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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 907
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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RHGAnwalt ist jetzt online.

Ich wurde am 07.02.2017 zu 80 Sozialstunden verurteilt,

Kundenfrage

Ich wurde am 07.02.2017 zu 80 Sozialstunden verurteilt, aufgrund Waren Betruges in mehreren fällen. Ich hatte Waren bestellt auf Rechnung, und die dann nicht bezahlt.

Das Verfahren wurde beim Jugendrichter durchgeführt, und ich wurde auf 80 Sozialstunden verurteilt, mit § 21 Verminderte Schuldfähigkeit aufgrund eines Gutachtens was vorher erstellt wurde. Dies war meine erste Verurteilung vorm Gericht.

Nun habe ich am 01.12 ein Beschluss vom Amtsgericht erhalten, aufgrund einer weiteren Anklage. Ich habe vor und während den Sozialstunden wieder Waren bestellt, und damit wieder Betrug begangen.

Diesmal wird die Verhandlung nicht nur vorm Jugendrichter wie beim erstenmal durchgeführt, sondern diesmal wollen die das vorm Jugendschöffengericht machen.

Daher meine Frage an Sie, habe ich jetzt mit eine Gefängnisstrafe oder sonstige Arrest Strafen zu erwarten, wo ich eingesperrt werde ? Da es diesmal vorm Jugendschöffengericht verhandelt wird, und ich gelesen habe, dass dort nur die ganz schlimmen dinge Verurteilt werden, wo es zu einer Haftstrafe kommen wird. Ich wurde aber doch als Vermindert Schuldfähig nach 21 enerkannt bei der ersten Verurteilung, daher frage ich mich, wieso es jetzt vorm Jugendschöffengericht kommt, und nicht nur vorm Jugendrichter wie bei der ersten Anklage.

Anbei Tippe ich Ihnen hier den Beschluss ab den ich erhalten habe:

Das Verfahren wird wegen der erheblichen Straferwartung durch Vermittlung der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Jugendschöffengericht mit der Bitte um Übernahme vorgelegt.

Gründe:
Das Verfahren fällt in die Zuständigkeit des Jugendschöffengerichts, weil zu erwarten steht, dass im Falle einer weiteren Verurteilung auf Jugendstrafe anerkannt werden wird, §§ 39 Abs. 1 S. 1, 40 Abs. 1 JGG.
Der Angeklagte ist bereits früher wegen massiver Straffälligkeit aufgefallen. Er ist bislang bereits einschlägig wie folgt verurteilt worden:
Zuletzt verurteilt ihn das Jugendgericht mit Urteil vom 07.02.2017 wegen Betruges in 10 Fällen zu einer erheblichen Arbeitsauflage.

Der Angeschuldigte steht nun im Verdacht, die Taten, die in Gegendstand des vorliegenden Verfahrens sind, sowohl während des damals laufenden Verfahrens begangen zu haben, also als er bereits unter dem Eindruck der Strafverfolgung stand, als auch nach der Verurteilung.

Die bislang erfolgte Verurteilung hat nicht dazu beigetragen, dass der Angeschuldigte sein Verhalten ändert. Vielmehr soll er auch nach der Verurteilung noch weitere fünf Straftaten begangen haben, nämlich hier die Taten zu Ziffern 2 und 5 bis 8 der Anklage.

Da er sich offensichtlich von jugendgerichtlichen Maßnahmen ( Erziehungsmaßregekb / Zuchtmittel) nicht beeindrucken lässt, lassen die vorliegenden Vorwürfe lassen befürchten, dass bei dem Angeklagten nunmehr schädliche Neigung i. S. v. § 17 Abs. 2 JGG festzustellen sind, die die Verhängung einer Jugendstrafe erforderlich machen.

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Ich bedanke ***** ***** Ihnen für das durchlesen des langen Textes.
Am 05.01. habe ich nun ein Termin beim Jugendamt bei der Jugendgerichtshelferin wo ich wieder fragen Beantworten muss, wie beim ersten mal.

Bedeutet Jugendschöffengericht das ich nun wirklich eingesperrt werde?
Und wird mir ein Anwalt gestellt?

Ich bedanke ***** ***** wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller

Gerne beantworte ich Ihnen Ihre Anfrage

Es steht zu befürchten, dass Sie tatsächlich eine Jugendstrafe antreten müssen - wenn es so zur Verurteilung kommt, wie sich die Sache jetzt darstellt.

Sie sollten daher gleich morgen mit dem Beschluss einen Anwalt/eine Anwältin aufsuchen - es dürfte sich bei Ihnen um einen Fall für Pflichtverteidigung handeln.

Gegebenenfalls kann dieser Ihnen auch wegen des §21 behilflich sein

Herzlichst Ihr

Roland HoheiselGruler

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.Aber wieso findet das diesmal vorm Jugendschöffengericht statt, und nicht vorm Jugendrichter alleine?
Und welche Jugendstrafe kann verhängt werden? Ist beim Jugendschöffengericht auch Bewährung möglich?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
In diesem Beschluss steht aber noch nicht drin, dass ich ein Pflichtverteidiger bekomme, oder mir suchen soll.Bekomme ich diese Information erst, wenn ich die offizielle Anklage Schrift erhalte ? Bzw. den Gerichtstermin erhalte?Ja ich den Anwalt nicht selber bezahlen kann, muss ich wahrscheinlich noch warten bis ich den Gerichtstermin bekomme.
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Das ist nun die erste Ansage, ob und warum das Verfahren zum Jugendschöffengericht soll. Wenn darüber entschieden ist, kommt dann die nächste Mitteilung- danach wird Ihnen nahegelegt, einen Verteidiger zu bestellen oder sich beiordnen zu lassen.

Sie sollten aber jetzt schon handeln und nicht abwarten, damit Sie optimal verteidigt werden können