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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7549
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Ist die Aussage eine Androhung einer Entführung" Wenn ich

Kundenfrage

Ist die Aussage eine Androhung einer Entführung " Wenn ich das gewusst hätte, das die deutschen
Gerichte so entscheiden ,hätte ich das Kind doch besser entführt und nach einem Jahr
hätte ich dann das Aufenthaltsbestimmungsrecht! Es geht um einen Sorgerechtsstreit den
der Vater, Amerikaner, in Puerto Rico lebend führt und verloren hat.
Er hat aber unbegleiteten Umgang und das Recht bekommen mit dem Kind nach Puerto Rico zu reisen. Jetzt haben wir Sorge, dass er das Kind nicht zurückbringt und in Puerto Rico
schon das alleinige Sorgerecht hat, zumal er das Kind dort auch schon in eine Schule angemeldet hat. Diese Aussage hat er im Gericht gemacht und ist auch ins Protokoll
aufgenommen worden. Jetzt kann man noch in Berufung gehen. Aber der mögliche freie
Umgang ist so kurzfristig, dass man nur mit einer einstweiligen Verfügung entgegen
wirken könnte.
Mit freundlichen Grüssen
G.A.
Gepostet: vor 9 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

könnten Sie den Gerichtsbeschluss hier einstellen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Leider haben wir den Beschluss noch nicht. Die Richterin hat aber gesagt, dass sie das Sorgerecht bei beiden Eltern lässt
und das Aufenthaltsbestimmungsrecht ( Deutschland ) bei der Mutter bleibt. Der Vater darf das Kind, wenn er Umgang hat,
überall hin mitnehmen, auch Ostern nach Puerto Rico. Damit ist die Gefahr, dass er das Kind nicht mehr zurückbringt
sehr , sehr hoch. Ausserdem hat er das ja auch angedroht. Vereinbarungen wollte er auch nicht unterzeichnen.
Mit freundlichen Grüssen
G.A.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Die Frage ist ja auch, ob eine Androhung schon eine Straftat ist, oder auch für eine Umgangseinschränkung reicht.
Die Androhung hat er ja sogar bei Gericht ausgesagt. "Er hätte besser das Kind entführen sollen, dann hätte er ja nach einem Jahr das Kind nicht mehr herausgeben müssen und sich den Prozess sparen können.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Das Umgangsrecht ist eigentlich kaum zu verhindern. Allein die Aussage, die keine Straftat darstellt, ist auch nicht geeignet, den Umgang zu verhindern, da ohne Pass, der wird ja bei der Kindesmutter bleiben, eine Mitnahme ins Ausland ausscheidet.

Aufgrund der Entscheidung zum Aufenthaltsbestimmungsrecht und der Möglichkeit, sollte das Kind tatsächlich irgendwie ins Ausland verbracht werden, ein Verfahren nach dem HKÜ zu beantragen, ist die Kindesmutter aus juristischer Sicht geschützt.

Die Beschwerde gegen den Beschluss kann natürlich eingeleitet werden, aber eine Verhindung des Umgangs wird sich nur schwerlich durchsetzen lassen. Denn die Regel ist, das Kind hat ein Recht und der Vater eine Pflicht zum Umgang.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben. Falls noch Fragen bestehen,stellen Sie diese bitte.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Leider soll die Mutter auch den Pass aushändigen. Wenn das Kind einmal in Amerika ist und der Vater vielleicht das Sorgerecht
hat, nützt doch auch das Hkü Verfahren nicht viel? Und wie lange dauert das dann? Das Kind muss doch in die Schule.
Mit freundlichen Grüssen
G.A.
Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 9 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

das HÜK ist eigentlich ein sehr effektives Verfahren. Aber wie bei jeder rechtlichen Maßnahme gibt es ggf. auch hier Lücken.

Nochmals: Umgang läst sich nicht verhindern. Allerdings muss der Umgang nicht im Ausland stattfinden, dieser ist auch nicht notwendig, um die Verbindung zwischen Vater und Kind zu erhalten. Wenn die Reise kurz bevorsteht, sollte diese durch "Nichtmitwirkung" der Kindesmutter verhindert werden.

Eine Umgangsvereinbarung ist nicht mit Zwangsvollstreckung, also Herausgabe des Kindes an den Gerichtsvollzieher oder so, durchsetzbar. Man solte sich hier auf den Standpunkt stellen, das Verfahren ist wegen der Beschwerde nicht abgeschlossen.

Paralell zu dem laufenden Verfahren wäre ein Schnellverfahren im Sinne einer einstweiligen Anordnung nicht zulässig, also nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  S. Grass hat geantwortet vor 8 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch weitere Fragen? Falls nicht, nehmen Sie bitte eine Bewertung vor,damit das von Ihnen hinterlegte Geld als Honorierung an den Experten ausgezahlt wird. Ihnen entstehen dadurch keinerlei Extrakosten.Bitte seien Sie so fair und hinterlassen Sie ein Feedback !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass