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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24205
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag! Ein hiesiger Rechtsanwalt hat für mich als

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag!
Ein hiesiger Rechtsanwalt hat für mich als Gläubiger einen Gerichtsvollzieher über ein zuständiges Amtsgericht zu einem Schuldner geschickt, der mir Geld schuldet in einer Höhe von ca. 200,00 Euro. Ein rechtskräftiger Titel liegt vor! Der Gerichtsvollzieher traf leider den Schuldner nicht an. Jetzt bekam ich ein Protokoll mit einer Vermögenauskunft, dass der Schuldner angeblich kein pfändbares Einkommen und über keine pfändbare Habe besitzt. Die Vermögenauskunft ist aber datiert vom 22.02.2017.
Der Gerichtsvollzieher war übrigens jetzt zum dritten Mal in meinem Fall beim Schuldner, weil dieser innerhalb von einem Kalenderjahr seit dem April 2017 dreimal an seinem Wohnort umgezogen ist und immer nicht anzutreffen war.
Nun weiß ich aber, dass der Schuldner mit einem Automobil umherfährt, das circa einen Zeitwert von mindestens 4000,00 Euro hat.
In der Vermögenauskunft gibt der Schuldner das besagte Fahrzeug nicht an!
Die Verfahrenskosten trägt insgesamt in diesem Fall meine Rechtsschutzversicherung.
Der Gerichtsvollzieher würde auch nochmals zum Schuldner gehen, wenn dieser einen erneuten Gerichtsbeschluss vom Gericht bekäme und wenn "mein" Rechtsanwalt diesen beim Gericht beantragen würde, so die Auskunft des Gerichtsvollziehers.
Aber der Rechtsanwalt will scheinbar keinen weiteren Gerichtsbeschluss beim zuständigen Gericht beantragen, weil dies angeblich derzeit nicht zielführend sei. Das hat der Anwalt mir bei einem Telefonat mitgeteilt.
Was mich in dieser Angelegenheit aber ärgert, ist, dass der Rechtsanwalt mit "meiner" Rechtsschutz-versicherung seine Kosten abrechnet und den Gerichtsvollzieher nicht ein weiteres Mal zum Schuldner schicken will, damit dieser aktuell beim Schuldner nach dem Automobil, bezüglich Besitzverhältnis, nachfragen kann. Der Gerichtsvollzieher teilte mir auch noch mit, dass ein weiterer Gerichtsbeschluss gegen den Schuldner für mich kostenlos sei, weil er im Grunde nach in dieser Angelegenheit für mich nichts erreicht habe.
Der Rechtsanwalt meinte übrigens noch, dass man frühestens in drei Jahren wieder beim Schuldner pfänden und diesen damit überraschen sollte, weil der Schuldner dann vielleicht nicht mit einer Pfändung rechnen würde. Die Kosten müsste natürlich dann ich selbst tragen, weil die Rechtsschutz bereits dreimal einen Pfändungsversuch geleistet hat.
Nun bitte ich Sie höflichst um eine juristische Auskunft, wie ich weiterhin erfolgreich in dieser Sache gegen den Schuldner vorgehen könne und was ich gegebenenfalls tun sollte.
Vielen Dank ***** ***** Bemühungen im voraus verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Erwin Rothmaier

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Weshalb ist der GV denn der Ansicht, es müsse ein neuer Gerichtsbeschluss erwirkt werden - Sie sind doch in Besitz eines rechtskräftigen und vollstreckbaren Titels, oder nicht?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr RA Hüttemann,nehme kurz Bezug auf Ihre schnelle Rückantwort und teile Ihnen dazu folgendes mit:Habe leider in meiner Anfrage an Sie einen Formulierungsfehler begangen. Bitte deshalb um Entschuldigung. Bin leider kein Experte im formulieren juristischer Sätze.Den Fehler habe ich im folgenden Satz geschrieben und da sollte es richtigerweise heißen: "Aber der Rechtsanwalt will keinen weiteren richterlichen Durchsuchungsantrag beim zuständigen Amtsgericht stellen, weil dies derzeit nicht zielführend sei". Das hat der Anwalt mir bei einem Telefonat mitgeteilt.Mit freundlichen GrüßenErwin Rothmaier

Vielen Dank für Ihre weiteren Mitteilungen!

Zunächst einmal können Sie aus dem Titel - vollstreckbares Urteil - jederzeit für die Dauer von 30 Jahren vollstrecken!

Sie können also jederzeit den GV selbst zu dem Schuldner schicken, damit dieser die Vollstreckung vornimmt - Ihren Anwalt brauchen Sie hierzu überhaupt nicht, denn Sie sind der Auftraggeber des GV, und nicht der Anwalt.

Richtig ist, dass ein Schuldner nur alle drei Jahre eine neue Vermögensauskunft abgeben muss - § 802 d ZPO:

https://dejure.org/gesetze/ZPO/802d.html

Dennoch können Sie den GV jederzeit zu dem Schuldner schicken und vollstrecken lassen (s.o.).

Im Übrigen hat der Schuldner sich nach § 156 StGB strafbar gemacht, wenn er das Fahrzeug nicht in der Vermögensauskunft angegeben hat:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__156.html

Sie können daher Strafanzeige gegen diesen erstatten!

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Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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