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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24190
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Sohn hat im Internet mein Auto verkauft und den Kaufvertrag

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Sohn hat im Internet mein Auto verkauft und den Kaufvertrag auf seinem Namen gemacht, ist der Kaufvertrag trotzdem gültig?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Haben Sie Ihren Sohn denn hierzu bevollmächtigt, oder würden Sie nachträglich Ihre Zustimmung zu dem Vertragsschluss erteilen?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich habe meinem Sohn gesagt er könnte es ja mal ins Internet stellen, daraufhin hat ihm in der ersten sekunde nachdem er es reingestellt hatte, schon einer ein verpflichtendes Angebot gemacht, ihm überrumpelt und sofort einen Kaufvertrag zugeschickt per E-Mail usw. Übergabe Termin abgemacht mit Festpreis. Daraufhin weil wir schon ein höheres Angebot hatten wollten wir vom Kaufvertrag zurücktreten.

Das ging anscheinend nicht, dann hat er einen Anwalt eingeschaltet der meinen Sohn auf Schadenersatz verklagt in Höhe des Kaufpreises, oder wir händigen ihm daas Auto aus.

Darf er das? Ist das Rechtens?

Vielen Dank für Ihre ergänzenden Mitteilungen!

Nein, das ist natürlich nicht rechtens, und Ihre Sohn schuldet keinen Schadensersatz!

Allein durch die Übersendung eines Angebotes - oder hier des vorgefertigten Kaufvertrages - kommt nämlich noch KEIN Vertrag zwischen Ihnen und dem Interessenten zustande.

Die Übersendung des Vertrages durch den Interessenten ist rechtlich die Abgabe eines Angebotes auf Abschluss eines Kaufvertrages. Dieses Angebot können Sie annehmen oder aber auch nicht!

Da Sie das Angebot des Interessenten aber gerade nicht ausdrücklich angenommen haben, ist gar kein Kaufvertrag begründet worden.

Weisen Sie daher sämtliche Forderungen der Gegenseite unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte und klare Rechtslage zurück.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben (Button: "Dem Experten antworten"), geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie bitte auf die Sterne/bzw. lachenden Smileys/Buttons).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Mein Sohn hat das Angebot aber zuerst angenommen.

Wenn Ihr Sohn das Angebot angenommen hat, und wenn er von Ihnen bevollmächtigt war, dann ist die Annahme des Angebots rechtlich auch bindend. Das bedeutet, dass in der Tat unter diesen Umständen ein Kaufvertrag entstanden ist. Dass dieser noch nicht unterschrieben wurde, ist rechtlich nicht erheblich, denn ein Kaufvertrag kann auch nur mündlich rechtswirksam geschlossen werden.

Von einem Kaufvertrag kann man auch nicht zurücktreten, denn es gilt der Grundsatz, dass einmal geschlossene Verträge auch einzuhalten sind. Rtwas anderes gilt nur, wenn Sie (oder Ihr Sohn) sich ausdrücklich einen Rücktritt vorbehalten hätten, wofür Sie aber nichts mitgeteilt haben.

Sie sind daher an den Vertrag rechtlich gebunden.

Geben Sie bitte abschließend eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.