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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17957
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin befristet beschäftigt und habe mich auf

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich bin befristet beschäftigt und habe mich auf eine unbefristete Stelle in meiner Abteilung beworben. Die Inhalte dieser unbefristeten Stelle übe ich bereits aus. Der BR hat - nach Ausschreibungsverfahren - der Einstellung eines externen Bewerbers zugestimmt. Damit liegt doch eine Benachteiligung meiner Person vor. Welche Möglichkeiten habe ich, dagegen vorzugehen.
Danke ***** ***** Grüße,
(ich möchte gerne anonym bleiben)
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:
Darf ich höflich fragen: wie genau sind Sie denn befristet ohne Sachgrund oder mit sachlichen Grund, wenn ja mit welchem Grund
Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Guten Tag Frau Schiessl,

ich bin mit Sachgrund befristet: Vertretung Elternzeit.

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank ***** ***** Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte:
Darf ich noch weiter fragen
Werde diese Stelle genau die Stelle, die sie nun mehr in Vertretung ausüben? Kommt die Person aus der Elternzeit nicht mehr zurück?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Nein. Die Person ist aus der Elternzeit zurück und erneut schwanger.

Während der Elternzeit haben sich die Aufgaben stark verändert. Es kam das Thema Talentmanagement hinzu, dass ich sehr erfolgreich aufgebaut habe. Für diesen Teil der Stelle wurde ausgeschrieben - Vollzeit, unbefristet.

Darauf bewarb ich mich.

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank ***** ***** Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte:
Zunächst einmal ist es verboten, sie allein deswegen zu benachteiligen, weil sie eine befristete Stelle ausgeübt haben:
Das ergibt sich aus Paragraph vier des Teilzeit und Befristungsgesetz es
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG)
§ 4 Verbot der Diskriminierung
(1) Ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden als ein vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht.
(2) Ein befristet beschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Befristung des Arbeitsvertrages nicht schlechter behandelt werden, als ein vergleichbarer unbefristet beschäftigter Arbeitnehmer, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Einem befristet beschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung, die für einen bestimmten Bemessungszeitraum gewährt wird, mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Beschäftigungsdauer am Bemessungszeitraum entspricht. Sind bestimmte Beschäftigungsbedingungen von der Dauer des Bestehens des Arbeitsverhältnisses in demselben Betrieb oder Unternehmen abhängig, so sind für befristet beschäftigte Arbeitnehmer dieselben Zeiten zu berücksichtigen wie für unbefristet beschäftigte Arbeitnehmer, es sei denn, dass eine unterschiedliche Berücksichtigung aus sachlichen Gründen gerechtfertigt ist.
So dann ist es so, dass ihre Befristung möglicherweise unwirksam ist, wenn sie nicht genau diese Stelle bekleidet haben, die entfallen ist.
Dann könnten sie nämlich vor dem Arbeitsgericht auf Entfristung klagen.
Es kommt ja auf den Arbeitsvertrag der vertreten Arbeitnehmerin an.
Allerdings deckt § 21 BEEG eine befristete Einstellung einer Ersatzkraft dann nicht mehr, wenn die Ersatzkraft zu Arbeiten eingesetzt wird, die die Mutter oder der Arbeitnehmer in Elternzeit selbst aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht hätte übernehmen können.
Das ist insbesondere der Fall, wenn die Übernahme der Aufgaben vom Arbeitsvertrag nicht gedeckt gewesen wäre oder wenn der zu vertretende Arbeitnehmer für die Aufgabe mehr als nur für eine "gewisse" Einarbeitungszeit qualifiziert werden müsste.
Das BAG verlangt ferner, dass die Aufgaben der Vertretung "einem oder mehreren vorübergehend abwesenden Beschäftigten, etwa durch eine entsprechende Angabe im Arbeitsvertrag, erkennbar gedanklich zuordnet werden".
Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dann können Sie 3 Wochen nach dem vereinbarten Ende des Arbeitsverhältnisses auf Entfristung klagen. Sie müssen allerdings darauf achten, dass sie diese Frist ganz genau einhalten. Nur einen Tag später und die Klage ist unzulässig
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
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Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

die unbefristete Einstellung der externen Person wurde bereits per Arbeitsvertrag zum 1.9. fixiert.

Mein Befristungsende ist der 31.12.. Eine Klage auf Entfristung nach Befristungsende käme doch zu spät, oder?

Was kann ich jetzt tun?

Danke ***** *****üße

Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank ***** ***** Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworte:
Das wird schwierig! Dann würde ich gegen den Arbeitgeber wegen Diskriminierung nach Paragraph vier Teilzeit und Befristungsgesetz klagen.
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrte Frau Schiessl,

danke.

Und wenn ich jetzt klage, was würde bzw. könnte ich erreichen?

Freundliche Grüße

Leider ist es so, dass alle Klagen die sie erheben, nur auf Schadensersatz gehen können, da der Arbeitgeber mit dem Bewerber bereits einen verpflichtenden Arbeitsvertrag geschlossen hat
Konkurrentenklagen, gegebenenfalls eine Besetzung verhindern gibt es nur im öffentlichen Recht, da dort der Arbeitgeber an Art. 33 des Grundgesetzes gebunden ist. Danach hat jeder entsprechend seinen Fähigkeiten Anspruch auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern.
Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Claudia Schiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.