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RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 804
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
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GmbH Liquidation Frage: Wenn man eine GmbH Stammkaptital

Diese Antwort wurde bewertet:

GmbH Liquidation
Frage:
Wenn man eine GmbH Stammkaptital 150.000 € (voll einbezahlt) und die GmbH hat weitere stille Gesellsachfter Verpflichtungen von 240.000 € (Gewinnbeteiligung sofern es einen Gewinn gibt und Vertrag auf unbestimmte Zeit, jederzeit kündbar) liquidieren möchte mit einem Kontostand der GmbH von 90.000 € und es gibt keine Sachwerte. Sind dann die stille GS zu bediehen bzw. was würden die Gesellschafter er GmbH bekommen oder stehen die stillen Verträge an 1. Stelle da sie gelde gegeben haben ähnlich einer Bank?
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Hitzl

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass das Problem nicht darin besteht, wie man das vorhandene Geld noch verteilt.

Vielmehr ist es so, dass die Anteile der Stillen Gesellschafter ja richtigerweise als Forderungen dieser gegen die GmbH eingebucht sein sollten. Diese sind als kurzfristige Verbindlichkeiten zu sehen, da diese Ihren Angaben zufolge jederzeit zu kündigen sind.

Vor der Liquidation stehen die Begleichung der Forderungen gegen die Gesellschaft und damit die Auszahlung dieser Verträge.

Sollte nun das Geld nicht ausreichen, alle stillen Gesellschafter und die Banken zu bedienen, wäre die GmbH zahlungsunfähig. Damit stünde aber die Insolvenz ins Haus. Soweit alle Forderungen aus Konto und Stammkapital aber bedient werden können, stellt sich die Frage nach dem Rang erst gar nicht.

Wenn es nicht geht, dann sollte unverzüglich Insolvenzantrag gestellt werden, weil ansonsten nicht nur die Strafbarkeit der Insolvenzverschleppung droht sondern gegebenenfalls auch der Haftungsdurchgriff auf die Geschäftsführer.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr
Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Anders gesagt:

Die Gesellschafter bekommen am Ende das, was noch übrig bleibt - wenn denn noch etwas übrig bleiben sollte, vorher sind die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu tilgen

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