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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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Betr. Vertragsrecht Werte Damen und Herren, ich habe ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Betr. Vertragsrecht
Werte Damen und Herren,
ich habe ein Privatdarlehen von 11000€ mit Grundschuldeintragung vergeben. Rückzahltag ist der 10.10.2015. Die Kündigungsfrist beträgt 6 Monate.
Frage 1: Muss ich bei einer Kündigungsfrist die Kündigung jetzt ( also 6 Monate vor Ablauf des Darlehens ) aussprechen oder bis zum 10.10. warten und dann das Darlehen kündigen und noch 6 Monate warten ?
Frage 2: Der Gläubiger besitzt z.Zt. kein Barvermögen und kann mir das Geld nicht zurückzahlen. Die Grundschuld bezieht sich auf eine Eigentumswohnung die er aber nicht verkaufen will. Wie wäre dann meine weitere Vorgehensweise ???
Vielen Dank ***** ***** für Ihre Antwort !!!!
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

1.) Wenn für die Rückzahlung des Darlehens ein bestimmter Zeitpunkt vorgesehen ist - wie in Ihrem Fall der 10.10.2015 -, so ist der Darlehensgeber - hier also Sie - während der festen Vertragslaufzeit zur ordentlichen Kündigung nicht berechtigt. Soweit nämlich das Darlehen - wie hier - befristet gewährt wurde, ist es mit dem Ablauf des letzten Tags der Frist zur Rückzahlung fällig.

Das bedeutet, dass das Darlehen mit Ablauf des 10.10.2015 ohne weiteres zur Rückzahlung fällig sein wird - und zwar auch ohne eine entsprechende Kündigungserklärung Ihrerseits. Die Kündigung des Darlehens wäre rechtlich nur möglich, wenn Sie einen unbefristeten Darlehensvertrag geschlossen hätten - was hier aber gerade nicht der Fall ist! Auf die 6-monatige Kündigungsfrist kommt es hier also überhaupt nicht an - das Darlehen ist nach dem 10.10. ohne weiteres zur Rückzahlung fällig.

2.) Sollte keine freiwillige Rückzahlung erfolgen, so gewährt Ihnen die Grundschuld einen Anspruch auf Zwangsvollstreckung - § 1147 BGB: Das bedeutet, dass Sie bei nicht freiwilliger Zahlung die ETW im Wege der öffentlichen Zwangsversteigerung der Verwertung zuführen lassen können, um wieder zu Ihrem Geld zu kommen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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