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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 44821
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Fristlose kündigung bedingt durch hundehaltung haben ein ein

Diese Antwort wurde bewertet:

fristlose kündigung bedingt durch hundehaltung haben ein ein jähriges kind und sollen in einem monat ausziehen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Wie konkret wird denn die fristlose Kündigung begründet? Sind Sie denn schon schriftlich abgemahnt worden?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

uns wurde zum 15.5 eine abmahnung geschickt auf die wir reagiert haben und sagten das wir einen online anwalt zu rate gezogen haben und nicht ausziehn und uns auf das gesetz beziehn was sie uns mitteilten . darauf hin hörten wir nichts mehr und heute war von der wohnungsgesellschaft selbst der brief da wo drin steht das wir zum 31.07 bis 10 uhr die wohnung geräumt haben sollen

Vielen Dank für Ihre ergänzenden Mitteilungen!

Sie können die "Kündigung" zurückweisen, denn diese ist unwirksam!

Die Kündigung ist schon allein deshalb unwirksam, weil diese nicht begründet wird: Eine fristlose Kündigung des Mietvertragsverhältnisses muss aber den genauen Grund angeben, der zur fristlosen Kündigung berechtigen soll.

Schon daran fehlt es hier, so dass die Kündigung bereits aus formalen Gründen unwirksam ist.

Selbst wenn die Kündigung einen konkreten Grund angeben würde - in Ihrem Fall also Hundehaltung -, so wäre die Kündigung des Mietvertrages auch in der Sache selbst unwirksam, denn eine Kündigung des Mietvertrages darf nicht aufgrund der Haltung eines Haustieres durch einen Mieter erfolgen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes darf ein Vermieter die Haltung eines Haustieres eben NICHT untersagen! Etwas anderes gilt immer nur dann, wenn von dem Haustier eine Gefahr für andere Mitmieter ausgeht - wenn es sich also zum Beispiel um einen Kampfhund handelt, der für Mitmieter eine Gefahr darstellt.

Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall, so dass die Kündigung auch in der Sache selbst NICHT rechtens ist.

Ich rate Ihnen daher an, dass Sie die Kündigung umgehend schriftlich und unter Berufung auf die vorstehend erläuterte Rechtslage zurückweisen!

Gern stehe ich für Ihre Nachfragen über den Button "Dem Experten antworten" zur Verfügung.

Sollten Sie keine weiteren Nachfragen haben, geben Sie bitte Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (einmal auf einen der lachenden Smileys/Buttons klicken).

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

es wäre mir sehr anliegend wenn sie mir zum abschluß noch beantworten könnten ob ich das formular dann so abschicken könnte damit ich das richtig verstanden hab

Sehr geehrte Frau Elinor Naumann-Wiebach
Wir die Familie Uelpernich/Rein weisen ihre Kündigung zurück mit der Berufung
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes darf ein Vermieter die Haltung eines Haustieres NICHT untersagen! Etwas anderes gilt immer nur dann, wenn von dem Haustier eine Gefahr für andere Mitmieter ausgeht - wenn es sich also zum Beispiel um einen Kampfhund handelt, der für Mitmieter eine Gefahr darstellt.
Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall, so dass die Kündigung auch in der Sache selbst NICHT rechtens ist.
Die Kündigung ist schon allein deshalb unwirksam, weil diese nicht begründet wird: Eine fristlose Kündigung des Mietvertragsverhältnisses muss aber den genauen Grund angeben, der zur fristlosen Kündigung berechtigen soll.
Schon daran fehlt es hier, so dass die Kündigung bereits aus formalen Gründen unwirksam ist.
Selbst wenn die Kündigung einen konkreten Grund angeben würde - in Ihrem Fall also Hundehaltung -, so wäre die Kündigung des Mietvertrages auch in der Sache selbst unwirksam, denn eine Kündigung des Mietvertrages darf nicht aufgrund der Haltung eines Haustieres durch einen Mieter erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Familie Uelpernich/Rein

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Das Schreiben ist Ihnen gut gelungen! Einige Korrekturen habe ich eingearbeitet - Sie können das Schreiben dann so versenden:

"Sehr geehrte Frau Elinor Naumann-Wiebach,

hiermit weisen wir, die Familie Uelpernich/Rein, Ihre Kündigung zurück, denn diese ist unwirksam.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes darf ein Vermieter die Haltung eines Haustieres NICHT untersagen! Etwas anderes gilt immer nur dann, wenn von dem Haustier eine Gefahr für andere Mitmieter ausgeht - wenn es sich also zum Beispiel um einen Kampfhund handelt, der für Mitmieter eine Gefahr darstellt.
Das ist hier aber überhaupt nicht der Fall, so dass die Kündigung NICHT rechtens ist.

Die Kündigung ist zudem auch schon deshalb unwirksam, weil diese nicht begründet wird: Eine fristlose Kündigung des Mietvertragsverhältnisses muss aber den genauen Grund angeben, der zur fristlosen Kündigung berechtigen soll.

Schon daran fehlt es hier, so dass die Kündigung bereits aus formalen Gründen unwirksam ist.

Mit freundlichen Grüßen
Familie Uelpernich/Rein


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt