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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28243
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Trinkwasserverordnung Muss ich als Privatmann Bleirohre für

Diese Antwort wurde bewertet:

Trinkwasserverordnung
Muss ich als Privatmann Bleirohre für die das Trinkwasser (nach dem Hausanschluss) gem. Trinkwasserverordnung austauschen lassen?
Hintergrund: Hatte einen Wasserschaden - Versicherung verweigert die Zahlung,
da ich im Hause Bleileitungen habe und die gem. Trinkwasserver-
ordnung bis spätestens 2013 hätten ausgetauscht werden müssen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Allein wenn Sie die Wohnung vermieten sind Sie als Vermieter verpflichtet die Bleirohre auszutauschen, wenn der Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter überschritten wird (LG Hamburg WuM 1991,161)

Dieser neue Grenzwert gilt in der Tat seit Dezember 2013. Eine generelle Verpflichtung jedes Privateigentümers sämtliche Bleirohre auszutauschen besteht allerdings nicht.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank für die Info.
Muss aber noch einmal nachfragen:
1. Was muss ich denn als Privatmann unternehmen, wenn der besagte Grenzwert auftritt?2. Wie bewerten Sie - vor dem Hintergrund Ihrer Antwort - die Weigerung der Versicherung, sich am
Schaden zu beteiligen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

1.

wenn der Grenzwert überschritten wird müssen Sie nur dann etwas unternehmen, wenn Sie die Immobilien vermietet haben.

2.

Die Weigerung der Versicherung sich am Schaden zu beteiligen hat den Hintergrund dass die Versicherung einfach davon ausgeht, dass ein Bleirohr welches zu gesundheitlichen Schäden führt keinen Wert mehr hat und somit auch kein Schaden entstanden ist.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Vielen Dank ***** ***** wird es interessant..Zu 2: Hat es Sinn, sich in dieser Angelegenheit an den Ombudsmann der Versicherung zu wenden?Hatte einen konkret zu beziffernden Frischwasserverlust von über 100 m³ und 4 Säcke mit
Fertigmörtel.
Bin auch der Meinung, dass eine fiktive Reparaturpauschale zu zahlen ist (habe die Bleileitungen
austauschen lassen, so dass die Lecksuche vom Installateur und die etwaige Reparatur im Rechnungsbetrag
der neuen Wasserleitung inkludiert sehe).Sind meine Forderungen überzogen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Ombudsmannverfahren macht hier meiner Ansicht nach weniger Sinn, da es um die Frage der Schadenshöhe geht. Hier müsste ein Gutachten erstellt werden und dass kann ein Ombudsmann leider nicht

fiktive Reparaturkostenpauschalen können Sie leider nicht geltend machen.

Allenfalls die tatsächlich angefallenen Materialkosten und die Kosten für Ihre Arbeitszeit von 15 EUR pro Stunde.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Welche Vorgehensweise (inclusive den Abbruch meiner weiteren Aktivitäten zum Ausgleich meines Schadens) empfehlen Sie, zumal die Versicherung die Zahlung des Schadens - unter Bezugnahme auf die Trinkwasserverordnung - komplett verweigert?

Sehr geehrter Ratsuchendender,

soweit noch nicht geschehen, sollten Sie den Schaden (mit Ausnahme der Rohre) konkret beziffern (Material, Arbeitszeit) und die entsprechenden Belege vorlegen. Setzen Sie eine Frist von 14 Tagen ab Briefdatum zur Zahlung.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Ist schon erfolgt - die Versicherung verweigert sich total!Bitte um weitere Anregungen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn sich die Versicherung total weigert, dann bleibt allein nur noch die Möglichkeit die Versicherung zu verklagen. In diesem Falle sollten Sie eine Zahlungsklage gegen die Versicherung erheben.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Recht herzlichen Dank für die Infos.

Bitte sehr gerne!

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen

.

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Habe doch noch eine Frage:Sie zitieren bzgl. des Austausches von Bleirohren ein Urteil des LG Hamburg aus 1991.
Gibt es neuere Rechtsprechungen, zumal die Trinkwasserverordnung au 2001 stammt?

Sehr geehrtr Ratsuchender,

ich habe zahlreiche Datenbanken durchsucht. Die veröffentlichen Urteile stammen sämtlich aus den Jahren 1989-1991 (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln). Nach dieser Zeit sind keine Urteile mehr veröffentlicht worden (auch in den einschlägigen Kommentaren)

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Nochmals herzlichen Dank.

Gerne!

Über eine Positive Bewertung meiner Arbeit würde ich mich sehr freuen!

RASchiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.