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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27846
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe im Dezember 3 Artikel zu je 1,99 EUR

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
ich habe im Dezember 3 Artikel zu je 1,99 EUR verkauft. Im vorgegeben Zeitrahmen und auch auf Zusendung einer Zahlungserinnerung durch ebay zahlte der Käufer nicht. Letztendlich wurde der Vorgang von ebay geschlossen.
Der Käufer reagierte danach erst und wollte seine Ware noch habe; ich wurde von ebay darüber informiert, dass er immer noch ein Anrecht darauf hat.

Dieses erläuterte er mir auch in einem Scheiben und drohte mit dem Anwalt. Das hat mir zwar nicht gefallen; aber ich habe ihm die Ware (unversichert) an die angegeben DHL-Packstation gesendet.

Der Käufer behauptet, er habe die Ware nicht bekommen. Ich behaupte, dass das nicht stimmt, kann es aber nicht beweisen, da unversicherte Zustellung.
Der Betrag habe ich ihm daraufhin erstattet, da ich die Ware kein 2. Mal zur Verfügung habe und ihm auch keine Alternativ-Ware zusenden kann.
Ich habe in meinem ebay-Shop meine Damen-Bekleidung ausverkauft, weil ich nur noch Schmuck mit allem was dazu gehört, verkaufe.

Das habe ich auch dem Anwalt des Käufers so mitgeteilt, aber dieser unterstellt mir in seinen Schreiben, dass ich meine Pflicht nicht erfüllt hätte und auch nicht wolle.
Das ist wirklich eine bösartige Unterstellung.

Der Anwalt teilt mir jetzt mit, dass der Käufer Ersatz möchte und sich irgendwo Ersatz kaufen wird und ich hätte den Differenzbetrag zu zahlen.

Da ich meine Damen-Bekleidung ausverkauft habe, habe ich die Artikel zum Ersteigern mit 1,99 EUR eingesetzt. Der Käufer hatte Glück und ersteigerte dann diese 3 Bikinis für je 1,99 €.

Jetzt brauche ich Hilfe.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Haben Sie denn damals als der Käufer nicht zahlte den Vertragsrücktritt erklärt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag,


 


nein, das habe ich nicht, weil ebay mir mitteilte, dass der Käufer auch nach Schließung des sog. "Falles" bei ebay noch Anspruch auf die Ware hat. Er hätte durch den Kauf bei ebay einen Kufvertrag mit mir abgeschlossen. Ich war also verpflichtet, ihm die Ware zuzusenden.


 

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Nachdem der Käufer die Ware nicht gezahlt hatte hätten Sie ihm eine Frist setzen und nach Ablauf der Frist vom Kaufvertrag zurücktreten können.

Sie haben dies leider nicht getan, sondern den Kaufvertrag freundlicherweise weiter erfüllt.

Vom Grunde her hat der Anwalt des Käufers recht. Wenn Sie trotz Vertrag und Aufforderung nicht liefern kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz nach § 280 BGB verlangen.

Sie haben jedoch dann eine Chance wenn Sie die Versendung der Ware beweisen können. In diesem Falle wäre die Gefahr des Untergangs oder des Verlustes auf den Käufer nach § 447 BGB übergegangen.

Denn:

Die Gefahr des zufälligen Untergangs geht schon mit der Auslieferung der Sache an die Transportperson auf den Käufer über.

Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass Verbindlichkeiten (also die Übergabe der Kaufsache) „an sich“ Holschulden sind (§ 269), bei denen die Gefahr gemäß § 446 S 1 beim Verkäufer übergeht, und dass der Verkäufer keinen Nachteil erleiden soll, wenn er sich auf Verlangen des Käufers bereiterklärt, diesem die Sache zuzuschicken (RGZ 96, 258, 259; OLG Koblenz NJW 1947/48, 477, 478; Soergel/U. Huber, 12. Aufl 1991, Vor § 446 Rn 19, § 447 Rn 4).

Wenn Sie also beweisen können, dass Sie die Sache versandt haben, so haften Sie nicht. Ansonsten müssen Sie leider Schadensersatz leisten.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag,


 


wes heisst denn :


 


Wenn Sie also beweisen können, dass Sie die Sache versandt haben, so haften Sie nicht. Ansonsten müssen Sie leider Schadensersatz leisten.


 


Heisst Schadensersatz Erstattung des Kaufbetrages inkl. Versandkosten? Denn ich habe ja keine Ware mehr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Nein, dass bedeutet dass der Käufer den Betrag verlangen kann, den er für eine anderweitige Besorgung des Kaufgegenstandes mehr aufwenden muss.

Das bedeutet, wenn der Käufer den Kaufgegenstand anderweitig nur zu einem Preis von 10 EUR erwerben kann, dann schulden Sie die Differenz zwischen den 10 EUR und den 1,99 als Schadensersatz. Den Kaufbetrag und die Versandkosten müssen Sie leider zusätzlich zurückerstatten.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



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