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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27935
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Es geht um den geeignetsten Weg einer innerfamiliären

Diese Antwort wurde bewertet:

Es geht um den geeignetsten Weg einer innerfamiliären Eigentumsübertragung einer Immobilie.
Ein Mann bewohnt eine Immobilie, die Eigentum seines Vaters ist. Der Vater wohnt nicht in diesem Haus.
Der Vater möchte dem Sohn das Eigentum übertragen. Dafür kommt der Sohn ab sofort für des Vaters Lebenshaltungskosten auf.
Ließe sich die Eigentumsübertragung mit einer Schenkung (Wert der Immobilie knapp € 200.000,-) vollziehen und der Sohn würde sodann monatliche Unterhaltszahlungen überweisen?
Oder handelt es sich bei so einer Vereinbarung um Steuerhinterziehung (Grunderwerbssteuer)?
Falls es sich bei o.g. Vereinbarung um eine legale Möglichkeit handelt: Könnten die Unterhaltskosten für einen bestimmten Zeitraum - z.B. für die kommenden 5 Jahre - auch im Voraus geleistet werden? (z.B. indem unmittelbar vor oder sofort nach dem Eigentumsübertrag € 50.000,- überwiesen werden).
Schönen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn der Vater an seinen Sohn eine Schenkung tätigt, dann hat der Sohn einen Schenkungssteuerfreibetrag von 400.000 EUR. Schenkungssteuer fällt also in Ihrem Falle nicht an. Grunderwerbssteuer fällt bei einer Eigentumsübetragung vom Vater auf den Sohn ebenso nicht an.

Wenn sich der Sohn verpflichtet Unterhaltskosten zu zahlen, d***** *****egt hier eine gemischte Schenkung vor (Zahlung wäre hier eine Gegenleistung). Insoweit ist es auch unproblematisch wenn dem Vater eine Summe von 50.000 EUR überwiesen wird, sei es als Kaufpreis oder sei es als Vorauszahlung eines Unterhalts.

Der geeignete Weg wäre daher der abschluss eines notariellen Übetragungsvertrages indem sich der Vater zur Eigentumsübertragung verpflichtet und der Sohn als Gegenleistung eine Unterhaltszahlung erbringt, einmal als Sofortzahlung und zum anderen als monatliche Rente (je nach Gestaltungswunsch).

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Besten Dank!Gehe ich recht in der Annahme, dass auch bei einer gemischten Schenkung, wie im Fallbeispiel, keine Grunderwerbssteuer zu entrichten ist?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja richtig. Sie müssen bei einer Übertragung Vater Sohn egal ob als Schenkung, gemischte Schenkung oder Kauf keine Grunderwerbssteuer entrichten.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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