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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 29104
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine in juristischen wie

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine in juristischen wie auch geschäftlichen Dingen völlig unerfahrene, jedoch voll geschäftsfähige 82-jährige Mutter (Rentnerin) hat am 15.10.2014 einen Hausverwaltervertrag für ihre 6 Mietobjekte mit Beginn 01.12.2014 (Laufzeit 1 Jahr) unterschrieben, den sie sofort widerrufen will.
Meine Frage: Gibt es bei Hausverwaltungsverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht?
Was ist jetzt zu tun?
Freundliche Grüße
Uwe Treiber, 79219 Staufen im Breisgau
Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank ***** ***** Anfrage.
In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:
Darf ich Sie höflich fragen:
Warum soll denn der Vertrag widerrufen werden? Liegt eine Täuschung vor?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

meine Mutter wurde von meinem seit 2003 manisch-depressiv erkrankten und unter Betreuung stehenden Bruder, der seit ca. 3 Wochen bei ihr wohnt, zum Vertragsabschluss überredet. Es besteht die Vereinbarung, dass solch

wichtige Angelegenheiten nicht entschieden werden, ohne vorher juristischen Rat eingeholt zu haben.

Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Klarstellung.
Ein gesetzliches Widerrufsrecht speziell für Hausverwalterverträge gibt es nicht. Der Gesetzgeber will grundsätzlich dass unterzeichnete Verträge Wirksamkeit entfalten.
Eine Ausnahme besteht lediglich für bestimmte Verträge nämlich Verträge die als Fernabsatzverträge abgeschlossen werden oder aber in einer Haustürsituation.
In beiden Fällen gewährt der Gesetzgeber dem Verbraucher ein Widerrufsrecht in §§ 312 ff BGB.
Allein die Tatsache, dass Ihre Mutter von Ihrem Bruder zum Vertragsschluss überredet wurde gibt kein Recht sich vom Vertrag zu lösen.
Es bestünde allein die Möglichkeit den Vertrag anzufechten wegen Irrtums oder arglistiger Täuschung nach §§ 119, 123 BGB.
Voraussetzung für eine solche Anfechtung ist aber, dass Ihre Mutter durch den Verwalter arglistig getäuscht wurde oder aber sie sich über wesentliche Umstände des Vertrages geirrt hatte.
Eine solche Anfechtung hätte dann zur Folge dass der Vertrag unwirksam wird. Bei der Anfechtung wegen Irrtums müsste allerdings Ihre Mutter dem Verwalter den Vertrauensschaden (entgangener Gewinn) ersetzen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,

mit welchem Betrag müsste man da rechnen, wenn die monatliche Verwaltergebühr inkl. Mwst. ca. 900,- EUR beträgt und der Verwaltervertrag eine Laufzeit von 12 Monaten hat.

Sehr geehrter Ratsuchender,
das lässt sich nur dann ermitteln, wenn der Verwalter seine Gewinnsituation offen legt.
Gewöhnlich ist anzunehmen, dass der Gewinn bei 50% liegt. Sie müssten also mit der Hälfte der Verwaltergebühren rechnen.
Was die Verwaltervergütung selbst anbelagt, so können Sie von folgenden Grundsätzen ausgehen:
Die Vergütung beträgt üblicherweise bei Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums ca. 15 bis 25 EUR pro Wohneinheit und Monat, ca. 3 bis 5 EUR pro Garage/Stellplatz und Monat; bei Verwaltung des Sondereigentums ca. 5 % der Miete.
Liegt nun der Verwalter 100% über diesen Gebühren so ist von einer Sittenwidrigkeit des Vertrages nach § 138 BGB und somit von der Nichtigkeit auszugehen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Sehr geehrter Ratsuchender,
habe ich Ihre Fragen beantwortet?
Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
Ansonsten fragen Sie gerne nach!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt