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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Hallo, wir haben auf ein Reiseangebot reagiert, mit dem

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, wir haben auf ein Reiseangebot reagiert, mit dem Reiseanbieter Kontakt aufgenommen, die Reise individuell auf uns anpassen lassen und das konkret vorliegende Angebot ausdrücklich angeboten; der Reiseanbieter hat uns bestätigt, die Reise verbindlich zu buchen. Die Reisebestätigung blieb aus; stattdessen erfolgte eine Mitteilung, die Reise stünde nicht mehr zur Verfügung (ohne weitere Angabe von Gründen). Gleichzeitig wurde uns dieselbe Reise zum doppelten Preis angeboten. Wir bestehen allerdings auf der von uns gebuchten Reise. Sind wir im Recht? Vielen Dank.
Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre Anfrage.Sie sind dann im Recht wenn ein Vertrag zwischen Ihnen und dem Reiseanbieter zustande gekommen ist. Ein solcher Vertrag besteht aus Angebot und Annahme.Wenn Ihnen also dieser Anbieter ein individuelles Angebot gemacht hat und Sie dieses Angebot angenommen haben, dann ist ein Vertrag zustande gekommen an den Sie aber auch der Anbieter gebunden sind. Auf eine Reisebestätigung kommt es dabei nicht an, wichtig ist nur dass Sie den Vertrag geschlossen haben. Wenn also der Reiseanbieter behauptet, dass die Reise nicht zur Verfügung steht, dann muss er Ihnen Ersatz verschaffen. Die Mehrkosten muss dabei dann der Anbieter als Schadensersatz nach § 280 BGB Ihnen gegenüber tragen. Sie sind also eindeutig im Recht und haben einen Anspruch auf die Reise zum ursprünglichen Preis. Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schiessl, herzlichen Dank für Ihre Antwort, die unsere Einschätzung - Vertrag durch Angebot und Annahme - bestätigt.
Was können wir nun tun? Müssen wir uns die Reise "einklagen"? Es geht in diesem Falle um den Preis, der sehr weit unter dem regulären Preis liegt. Wir denken, der Bearbeiter hat einen gravierenden Fehler gemacht, für den das Unternehmen nun nicht gerade stehen will. Die Reise ist verfügbar - erkennbar an den Kabinen auf dem Schiff, die direkt über die Reederei nach wie vor zu bekommen sind. Wie müssen wir nun weiter vorgehen, um diese Reise antreten zu können? Benötigen wir ein anwaltliches Schreiben? Herzlichen Dank!
Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank für Ihre Anfrage.Den Fehler des Mitarbeiters muss sich das Unternehmen aber zurechnen lassen.Wenn der Reiseanbieter stur bleibt, dann sollten Sie ihm als erstes eine Frist von 14 Tagen setzen Ihnen die Reise zu bestätigen. Sollte diese Frist erfolglos ablaufen so können Sie einen Anwalt beauftragen. Die Anwaltskosten muss dann der Anbieter als sogenannten Verzugsschaden tragen (§ 286 BGB). Der Anwalt wird dann noch eine Frist setzen und den Anbieter auffordern sich vertragskonform zu verhalten. Sollte sich der Anbieter weigern, so können Sie vom Vertrag zurücktreten, bei einem anderen Unternehmen buchen und die Mehrkosten dann als Schadensersatz nach § 280 BGB einklagen. Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten.Mit freundlichen GrüßenHans-Georg SchiesslRechtsanwalt
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