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hsvrechtsanwaelte, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, Ich habe meine

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Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Ich habe meine Wohnung an einen Vater mit erwachsener Tochter vermietet. Mit den Mietern bin ich sehr zufrieden, denn die Wohnung ist Top in Schuss. Die Miete erhalte ich vom Jobcenter - pünktlich zum 1. jeden Monats. Nun habe ich allerdings das Problem, dass eine Nachzahlung in Höhe von 700,-€ fällig geworden ist, was ich meinem Mieter Ende Mai mitgeteilt habe. Einige Tage später erhielt dann mein Mieter ein Schreiben, dass er die Einzelkostenabrechnung einreichen solle. Da diese längst bei meinem Mieter lag, mir dieser glaubhaft Versicherte, diese auch weitergereicht zu haben und wir im letzten Jahr bereits ein ähnliches Schreiben erhalten haben, welches seitens des Jobcenters jedoch nicht verfolgt wurde, wandte ich mich nun direkt an die Sachbearbeiterin, um ein für alle mal zu klären, welche Papiere sie zusätzlich benötige. Ich erhielt jedoch erst eine Antwort, als ich mich, da ich wiederholt keine Antwort erhielt, an den Teamleiter der Dame wandte. Mit Diesem er Schreiben des Jobcenters sprach ich bei unserer Hausverwaltung vor, da mir noch immer nicht klar war, was sie von mir verlangt, nach wie vor war von einer "Einzelkostenabrechnung" die Rede, damit "sie feststellen können, ob mein Mieter einen zu hohen Verbrauch habe". Auch die Hausverwaltung konnte damit nichts anfangen, da die Abrechnung sehr detailliert ist. Die monatliche Erhöhung der Nebenkosten wurden übrigens inzwischen vom Jobcenter akzeptiert und werden bereits seit Anfang Juni in der veranschlagten Höhe gezahlt. In meiner Verzweiflung sendete ich nochmals ALLE Unterlagen, die ich meinem Mieter bereits eingereicht atte und die mir noch in Kopie vorlagen an das Jobcenter mit dem Hinweis, dass weder ich noch unsere Hausverwaltung andere Unterlagen haben. Dies ist nun 4 Wochen her und ich habe trotz gesetzter Frist nichts vom Jobcenter gehört, d.h. mir fehlen noch immer 700,-€.
Meine Frage ist nun, was ich tun kann und welche rechtliche Handhabe ich habe, um an mein Geld zu kommen. Ich möchte den Mieter ungern verlieren, da ich, wie schon gesagt, sehr zufrieden mit ihm bin. Bin aber auf der anderen Seite auch nicht bereit, dieses Theater jedes Jahr mitzumachen und mit Hunderten von Euros über Monate in Vorkasse zu treten. Ich hoffe, Sie können mir einen Tip geben.
Mit freundlichen Grüßen
K. Zimmermann
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Über die Vorauszahlungen für Betriebs- bzw. Nebenkosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen.

Dieses gilt mietvertraglich, die Betriebskosten sind einzelnen für den Mieter auszurechnen und aufzustellen.

Es ist sodann gleichfalls für den Bedarf des ALG-II-Empfängers für Unterkunft und Heizung relevant.

Die Angemessenheit der Kosten für Unterkunft und Heizung muss vom JobCenter überprüft werden können.

Warum dieses hier nicht möglich sein sollte, kann ich mir auch nicht erklären, zumal Sie alle Unterlagen vorgelegt haben.

Sie müssten mit Ihrem Mieter sprechen, dass er das JobCenter eine weitere und letzte Frist setzt, damit er und Sie die Nachzahlungen ersetzt erhalten.

Zur Not muss die Sache vor dem Sozialgericht von Ihrem Mieter eingeklagt werden - er ist der Leistungsempfänger, der allein klagebefugt ist.

Ist ein Antrag auf Vornahme des Verwaltungsakts (Anerkennung und Auszahlung der mietrechtlichen Nachzahlung) ohne zureichenden Grund in angemessener Frist sachlich nicht beschieden worden, so ist die Klage nicht vor Ablauf von sechs Monaten seit dem Antrag auf Vornahme des Verwaltungsakts zulässig.

Danach kann direkt geklagt werden, ohne ein außergerichtliches Vor- bzw. Widerspruchsverfahren als gesondertes Rechtsmittelverfahrens durchgeführt werden müsste.

Sie hingegen könnten gegen Ihren Mieter klagen, müssten aber damit aber rechnen, die Zahlung nicht vollstrecken zu können. Zudem wollen Sie dieses ja auch nicht; Ihr Mieter hat wie oben beschrieben vorzugehen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Bewertung meiner Antwort.

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Vielen Dank XXXXX XXXXX Bewertung meiner Antwort. Es freut mich, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

haben Sie noch irgendwelche Nachfragen?

Ansonsten bitte ich höflich darum, meine Antwort zu bewerten. Vielen Dank.
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