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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25253
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag Herr Hüttemann, ich habe mal wieder eine Frage an

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag Herr Hüttemann,
ich habe mal wieder eine Frage an Sie.
Wir haben vor zwei wochen eine GbR gegründet. Allerdings nur mündlich.
Mein Partner ist mir aus anderen gemeinsamen Geschäften schon bekannt.
Mit dieser Gründung der GbR vereinbarten wir sofort bei unserem Treffen, eine Immobilie gemeinsam zu erwerben.
Wir trafen uns an dem Objekt um es gemeinsam in Augenschein zu nehmen. s Sehr schnell waren wir uns einig, dass wir dass Objekt kaufen müssen.
Hintergrung ist, dass mein partner den Tip bekommen hatte, und hier sehr schnell durch Umbau und Abverkauf eines Teilgrundstückes ein gewinn von ca. € 800.000,00 bis 1 Mio. zu realisieren ist.
Nach diesem Treffen gin ich für 12 Tage in den Urlaub, wir vereinbarten dass mein partner den Notar-Vertrag vorbereiten lässt, dass ich € 150.000,00 Eigengeld einbringe, und er den Rest schon mal mit einer Bank bespricht. Kaufpreis : € 750.000,00
Nun komme ich aus dem urlaub zurück, und er erklärt mir dass er in dieser Zeit mit anderen Investoren gesprochen hat, und der KV schon geschlossen sei.
Was ist zu tun?
Herzlichen Gruß
***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihr Partner ist Ihnen unter den mitgeteilten Umständen wegen schuldhafter Verletzung der ihm obliegenden gesellschafterlichern Treuepflicht zum Schadensersatz verpflichtet. Dass die GbR noch keinen schriftlichen Gesellschaftsvertrag besitzt, ist dabei rechtlich unerheblich, denn eine GbR kann grundsätzlich aucn nur mündlich begründet werden - es herrscht insoweit Formfreiheit.

Aufgrund der getroffenen Absprachen war Ihr Partner als GbR-Gesellschafter verpflichtet, den Notartermin vereinbarungsgemäß vorzubereiten, um einen späteren Erwerb des Objekts zu ermöglichen.

Sie können hier als Schadensersatz sämtliche Aufwendungen und Kosten geltend machen, die Ihnen im Vertrauen auf den Bestand der Vereinbarung und deren Druchführung erwachsen sind. Sollten Sie also im Vertrauen auf das Zustandekommen des Geschäfts bereits finanzielle Dispositionen getroffen haben, so können Sie deren Ersatz einfordern.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Mir wird angezeigt, dass Sie noch immer online sind - haben Sie denn noch Nachfragen, die ich vielleicht nicht erhalten habe? Gerne können Sie nachfragen über "Dem Experten antworten".

Geben Sie bitte andernfalls eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab. Ihr Anfrage ist ausführlich mit einem für Sie günstigen Ergebnis beantwortet worden!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,heißt das, dass ich den zu erwartenden Gewinn aus diesem Geschäft zu 50% geltend machen kann?
Herzlichen Gruß
Bernd Ebbers

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Das ist hier sicherlich der Knackpunkt: Sofern es sich lediglich um eine vage Gewinnaussicht handeln sollte, wäre der entgangene Gewinn im Rahmen des § 252 BGB nicht ersatzfähig!

Sollte es hingegen so sein, dass sich bereits konkrete Kaufabsichten Dritter abgezeichnet haben, könnten Sie auch entgagenen Gewinn geltend machen.

Wie ich Ihre Angaben zum Sachverhalt aufgefasst habe, haben Sie lediglich den Tipp erhalten, dass durch einen späteren Abverkauf ein Erlös in Höhe von 800.000 Euro zu realisieren wäre. Das allerdings wäre nur eine vage Aussicht auf Gewinn, die nicht ersatzfähig wäre (vgl. oben).

Es tut mir sehr Leid, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Danke!
Sehr geehrter Herr Hüttemann,
hier ist keine vage Gewinnaussicht, sondern durch sofortigen Weiterverkauf eines Teilgrundstückes sind € 800.000,00 Gewinn realisiert. Der Käufer ist schon da.
Herzlichen Gruß
Bernd Ebbers

Vielen Dank für Ihre Klarstellung!

Das ist natürlich etwas anderes - unter diesen Umständen können Sie in er Tat gegenüber Ihrem Partner entgangenen Gewinn geltend machen, und Sie können diesen auch bereits konkret beziffern, da der Kaufpreis, den der Käufer hätte zahlen wollen, ebenfalls feststeht!

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.