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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25829
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, mein Vermieter behauptet, dass ich meine Toilette

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
mein Vermieter behauptet, dass ich meine Toilette unsachgemäß nutze und durch Lappen, Katzenstreu, Feuchtpapier usw., dies entspricht nicht der Wahrheit, durch zwei Vormieter weiß ich, dass das Problem auch schon bei Ihnen bestand. Im Dezember 15 hat mein Vermieter ein Rohr freigelegt, dass alle Schmutzwasser nach außen vor die Tür spült...seither ist die Toilette zwar nicht mehr verstopft, dafür habe ich eine offene Klärgrube vor dem Haus und selbiges ist mittlerweile (auch durch Regenfälle, die durch dieses Rohr strömen) unterspült.
Eine Vormieterin hat einen Kanalreinigungsbetrieb beauftragt, der feststellte, dass ein poröses Tonrohr die Ursache der Dauerverstopfung ist.
Wie kann ich meinen Vermieter dazu bringen, diesen Schaden zu beheben?
Vielen Danke ***** *****
Anke Stiehl

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Sie geben an, der Vermieter drohe Ihnen, Sie anzuzeigen - inwiefern sollen Sie sich denn strafbar gemacht haben?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
wegen übler Nachrede, da ja seiner Äußerung der Schaden erst seit meinem Einzug besteht. Ich solle ihm den Namen der Vormieter sagen, er würde sie alle vor Gericht zerren.

Vielen Dank für Ihre ergänzenden Mitteilungen!

Lassen Sie sich unter keinen Umständen von dem Vermieter einschüchtern - Sie haben sich selbstverständlich nicht strafbar gemacht, wenn Sie den Vermieter darauf hinweisen, dass das Problem bereits vorher bestand.

Zu Ihrer Anfrage:

Die Instandhaltung/Instandsetztung der Mietwohnung obliegt nach der gesetzlichen Regelung ausschließlich dem Vermieter (§ 535 BGB).

Das bedeutet, dass der Vermieter auch für sämtliche Reparaturen verantwortlich ist, die der Instandhaltung und Instandsetzung dienen.

Vorliegend handelt es sich zudem um einen Mangel der Mietwohnung, denn die Verstopfung des Abflusses ist ein Mangel, der die Tauglichkeit der Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch nicht unerheblich beeinträchtigt.

Für diesen Mangel der Mietsache hat der Vermieter verschuldensunabhängig einzustehen. Behauptet er nun, Sie seien für die Verstopfung verantwortlich, ist er hierfür voll beweispflichtig.

Nachdem Sie dem Vermieter nun den Mangel angezeigt haben, ist dieser zu sofortiger Beseitigung verpflichtet.

Kommt er dieser Mangelbeseitgungspflicht nicht nach, ist er in Verzug. Sie sind dann berechtigt, auf Kosten des Vermieters einen Installateur zu beauftragen und den Mangel beseitgen zu lassen (§ 536a BGB). Die Kosten hierfür können Sie entweder mit der Miete verrechnen, oder aber Sie übersenden die Rechnung unmittelbar an den Vermieter.

Fordern Sie den Vermieter daher nun letztmalig schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) auf, umgehend die Verstopfung beseitigen zu lassen, und setzen Sie ihm hierzu eine letzte Frist von 7 Tagen ab Briefdatum. Kündigen Sie ihm zugleich an, dass Sie nach Ablauf der Frist einen Installateur auf Kosten des Vermieters beauftragen werden.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
ich danke Ihnen!
Was aber, wenn der Vermieter, der alle Installateur-Arbeiten (seine Firma besteht seit 20 Jahren) selbst durchführt selbst Gegenstände in die Kanalisation wirft? Das hatten wir auch schon; er hat dann behauptet, dass ein Tampon meiner Tochter an der Verstopfung Schuld sei.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Dann gilt das vorstehend Ausgeführte natürlich umso mehr! In jedem Fall kann der Vermieter sich seiner Instandsetzungspflicht nicht entziehen, indem er wahrheitswidrig Ihnen die Verstopfung anlastet und unterstellt.

Sollte er daher nicht auf Ihr Anschreiben einlenken, so beauftragen Sie einen Fremdbetrieb auf Kosten des Vermieters.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.