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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17337
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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RATraub ist jetzt online.

Hallo ! Eine Kurze Frage: Habe einem Kunden in einer Discothek

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo ! Eine Kurze Frage: Habe einem Kunden in einer Discothek auf Bestellung eine Recht teure Anlage eingebaut ( ca.: 24 TD€ ). Nach mehrmaligem Einstellen monierte der Kunde - das dies nicht seiner gedachten Qualität entspricht. Nach den Einstellungen ( auch im Discobetrieb ) war er immer sehr zufrieden. Nach kurzer Zeit bemängelte er wieder den "Sound". Kurzum ist die Anlage ausgebaut worden - da mir der Verdacht aufkam - das er die Rechnung nicht bezahlen kann. Kann ich hier für die genutzte Zeit eine Entschädigung / Nutzungsendgeld verlangen ?? - Vorab besten Dank !!!
Sehr geehrter Fragensteller,
der von Ihnen geschilderte Sachverhalt ist sehr knapp gehalten. Gleichwohl will ich Ihnen auf dieser Grundlage eine Einschätzung der Rechtslage wie folgt umschreiben:
Bei der Lieferung und dem Einbau der Soundanlage an den Discobetreiber ist von einem Werk(lieferungs)vertrag nach den §§ 631 ff. BGB auszugehen.
Gemäß den §§ 631, 632 BGB ist der Werkunternehmer zur Lieferung und zum Einbau und der Besteller zur Abnahme verpflichtet.
Sofern das Werk mangelfrei war (davon gehe ich aus, da die bloße subjektive Unzufriedenheit hinsichtlich des Klangbildes keinen Mangel darstellt) und der Besteller nicht bezahlt, müssen Sie ggü. dem Besteller zunächst eine Frist bzgl. der Zahlung setzen (sog. in Verzug setzen). Erst danach können Sie ggf. kündigen bzw. vom Vertrag zurück treten und sodann auch eine Entschädigung verlangen.
Ich hoffe Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über eine positive Bewertung freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Dr. Traub.
Vorab besten Dank für die zügige Antwort. Letztendlich war der Kunde nach jedem "Nachstellen" der Anlage sehr zufrieden. Überdies hatte ich noch einen externen Ingenieur mit Messequipment kommen lassen ( Kosten rd. 600€ ) der das System nochmal Kundenspezifisch im Beisein des Kunden eingestellt hat. - Nachdem es mir dann zu "bunt" wurde - habe ich die Anlage ausgebaut und lediglich die tatsächlichen "Veranstaltungstage" mit einem sehr geringen Betrag der Nutzung berechnet. Die Anlage habe ich später mit Verlust verkaufen müssen. Haben Sie in etwa eine Idee - welche Kosten / Nutzungsentschädigung ich zum Verfahren einbringen kann? Vorab habe ich nur die nicht gezahlte Nutzungsentschädigung von rund 1000€ zum Mahnbescheid gebracht - der natürlich ohne Begründungabgewiesen wurde. Besten Dank & Viele Grüsse Guido Hupfer
Sehr geehrter Fragensteller,
sofern Sie Ihre Ansprüche weiter verfolgen wollen rate ich Ihnen an, einen Rechtsanwalt einzuschalten, welcher Ihre Ansprüche überprüft und sodann auch ggf. gerichtlich durchsetzt.
Prinzipiell könnnen Sie bei einer Kündigung/Rücktritt sämtliche Kosten gegen den Besteller in Ansatz bringen, die Ihnen im Rahmen der Beauftragung entstanden sind wie z. B. ggf. Einbau- und Ausbauaufwand, Abnutzung, Minderwert etc.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
Rechtsanwalt
RATraub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.