzkosten.Die Reisegruppe hat jetzt von der Rechnung (ca.9500 Euro) den Betrag von 6900 Euro zur Zahlung angewiesen, 2100 Euro haben sie zurück gehalten.Wie sollen wir reagieren? Wenn Sie meinen, dass wir vor Gericht verlieren würden, muss ich auf die 2100 Euro verzichten, oder soll ich versuchen mich mit der Reisegruppe auf eine Summe zu einigen. Wenn ja, was schlage ich vor ? Die Hälfte?
Oh das ist so schwierig.Danke

Danke für Ihre Rückmeldung.

Sie sollten sich einigen. Meiner Ansicht hat die Gruppe einen Anspruch auf Minderung des Pauschalpreises in Höhe der Kosten für die Rückfahrt durch das andere Busunternehmen. Zumindest einen Teil davon haben Sie sich anrechnen zu lassen.

Da die Gruppe offenbar vergleichsbereit ist, sollten Sie vorschlagen, sich bei dem Minderungsvertrag in der Mitte zu treffen, also bei 1.050 EUR. Als Argumente können Sie dann angeben, dass auch Sie keine Schuld an dem Wetter trifft, dass es so etwas wie höhere Gewalt war, dass Sie aber im Interesse einer gütlichen Einigung - ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - bereit sind, sich auf die Hälfte des vorgeschlagenen Minderungsbetrag zu verständigen. Die Gruppe möge Ihnen also noch 1.050 EUR anweisen und damit wäre die Sache dann erledigt.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke, ***** ***** eine sehr gute Antwort.Ich hoffe ja, dass der Satz: "Wir erwarten daher ein entsprechendes akzeptables Entgegenkommen Ihrerseits,,," so gemeint ist, dass wir ein Angebot unsererseits (wie sie sagten, die Hälfte) unterbreiten sollen.
Darf ich um weiteren Rat fragen, falls das nicht so läuft wie ich mir das vorstelle, , , ,?Dankeschön im Voraus

Meiner Einschätzung nach ist die Gruppe verhandlungsbereit.

Sie dürfen gerne einen weiteren Rat einholen. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Dankeschön

Sehr gerne.

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Vielen Dank für Ihre Mühe!

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