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ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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Guten Tag, ein mit meiner Tochter verwandter Psychiater hat

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Guten Tag, ein mit meiner Tochter verwandter Psychiater hat vor dem Hintergrund eines latenten Konfliktes zwischen meiner Tochter und mir ihr suggeriert, ich litte an einer histrionischen Persönlichkeitsstörung. Mit dieser durch ihren Schwager bereitgestellten Diagnose ist meine Tochter dann "losgelaufen". Ich kenne den Schwager lediglich vo Familienzusammenkünften und war noch nie als Patientin bei ihm, sodass es bzgl. meines Gesundheitszustandes keinerlei professionelle Anamnese seinerseits geben kann. Ich empfinde meinen Ruf als massiv beschädigt und würde gerne gegen dieses Verhalten vorgehen. Können Sie mir auf die Sprünge helfen?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.Sie können gegen den Psychiater erfolgreich zivil- und strafrechtlich vorgehen.Zunächst einmal haben Sie einen zivilrechtlichen Unterlasungsanspruch, der darauf gerichtet ist, die Verbreitung der unwahren Tatsachenbehauptung, Sie litten unter einer histrionischen Persönlichkeitsstörung, künftig zu unterlassen.Sie sollten daher die Abgabe einer entsprechenden Unterlassungserklärung verlangen und in Aussicht stellen, dass Sie widrigenfalls bei dem Amtsgericht eine einstweilige Verfügung erwirken werden. Die einstweilige Verfügung wird es ihm unter Androhung einer hohen Ordnungsstrafe - ersatzweise Haft - untersagen, weiterhin diese unwahre Tatsachenbehauptung über Sie zu verbreiten. Die Kosten für das einstweilige Verfügungsverfahren würden dem Arzt zur Last fallen.Zudem haben Sie einen Anspruch auf Widerruf der ehrenrührigen Behauptungen. Sie können daher verlangen, dass eine Richtigstellung erfolgt, damit Sie rehabilitiert werden. Diese Richtigstellung hat allen Personen gegenüber zu erfolgen, die von den über Sie verbreiteten/aufgestellten unwahren Tatsachenbehauptungen Kenntnis erlangt haben.Zugleich sollten Sie die Einleitung strafrechtlicher Schritte erwägen: Die über Sie verbreiteten unwahre Tatsachenehauptung erfüllt die Straftatbestände der üblen Nachrede (§ 186 StGB) und - soweit wider besseres Wissen behauptet - der Verleumdung (§ 187 StGB), wenn und soweit diese geeignet sind, Sie in der Meinung anderer herabzuwürdigen - wovon hier auszugehen ist. Hat der Psychiater also wider besseres Wissen die Tatsachenbehauptungen aufgestellt/verbreitet, so liegt hier eine Verleumdung vor.Sie können als Opfer der vorerwähnten Straftaten folglich Strafanzeige bei der Polizei oder StA gegen ihn erstatten (§ 194 StGB).Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.Vielen Dank!Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.