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RA Spitz
RA Spitz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 473
Erfahrung:  Rechtsanwalt, zugleich Fachanwalt für Arbeitsrecht, M.A. (Kriminologie und Polizeiwissenschaft)
91771857
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RA Spitz ist jetzt online.

Hallo und einen schönen guten Morgen, folgender Fall: es

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo und einen schönen guten Morgen,
folgender Fall: es besteht ein gemeinschaftliches Ehegattentestament von 1984 (keine Kinder) in dem beide sich gegenseitig als Vollerben einsetzen. Zusätzlich besteht darin eine Klausel, die besagt dass bei Ableben zum gleichen Zeitpunkt eine Verwandte, Tochter einer Nichte, erben soll.
Der erste Ehepartner verstarb 2003, der zweite Partner als Vollerbe 2016. Der letzte Partner hat im Jahre 2003, nach dem Tod des ersten Partners und als Vollerbe ein neues Testament hinterlegt, in dem ein anderer Verwandter als Alleinerbe nach dessen Tod eingesetzt wurde. Dies geschah aus Enttäuschung darüber, dass sich die im Testament genannte Verwandte seit mehr als 20 Jahren nicht mehr gemeldet hatte. Was ist nun gültig ?.
Mit freundlichen Grüßen
Gert Müschlich
Sehr geehrte(r) Fragesteller(-in),
vielen Dank ***** ***** Anfrage, die ich wie folgt beantworte:
Es handelt sich bei Ihnen um ein sogenanntes "Berliner Testament". Mit dem Tod des ersten Ehepartners ist das Testament bindend geworden und kann nicht mehr von dem überlebenden Ehegatten widerrufen werden. Dass sich die Tochter der Nichte 20 Jahre lang nicht gemeldet hat, führt nicht zur Erbunwürdigkeit der Tochter der Nichte, da für eine Erbunwürdigkeit sehr viel schwerwiegendere Gründe (z.B. Tötung oder Tötungsversuch des Erblassers) vorliegen müssen.
Gesetzlich geregelt ist die Problematik in den § 2271 BGB und § 2339 BGB.
Sollten Sie noch Rückfragen haben, so bitte ich um Nachricht.
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Mit freundlichen Grüßen
Klaus Spitz
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke. Aber das ist mir schon klar. In dem ersten Testament (Berliner) steht: Für den Fall, dass wir im gleichen Zeitpunkt beide versterben sollten, setzen wir als Erben ..... ein. Die Todesfälle liegen aber in 2003 und 2016. Der Fall des gleichen Zeitpunkts ist doch hier nicht mehr gegeben.
Vielen Dank ***** ***** Nachfrage.
Wenn es ausdrücklich heißt, dass (nur) für den Fall des gleichzeitigen Ablebens beider Eheleute die Tochter der Nichte erben soll, dann - da haben Sie Recht - ist diese Bedingung durch den vorzeitigen Tod des einen Ehepartners nicht erfüllt. Folglich wird die Tochter der Nichte nicht Erbin. Somit ist Erbeinsetzung der anderen Verwandten in dem Testament von 2003 rechtswirksam.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank. Das hat mich mehrere Tage nicht losgelassen. Jetzt geht es mir besser.
Vielen Dank ***** ***** Rückmeldung.
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Vielen Dank!
Ich bin leider telefonisch nicht erreichbar. Bitte stellen Sie Ihre Frage hier. Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Tut mir leid, aber ich bin da noch auf etwas gestoßen, und zwar, dass die Klausel "im gleichen Zeitpunkt" auslegbar sei. Ich denke, ich sende Ihnen einfach mal beide Testamente zu. So können Sie sich schneller ein Bild machen.
Sollten noch Kosten entstehen, bitte informieren.
Die Datei nach Erledigung bitte löschen.Mit freundlichen GrüßenGert Müschlich
Sehr geehrter Herr Müschlich,
vielen Dank ***** ***** Rückmeldung.
Ich habe mir die beiden Testamente angesehen. Es bleibt bei dem Ergebnis, dass die Neuregelung im Testament von 2003 gilt. "Im gleichen Zeitpunkt" meint, dass beide Eheleute zugleich versterben. Die getroffene Regelung und Formulierung ist eindeutig.
RA Spitz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank. Jetzt geht es mir wirklich gut.Gert Müschlich
Das freut mich. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit!