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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4526
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich habe am Samstag einen Wagen zum Verkauf angeboten.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe am Samstag einen Wagen zum Verkauf im Internet angeboten. Sofort meldet sich ein Käufer, der mir auch gleich einen Kaufvertrag zuschickt, den ich bestätigen soll. Am übernächsten Tag wird das Auto abgeholt. Der abholende Fahrer stellt fest, dass das Fahrzeug nachlackiert wurde. Stimmt, ein Kind fuhr mit seinem Fahrrad vorne drauf, worauf ein paar Kratzer auf der Motorhaube waren. Im Kaufvertrag steht auch, vom Käufer angekreuzt: unfallfrei, Nachlackierungen: nein, EU-Import: nein (wurde aber in Mailand produziert). Außerdem Datum zu K/Baujahr: 2006, meine Angabe bei Erstzulassung: 2009.
Käufer zahlt weniger als 50 % des vereinbarten Preises, da er sonst eine Strafe von 1500 € zahlen müsste, weil der Wagen bereits für eine Verschiffung vom Hamburger Hafen angemeldet worden sei.
Er beruft sich auf meine (unwissentlich) falschen Angaben durch Bestätigung seines Kaufvertrags. Vom Autohaus bekomme ich heute einen Anruf, dass es korrekt sei mit der Angabe 2009, das Datum 2006 im Kfz-Brief sei lediglich die Betriebserlaubnis für den Alfa 147. Ich sei hereingelegt worden.
Das Auto und die Papiere sind weg. Ich rufe den Käufer heute morgen an und sage ihm, dass ich es nicht lustig finde, wenn ich "verarscht" werden soll! Er sagt, die Leute von meinem Autohaus und ich hätten keine Ahnung und allein der von mir bestätigte Kaufvertrag sei rechtsgültig, ansonsten drohte er mit rechtlichen Schritten seitens seines Anwalts.
Kann ich noch mein Restgeld einfordern?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Der Käufer könnte einen Anspruch auf Minderung des vereinbarten Kaufpreises haben, wenn es Mängel am Auto gibt, die von Ihnen als Verkäufer nicht behoben werden können. Aber der Käufer muss in einem etwaigen Rechtsstreit beweisen, dass es einen Mangel gibt, der zur Minderung berechtigt. Außerdem muss der Verkäufer die Höhe des Minderungsbetrages beweisen.

Sie können also den vollen Kaufpreis fordern und wenn der Käufer diesen nicht zahlt, es auf einen Rechtsstreit bei Gericht ankommen lassen. Hierzu müssten Sie den Käufer auf Zahlung verklagen und dieser muss dann darlegen und beweisen, warum er nicht den vollen Kaufpreis gezahlt hat. Das kann für den Käufer schwierig sein. Denn ein Kratzer im Lack berechtigt sicher nicht zu einer Kürzung von 50%. Und die Sache mit dem Baujahr haben Sie ja geklärt. Es gibt also für Sie durchaus Erfolgsaussichten bei einer Klage.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Der während des Verkaufsgesprächs zugesandte und von mir bestätigte Kaufvertrag beinhaltet mehrere Fehler:
Käufer: ISSAutomobile (statt: ISSA Automobile)
E-Mail: @outlook.de
Verkäufer: Küble, Martin (statt: Köble, Martin)
Nachlackierungen: nein (vom Käufer angekreuzt) u. von mir bestätigt
EU-Import: nein angekreuzt - wurde aber in Mailand hergestellt
Datum zu K/Baujahr: im Kfz-Brief 2006 / meine Recherche im Autohaus: 2009 ist korrekt, aber definitiv vom Band gelaufen:
am 26.09.08Ich würde dem Käufer anbieten, mir 75 % des Restbetrages zu überweisen und die restlichen 25 % als Lehrgeld zu betrachten!

Mir erscheinen 25% Minderung als angemessen und plausibel. Aber wie hoch der Minderungsanspruch bei Mängeln ist, ist immer schwer zu sagen. Es kann nur eine Schätzung sein. Leztlich müsste ein Gutachter darüber entscheiden. Das sollte aber auch dem Käufer klar sein, sodass er auf Ihr Angebot eingehen sollte. Aber ob er darauf eingeht, kann ich leider nicht beurteilen.

Versuchen Sie es mit den 25%, setzen Sie ihm eine Frist und kündigen Sie an, einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihres Anspruches auf Zahlung des Kaufpreises zu beauftragen, falls er nicht innerhalb der Frist zahlt.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Wie lange kann ich den Vertrag kündigen? Macht es überhaupt Sinn, falls der Wagen tatsächlich verschifft wurde (was ich aber nicht glaube)? Muss er mir dann den Wagen zurückbringen oder ich ihn abholen?Was ist, wenn ein Defekt am Fahrzeug festgestellt wurde (offensichtlich Zylinderkopfdichtung defekt)? Der Käufer wusste, dass der Wagen noch nicht in der Werkstatt war zur Wartung für TÜV.Im Voraus besten Dank für Ihre Antworten!

Den Vertrag kündigen können Sie nicht. Sie haben den Wagen verkauft. Der Käufer hat aufgrund des Kaufvertrages einen Anspruch auf Übergabe des Wagens. Und Sie als Verkäufer haben einen Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises.

Da Sie den Wagen übergeben haben, können Sie also vom Käufer den Kaufpreis einfordern. Und falls dieser den Kaufpreis aufgrund von Mängeln mindert, muss er beweisen, dass es Mängel gibt und dass die angesetzte Minderung der Höhe nach gerechtfertigt ist. Notfalls müssten Sie auf Zahlung des Restkaufpreises klagen.

Gerne stehe ich für weitere Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, eine positive Bewertung zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag freizugeben. Sie können auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.