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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Unser Enkelkind wurde in den USA geboren, als Kind unserer

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser Enkelkind wurde in den USA geboren, als Kind unserer Tochter mit deutscher Staatsbürgerschaft. Der Vater ist Amerikaner. Bei Geburt des Kindes waren die Eltern nicht verheiratet. Am Tag nach der Geburt wurde die amerikanische Geburtsurkunde ausgestellt und erfolgte die Vaterschaftsanerkennung - unser Enkelkind erhielt nach dem Willen der Eltern den Familiennamen des Vaters.
Beim Standesamt Berlin 1 beantragte unsere Tochter eine deutsche Geburtsurkunde, die ausgestellt wurde auf den Familiennamen des Vaters, geb. mit Familiennamen der Mutter.
Es wurde behauptet, daß das Kind am Tage der Geburt "noch keinen Vater gehabt" hätte, da die Vaterschaftsanerkennung erst am Folgetag erfolgte; somit könne es am Tage der Geburt auch nur den Familiennamen der Mutter gehabt haben, was mit der deutschen Geburtsurkunde dokumentiert werde.
Unsere Tochter legte Einspruch ein - erfolglos. Sie befürchtet spätere Schwierigkeiten mit der Personenidentität, wenn z.B. ein neuer Ausweis/Paß auszustellen sein wird.
Sehr geehrter Fragesteller,
Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:
War Ihre Tochter zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet und bestand keine gemeinsame Sorge mit dem Kindesvater, so wird nach § 1617a BGB der Name der Mutter der Geburtsname der Kinder.
Auf die Vaterschaftsanerkennung kommt es allein nicht an.
Nach deutschem Recht kann der Geburtsname nachträglich nur innerhalb von 3 Monaten nach der Begründung der gemeinsamen Sorge rückwirkend geändert werden.(§ 1617b BGB)
Da die Namensänderung offenbar nach amerikanischem und nicht deutschem Recht vorgenommen wurde, kann in Deutschland der Geburtsname leider rückwirkend nicht geändert werden.
Probleme dürfte es nicht geben, da sich aus der Geburts-/Abstammungsurkunde die Identität der Kinder auch namentlich ergibt.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Danke für die schnelle Antwort! Es bestand allerdings auch von Anfang an gemeinsame Sorge für das Kind.
Unsere 2. Enkeltochter wurde 1 1/2 Jahre später geboren - für sie wurde am Tage der Geburt die Vaterschaft und gemeinschaftliche Sorge festgestellt sowie der Familienname des Vaters als Name des Kindes beantragt. Muß unsere Tochter die gleiche Verfahrensweise erwarten, oder ist die Feststellung am Tage der Geburt dann namensbegründend für die deutsche Geburtsurkunde ?
Sehr geehrter Fragesteller,
nach deutschen Recht kann die gemeinsame Sorge bei unverheirateten nur durch eine sogenannte Sorgeerklärung begründet werden.
Wie dies nach amerkanischem Recht erfolgt, kann ich leider nicht sagen.
Wichtig ist aber, dass für jedes Kind gesondert die Sorge zu begründen ist.
Besteht die gemeinsame Sorge nicht schon bei der Geburt des Kindes, dann ist der Geburtsname immer der Name der Mutter.
Aus diesem Grund wird es für die andere Enkelin nicht anders werden.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.