So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra.weichel.
ra.weichel
ra.weichel, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 317
Erfahrung:  Steuer- Straf- und Zivilrecht
95252382
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra.weichel ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich hab ein kleines Problem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hab ein kleines Problem und zwar habe ich mit einem ehmaligen Freund ärger. Der bei mir anfangs mit in der Wohnung gewohnt hat das alles war vor einem Jahr. Er hat ein ersparnis gehabt von 600 Euro davon gab er mir 420 Euro geliehen mit seiner Einverständiss für die Mietkaution.Die anderen 180 Euro habe ich mich selbst bedient ohne das er was wusste. Danach hatte ich ein schlechtes Gewissen und erzählte das ihm und entschuldige mich bei ihm. Natürlich möchte ich die 600,00Euro zurück zahlen. Wir vereinbarten das so das er dafür 2 Monate keine Miete zahlen muss. Aber dann hatten wir uns wegen etwas anderen so in den haaren das er aus der Wohnung raus musste. So die 2te Vereinbarung war das ich dies Monatlich mit 30 Euro abzahle. So da er bis heute noch Sachen von mir hat haben wir ausgemacht das erst die 1. Rate läuft bis ich meine Sachen alle zurück habe. Das ist bis heute nicht passiert. Ich kam ihm dann nochmal entgegen das ich auch 50.00 Euro Zahlen kann. Jetzt war das so da mein Freund seiner Freundien deren Mutter geschrieben hatt in Facebook und die sich da gezankt haben. Da er auch behauptet ich würde ein Armband von ihm geklaut haben. Was nicht so ist. Möchte er das ich auf einmal den betrag ganz zahle und sein Armband zurück gebe. Sonst zeigt er mich bei der Polizei an.
Dies wurde immer alles mündlich vereinbart und nicht Schrieftlich.
Jetzt ist meine frage was mach ich da jetzt?

Sehr geehrter Fragesteller,

danke ***** ***** sich für eine Erstberatung zum Festpreis bei JusAnswer entschieden haben.

Bitte teilen Sie mir ergänzend folgendes mit, so dass ich Ihre Frage beantworten kann:
Sie schrieben dass Ihnen Ihr Freund 420 EUR gab für die Kaution. Die anderen 180 EUR hätten Sie sich anderweitig besorgt. Wie kamen Sie an die 180 EUR heran? Oder: Wie kamen Sie an das ersparte Geld Ihres Freundes ran? Wurde dies tatsächlich als Kaution verwendet? Oder haben Sie Ihren Freund getäuscht und wurde das Geld gar nicht als Kaution angelegt?

Freundliche Grüße
Weichel
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Entschuldiegen Sie mich ich habe mich verschrieben gehabt. Nein Das geld war nicht für die Kaution.Das Geld hat er mir gehliehen für die Monatlichemiete der Wohnung, da ich etwas in diesem zeitraum finanzielle schwierigkeiten hatte und er mir ausgeholfen hat. Was ich auch an den Vermieter gezahlt habe.Und das Geld war in ner Spardose und in der Wohnung. Und die restlichen 180 Euro hab ich so zu sagen einfach mir genommen ohne ihn vorher zu fragen.

Danke für Ihre Rückmeldung:

Hinsichtlich der 480 EUR müssen Sie sich nach erster Einschätzung keine Sorgen machen. Insoweit hat Ihnen die andere Seite ein sog. Darlehn gewährt.

Problematisch ist aber die Tatsache, dass Sie die 180 EUR aus der Spardose genommen haben. Insoweit könnte gemäß §§ 242 Abs. 1, 243 Abs. 1 Nr. 2 StGB ein besonders schwerer Fall des Diebstahls vorliegen. Anbei darf ich Ihnen die Norm zitieren:

In besonders schweren Fällen wird der Diebstahl mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter (…)

2. eine Sache stiehlt, die durch ein verschlossenes Behältnis oder eine andere Schutzvorrichtung gegen Wegnahme besonders gesichert ist (..)

Was das Armband angeht, können Sie sich nach erster Einschätzung auch zurücklehnen. Soweit Sie kein Armband gestohlen haben, dürfte auch ein etwaiger Tatnachweis nicht gelangen.

Was sollten Sie jetzt tun?
Sie sollten Sich mit der Gegenseite wieder in Verbindung setzen und die Angelegenheit möglichst gütig bereinigen. Soweit Tatsächlich eine Anzeige gegen Sie erstattet wird, sollten Sie unbedingt einen Verteidiger beauftragen, um möglichen Schaden von Ihnen abzuwenden.

Ich hoffe Ihnen einen ersten überblick gegeben zu haben.

Sollten Sie noch weitere Rückfragen haben, könne Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.

Andernfalls darf ich Sie bitten, Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung abzugeben (Bewertungssterne 3=5), damit die Beratung vom Portal geschlossen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

(Weichel)

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Das heisst jetzt die 180 Euro müsste ich Ihm sofort zurück geben. Und die 420 Euro kann ich dann normal monatlich abzahlen was ich mut ihm monatlich vereinbart habe ? Aber er möJa aber die Spardose war nicht verschlossen sondern in son ner Box mit nem deckel das man normal öffnen kann. Da war kein schloss dran. Wie aieht das dann da aus?

Danke für die Info!

In diesem Fall scheidet ein sog. besonders schwerer Fall tatsächlich aus. Dies ergibt sich daraus, dass das Behältnis zum Tatzeitpunkt auch verschlossen sein muss (Fischer, StGB, § 243 Rn. 14). Dies ist jedenfalls die Meinung der herrschenden Literatur als auch der Rechtsprechung!

Soweit Sie ein Darlehnsvertrag abgeschlossen haben muss die Gegenseite dieses vorzeitig kündigen, um eine sofortige Rückzahlung verlangen zu können.

Eine fristlose Kündigung kommt dann in Betracht, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser könnte hieran darin zu sehen, dass Sie 180 EUR entwendet haben. Jedoch hätte die Kündigung damals sofort erfolgen müssen. Ein etwaiges Kündigungsrecht hat Ihr Gegenüber insoweit verwirkt.

Demzufolge können Sie weiterhin darauf bestehen, dass Sie das Darlehn - wie vereinbart - in Raten zurückzahlen.

Mit freundlichen Grüßen

(Weichel)

Rechtsanwalt

Soweit keine Rückfragen bestehen, darf ich Sie bitten, Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung abzugeben (Bewertungssterne 3=5), damit die Beratung vom Portal geschlossen werden kann.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Also das mit den 180 Euro passierte danch als er mir die 420 Euro geben hat dies habe ich ihm aber auch dann mitgeteilt das ich mich da bedien habe. Dies war alles vor einem Jahr als dies passierte kann er dann trotzdem noch zur polizei gehn ubd dies Anzeigen was eig länger her ist wie 3 Monate? Und der Dahrlehnsvertrag wurde nicht schrieftlich vereinbart also ohne unterschrieft von mir und ihm sondern so neben bei in whats app. Und er hat mir zu gestimmt das die 180 euro genauso wie die 420 euro in Raten gezahlt werden insgesamt dann halt 600 Euro was ich ihm zurück zahlen soll. Kann er auch trotz ohne schrieftliche vereinbarung dies umentscheidwn wann er möchte ohne richtigen Grund . Weil der Grund is nämlich dafür ä,weil mein Freund sich eingemischt hat das ich auch meine sachen zurück bekomme von ihm und er möchte dann das geld kommplet auf einmal jetzt.

Ein Darlehnsvertrag ist an keine Form gebunden. Indem Sie nachweisen, dass Sie Raten zahlten, besteht auch eine Vermutung dafür, dass ein Darlehnsvertrag geschlossen wurde.

Die Tat würde dann nur auf Antrag verfolgt werden, wenn Sie sich mit der Gegenseite in häuslicher Gemeinschaft befunden hätten (§ 247 StGB). In diesem Fall könnte die Tat tatsächlich nur auf Antrag (§ 77b StGB) verfolgt werden. Eine Tat, die nämlich nur auf Antrag verfolgbar ist - worunter die Konstellation es § 247 StGB fällgt, wird nicht verfolgt, wenn der Antragsberechtigte es unterläßt, den Antrag bis zum Ablauf einer Frist von drei Monaten zu stellen. Jedoch hab ich diesen Punkt außen vor gelassen, weil ich davon ausging - soweit ich Sie richtig verstanden habe - keine häusliche Gemeinschaft bestand, da die Gegenseite wohl nur äußerst kurzfristig bei Ihnen wohnte. Soweit tatsächlich eine Wohngemeinschaft bestand, wäre die Frist abgelaufen.

Freundliche Grüße
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich versteh ihre Antwort nichts so richtig. Er hat bei mir 5 Monate gewohnt. Der fall war im Januar 2016. Kann er mich jetzt trotzdem dafür immer noch Anzeigen nach so langer Zeit?

Soweit eine häusliche Gemeinschaft bestand, lag ein sog. Haus- und Familiendiebstahl nach § 247 StGB vor. Hierbei handelt es sich um ein Antragsdelikt. Die Frist zur Stellung eines Strafantrages wäre nunmehr abgelaufen. Demgemäß bestünde ein sog. Strafverfolgungshindernis. Eine Strafe hätten Sie dann nicht mehr zur befürchten.

Soweit keine Rückfragen bestehen, darf ich Sie bitten, Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung abzugeben (Bewertungssterne 3=5), damit die Beratung vom Portal geschlossen werden kann.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Okay vielen Dank ***** ***** ich mir ja keine Sorgen mehr zu machen zwegs der drohung mit der Anzeige

Sehr geehrter Fragesteller,

nach den von Ihnen geschilderten Umständen müssen Sie sich keine weiteren Sorgen machen, da hinsichtlich der 180 EUR ein sog. Strafverfolgungshindernis besteht.

Soweit keine Rückfragen bestehen, darf ich Sie bitten, Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung abzugeben (Bewertungssterne 3=5), damit die Beratung vom Portal geschlossen werden kann.

Weichel
Rechtsanwalt

ra.weichel und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.