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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7754
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Wie haben letztes Jahr einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Wie haben letztes Jahr einen männlichen Welpen von einer Züchterin gekauft. Der Kaufvertrag sieht ein Deckrecht der Züchterin vor. Der Originaltext im Vertrag lautet: "Der Züchter erhält ein kostenfreies Deckrecht für den Rüden. Er erstattet dem neuen Besitzer pauschal 50€ für den Aufwand einer Deckung. Darin enthalten sind bis zu 2 Nachdecktermine für dieselbe Hündin. Sollte der neue Besitzer ansonsten kein Interesse an einer Zuchtzulassung des Rüden haben, so verpflichtet sich der Züchter bei eigenem Interesse an einer Deckung, für die Übernahme mit einer Zuchtzulassung verbundenen Kosten und erhält dadurch ein exklusives Deckrecht".
Wir haben kein Interesse an einer Zuchtzulassung, der Hund ist ein reiner Familienhund. Er war bereits mit 6 Monaten sehr triebgesteuert bis hin zur Futterverweigerung und wir haben ihm daher mit 9 Monaten ein Hormonimplantat setzen lassen. Dieses verliert nunmehr seine Wirkung bzw. wirkt nicht hundertprozentig, so dass wir ihn auf Anraten unserer Tierärztin und auch unserer Hundetrainerin gerne kastrieren lassen würden.
Zudem zeigt er mit und auch ohne Leine ein gewisses Aggressionsverhalten gegenüber anderen Hunden, ist sehr dominant (was sie uns bei Abholung bereits sagte) und auch hinsichtlich Größe und Gewicht ist er eigentlich ohnehin nicht zuchttauglich.
Auch Hundepensionen nehmen leider in der Regel nur kastrierte Rüden bzw. welche mit Hormonimplantat, sofern es denn wirklich wirkt, was bei uns leider nicht der Fall ist.
Auf telefonische Nachfrage hin sagte uns die Züchterin vor Abschluss des Vertrages, mit Kastration würde das Deckrecht natürlich erlöschen.
Wir möchten jedoch möglichem Ärger aus dem Weg gehen und uns gerne im Vorfeld absichern. Ist eine Kastration trotz dieser Vertragsklausel möglich?
Vielen Dank ***** ***** Grüße

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihre Frage beantworten.

Es ist nicht auszuschließen, dass der Züchter aufgrund einer eingeleiteten Kastration rechtliche Schritte einleitet, da ggf. eine Pflichtverletzung aus dem Vertrag wegen Verstoß gegen die übermittelte Klausel gegeben sein kann.

Inwiefern die Klausel rechtlichen Bestand hat, wäre letztlich abschließend durch ein Gericht zu prüfen.

Ich erachte das eingeräumte einmalige Deckrecht für wirksam, d.h. dem Züchter sollte diese einmalige Gelegenheit zugestanden werden. Die darüber hinausgehende Formulierung mit der Zuchtzulassung im Falle eines fehlenden Züchtungsrechts durch den Besitzer (vorliegend Sie) erachte ich für zu unbestimmt.

Zur Vermeidung von Ärger bestünde die Möglichkeit, sofern noch nicht geschehen, dem Züchter das einmalige Deckrecht unter Fristsetzung anzubieten. Sodann können Sie diesem mitteilen - aufgrund der geschilderten Probleme - dass Sie sich nun für eine Kastration entschieden hat. Hierdurch erhalten Sie eine Reaktion des Züchters.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

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