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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 32479
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Unser direkter Nachbar hält, ohne uns gefragt zu haben, seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser direkter Nachbar hält, ohne uns gefragt zu haben, seit Anfang des Jahres 2016 Hühner. Zunächst war auch ein Hahn dabei, dieser ist mittlerweile (offensichtlich durch Beschwerden anderer Nachbarn) abgeschafft worden. Unser Wohnzimmer, Terrasse und Schlafzimmer gehen zu diesem Nachbarn hinaus. Die Entfernung zwischen unserem Schlafzimmer und dem Nachbargrundstück beträgt ca. 8m, von der Terrasse sind es ca. 6m. Wir arbeiten auch in unserem Haus, sind auch tagsüber hier. In meinem Büro im ersten Stock muss ich also auch am Tag das Gegacker der Hennen ertragen. Diese beginnen bereits morgens ab 6.00 (abhängig vom Tageslicht) mit ihrem lauten Gegacker. Dieses dringt dann sehr deutlich durch unser Schlafzimmerfenster. Es handelt sich um ein reines Wohngebiet, ich bin Freiberufler. Welchen Weg kann ich gehen? Mit den Nachbarn zu sprechen halte ich für aussichtslos, es gab bereits in der Vergangenheit einige Probleme mit Lärmbelästigung. Vielen dank ***** ***** Rat. Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie höflich fragen:

Sind Sie Mieter oder Eigentümer?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Wir sind Eigentümer

Sehr geehrter Ratsuchender,

danke für die Schnelle Rückmeldung.

In diesem Falle haben Sie gegen den Nachbarn nach § 1004 BGB beziehungsweise § 906 I BGBeinen Anspruch auf Unterlassung gegen den Nachbarn.

Hühnerhaltung insbesondere die Belästigung durch das Krähen eines Hahnes müssen Sie allenfalls in einem ländlich geprägten Dorfgebiet hinnehmen, nicht aber in einem Wohngebiet.

Hähne beginnen in der Regel schon in den frühen Morgenstunden (viele bereits ab etwa drei Uhr) zu krähen. Ein solcher Hahn kann ganze Siedlungen mitten in der Nacht aus dem Schlaf reißen und wachhalten. Es kann nicht zweifelhaft sein, daß das nächtliche Krähen und Flügelschlagen eines Hahnes in einer Wohnsiedlung eine ungebührliche Lärmerregung sein kann, gegen die der Tierhalter einschreiten muß (NZM 1999, 982).

Sie sollten also den Nachbarn in einem ersten Schritt unter Fristsetzung auffordern die Lärmbelästigung zu unterbinden. Wenn eine gütliche Einigung ausscheidet, dann sollten Sie den Nachbarn vor dem Amtsgericht auf Unterlassung verklagen.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessel,zunächst vielen Dank für diese Antwort. Allerdings trifft sie nicht ganz zu, der Hahn ist bereits seit etwa Juni 2016 abgeschafft. Nun gackern nur noch die Hennen laut und regelmäßig. Treffen die von Ihnen o.g. Urteile auch auf einen solchen Fall zu?Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Rechtsprechung ist natürlich auf Hähne fokusiert, da dieses periodische Krähen besonders Laut und unerfreulich ist.

Wenn hier nur eine Hühnerhaltung vorliegt, dann ist ein Unterlassungsanspruch aber auch nicht ausgeschlossen, soweit die Richtwerte nach TA Lärm für das reine Wohngebiet 50 db(A) tagsüber und 35 db (A) nachts überschritten werden.

Ein solches Überschreiten müsste allerdings im Streitfall dann durch einen Gutachter nachgewiesen werden.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessl,ich bin sicher, diese Werte werden übertroffen (35 db liegen irgendwo zwischen Flüstern und leiser Musik, 50 db entsprechen dem Geräusch eines Kühlschrankes oder des Regens). Eine Klage halte ich allerdings zunächst für übertrieben. Gleichzeitig möchte ich das Problem so schnell wie möglich aus dem Weg haben.Was würde es mich kosten, wenn Sie mir einen Brief an diese Nachbarn mit einer passenden Aufforderung zur Unterlassung formulieren würden? Ich müsste allerdings noch den namen der Familie recherchieren, zurzeit habe ich nur eine Adresse. Das sollte allerdings kein Problem sein. Dann könnte ich, in meinem Namen Ihr Schreiben übernehmen und dieses als ersten Versuch der Problemlösung den Nachbarn zukommen lassen.Vielen Dank!
Michael Gelbke
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Zusatz: Oder Sie senden es direkt an diese, ein anwaltliches Schreiben entfaltet stets auch eine entsprechende Wirkung.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich kann beides für Sie erledigen.

Wenn ich ein Schreiben für Sie aufsetzen soll, dann wird dies etwa bei 50 EUR liegen. Wenn ich die Gegenseite selbst anschreiben soll, dann werden wir etwa bei 80 bis 100 EUR liegen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessl,dann mal los. Stimmen Sie mir zu, dass ein Schreiben von Ihnen eine größere Wirkung entfaltet?Was benötigen Sie von mir?Mit freundlichen Grüßen
Michael Gelbke

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja ich stimme Ihnen grundsätzlich zu.

Welche Art von Brief wünschen Sie ?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Ich möchte, dass sie das Schreiben direkt an die Nachbarn schicken. Also die 80-100€ Variante.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank.

Können wir gerne machen.

Sie können in dem Fall direkt mit mir Kontakt aufnehmen. (*****@******.***).

Um die Frage hier abzuschließen bitte ich die Antwort hier zu bewerten.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Gut. Mache ich und schreibe Sie dann direkt per mail an. Meinen Namen haben Sie sicher und ich werde im Betreff Hühner und Nachbarn erwähnen.Vielen Dank!