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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 917
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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RHGAnwalt ist jetzt online.

Mietrecht Nach einem Dachstuhlbrand reduzierte ein Mieter

Kundenfrage

Mietrecht
Nach einem Dachstuhlbrand reduzierte ein Mieter der Erdgeschosswohnung die Miete pauschal um 50%, obwohl seine Wohnung mit dem Brand nichts zu tun hatte. Es waren lediglich 15 Arbeitstage der Räumung, Baumlärm wegen Abrissarbeiten des Dachstuhles und Reinigung des Treppenhauses auszuhalten. Auch der Möbelabtransport der löschwasserbeschädigten DG-Wohnungen musste innerhalb dieser Zeit in Kauf genommen werden.Nach Information der Eigentümergemeinschaft Haus und Grund wurde mir folgende Mietminderung vorgerechnet:Bruttomiete = 470 €
November = 30 Tage
470 € : 30 Tage = 15,67 €/ Tag
15 Tage Baumlärm X 15,67 € = 235,05 €
8 Arbeitsstunden Lärm von 24 Stunden pro Tag = 30 %30 von 235,05 € = 78,35 € = Mietminderung im Monat NovemberFrage: Ist diese Berechnung korrekt? Oder kann auch eine rechtmäßige andere pauschale Kürzung vorgenommen werden?
Vielen Dank
Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  kai-mod hat geantwortet vor 10 Monaten.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
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Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Nach Überprüfung der derzeitigen Rechtslage zur Mietminderung bei Baulärm werde ich mich in Kürze bei Ihnen melden. Vielen Dank für Ihre Geduld.

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 10 Monaten.

ISehr geehrter Fragesteller,

Ich halte nach Prüfung der hierzu ergangenen Rechtsprechung (Harz u.a., Handbuch des Fachanwalts für Miet- und Wohnungseigentumsrecht) die vorgenommene Kürzung für zu hoch gegriffen.

Richtig ist bei der Berechnung, dass zunächst der Zeitraum für die Minderung herausgerechnet werden muss: Das sind bei 15 Tagen dann entsprechend 235,00 EUR. An den übrigen Tagen war die Wohnung mängelfrei nutzbar, diese weiteren EUR 235,00 stehen nicht zur Diskussion.

Im zweiten Schritt wäre dann zu prüfen, wie hoch die Minderungsquote ist.

Nach Ihren Angaben waren die Arbeiten im Haus während der normalen Arbeitszeit, also 8 Stunden, wobei die Ruhezeiten Nachts, abends und frühmorgens offensichtlich nicht betroffen waren.

Die vorliegende Rechnung hat die Miete aber für die Zeiten der Beeinträchtigung um 100 % gekürzt, dies kann aber, da unter Tags gewisser Lärm ohnehin angenommen werden muss, für zu hoch angesetzt werden.

Vergleichbar ist folgende Entscheidung<. Gebäudemodernisierung zum Teil in der Wohnung und über 8 Stunden täglich 10–15 % (LG Dresden WuM 1998, 216); damit käme man auf maximal die Hälfte der vorgenommenen Kürzung.

Oder aber Bohr-, Schweiß-, Schleif-, Hammer-, Aufzugsgeräusche im Haus mit 20 % (AG Wiesbaden WuM 2012, 439), damit läge man immer noch unter den 30 %

Ich würde daher auf einen Minderungsbetrag von EUR 47,00 (=20%) kommen.

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Rechtsanwalt

Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 10 Monaten.

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