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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7724
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Sachlage: Erblasser Vater G. verstorben. Erben nach Testament

Diese Antwort wurde bewertet:

Sachlage: Erblasser Vater G. verstorben. Erben nach Testament Tochter J. und Sohn H. zu gleichen Teilen. Vater und Tochter wohnhaft Deutschland. Sohn H. wohnhaft Schweiz, nachverstorben am 05.11.2013. Sohn H. ließ die halbjährige Ausschlagungsfrist wortlos verstreichen , nahm das Erbe offiziell nicht an und beantragte zu Lebzeiten keinen Erbschein. Wir vermuten, dass er nichts mehr mit seinem Vater zu tun haben wollte.
Frage hat Sohn H. post mortem Anspruch auf das Erbe , bzw. eine familienfremde Frau, die er als Alleinerbin seines Nachlasses eingesetzt hat ? Gruß ***** *****

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Ein Erbanspruch besteht. Dieser muss nicht ausdrücklich angenommen werden. Das Erbe gilt als angenommen, wenn es nicht ausdrücklich ausgeschlagen wird. Danach ist der Sohn bzw. seine testamentarischen Erben Erben des Nachlasses von Ihrem Vater geworden.

2. Eine Verjährung des Erbanspruches der Nacherben richtet sich nach § 197 Abs. 1 Nr. 2 BGB. Danach verjährt der Herausgabeanspruch erst dreißig Jahre nachdem der Erbteil in Besitz genommen wurde.

3. Im Ergebnis besteht weiterhin ein Erbanspruch der Erbberechtigten des Sohnes H. Daran ändert aus Ihrer Sicht auch die Tatsache nichts, dass der Sohn keinen Erbschein beantragt hat.


Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


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Viele Grüße

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schröter, danke für Ihre Antwort.Noch eine Zusatzfrage: das Testament des Erblassers und seiner Frau stammt vom Jahre 1976. Seit damals haben sich die Vermögensverhältnisse positiv verändert. Aus Dokumenten wäre aber nachweisbar, dass es Wille der Erblasser war, dass ihr Vermögen in der eigenen Familie bleibt und nicht an familienfremde Dritte ( Alleinerbin des Sohnes H. nach dessen Testament ) fällt.Kann man da " einhaken ? Gruß J.Günther

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Der wirkliche Wille wäre nur dann einschlägig, wenn der Sohn vor dem Vater verstorben wäre.

Ist dies nicht der Fall, ist der Sohn Erbe geworden. Die Ehefrau des verstorbenen Sohnes ist nicht Erbin des Schwiegervaters sondern ihres Mannes, so dass der Wille der Eltern sich leider nicht auswirkt.

Ich bedaure Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

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Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Die Alleinerbin des verstorbenen Sohnes ist nicht seine Ehefrau, sondern eine Frau, die sich bei ihm auf 29 Jahre einquartiert hatte.

Der Sohn ist Erbe geworden. Hat dann auch trotzdem diese familienfremde Frau ein Anrecht auf das Vermögen der Eltern ?

Die Lebensgefährtin des verstorbenen Sohnes leitet ihr Erbrecht aus dem Testament ab.

Daher hat diese ein Anspruch auf das Erbe des verstorbenen Sohnes.

Viele Grüße
RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.