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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27836
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe ein Frage bzgl. Fixgeschäft. Ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich habe ein Frage bzgl. Fixgeschäft.
Ich betreibe ein Braut- und Abendmodengeschäft.
Ein Bräutigam hat bei mir einen Hochzeitsanzug gekauft. Der Anzug war bei Abholung komplett und nicht mangelhaft. Der Kunde hat den Anzug bei uns nocheinmal anprobiert, es war alles perfekt.
Nach der Hochzeit beklagt der Kunde nun, dass der Ärmel sich am Sakko von der Schulter bis zur Achsel aufgelöst hätte und er den Anzug an der Hochzeit somit nicht tragen konnte. Er hätte diesen Ärmel von d***** *****d eingenäht. Wir haben das Sakko an den Hersteller geschickt, dieser konnte keinen Mangel erkennen. Nun möchte der Kunde den kompletten Anzug erstattet haben.
Ist er im Recht?
Mit freundlichen Grüßen
***

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Kunde kann nur dann vom Kaufvertrag nach § 440 BGB zurücktreten, wenn der Anzug einen Mangel aufgewiesen hat und eine Nachbesserung (aufgrund des Hochzeitstermins) nicht möglich war.

Wenn der Hersteller Ihnen gegenüber bestätigt, dass kein Mangel vorliegt, dann kann können Sie den Anspruch des Käufers auf Rückabwicklung mit dieser Bestätigung erfolgreich zurückweisen.

Selbst wenn ein Mangel vorgelegen hätte müsste der Käufer Ihnen gegenüber darlegen, dass eine Nachbesserung Ihrerseits nicht mehr möglich gewesen wäre (Wann wurde der Mangel denn entdeckt)?

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Sehr geehrter Herr Schiessl,der Kunde behauptet, der Anzug wäre am Tag der Hochzeit kurz nach dem Anziehen gerissen. Der Ärmel war jedoch nicht gerissen, lediglich die Naht war offen. Für mich persönlich sieht es so aus, als ob der Kunde diesen Ärmel vorsätzlich aufgetrennt hat. Der Hersteller hat den Sakko repariert an mich zurückgeschickt. Der Kunde beharrt darauf, dass er dend kompletten Anzug erstattet haben möchte, da es ein Fixgeschäft war und er den Anzug an der Hochzeit nicht tragen konnte, lediglich die Hose. Eine Nachbesserung akzeptiert er nicht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielenn Dank für Ihre Nachricht.

Wenn eine Naht offen war d***** *****delt es sich um einen Mangel.

Die Behauptung, dass der Kunde diese Naht selbst aufgetrennt hat (Betrug) müssten Sie beweisen.

Allerdings sehe ich hier keinen Rücktrittsgrund, wenn der Kunde die Hose tragen konnte. Zudem kann der Kunde den Anzug auch jetzt noch weiter nutzen (es sei denn der Anzug ist so speziell dass er nur zu einer Hochzeit getragen werden kann (wie zum Beispiel ein Brautkleid).

Insoweit sehe ich hier allenfalls einen Anspruch auf Nachbesserung nicht aber auf Rücktritt.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Der Kunde hat bereits einen Mahnbescheid an mich schicken lassen, wie verfahre ich nun?

Sehr geehrter Ratsuchender,

in diesem Falle legen Sie gegen den Mahnbescheid Widerspruch ein. Der Kunde muss dann seine Forderung in einer Klage begründen. Sie erhalten dann die Möglichkeit auf die Klagebegründung zu erwidern.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
ich habe das Gefühl, dass die Gerichte immer für den Kunden und gegen die Firmen entscheiden.

Sehr geehrter Ratsuchender,

das können Sie so pauschal nicht sagen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
d. h. ich muss mir nun ebenfalls einen Anwalt nehmen.

Warten Sie doch erst einmal ab, ob nach Ihrem Widerspruch überhaupt eine Klagebegründung kommt. Ist dies der Fall, so können Sie sich immer noch einen Anwalt nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
ok, werde ich machen - vielen Dank