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RA Schröter
RA Schröter, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7724
Erfahrung:  12 Jahre Erfahrung als Rechtsanwalt
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RA Schröter ist jetzt online.

Meine Frage lautet: Ich arbeite als Lehrerin an einer Realschule

Beantwortete Frage:

Meine Frage lautet: Ich arbeite als Lehrerin an einer Realschule und mache seit 20Jahren Videofilme mit meiner privaten Kamera. An 2 vorherigen Schulen habe ich meine privaten Filme der Schule, Kollegen und Schülern zur Verfügung gestellt -entweder sollten sie einen DVD-Rohling mitbringen oder 0,50cent als Gegenwert mitbringen- und war so etwas wie ein Chronist für Schulfeste, Schüleraufführungen, Unterrichtsstunden usw. Eltern, Schüler und Kollegen haben sich immer sehr gefreut und mir ihren Dank ausgesprochen, denn schließlich steckt auch eine sehr zeitauffändige Arbeit darin. Einige Filme habe ich auch dem zuständigen Schulrat zur Verfügung gestellt, was zur Folge hatte, dass er ihn im Amt gezeigt hat und die Arbeit der Schülerlotsen gewürdigt werden konnte und Gelder für eine Weihnachtsfeier nicht gestrichen wurden. Es gab nie irgendwelche Probleme. An der jetzigen Schule glauben 2Kolleginnen,mir vorschreiben zu können, was ich mit meinen privaten Filmen mache. Natürlich werde ich nichts im Internet veröffentlichen, sondern nur den Schülern und ihren Familien zur Verfügung stellen, die selbst aufgetreten sind. Den Film möchte auch hier wieder die Schule für ihre Homepage haben. Ich bin der Meinung, dass ich meine privaten Filme als Kopie zur Freude Anderer weitergeben darf, denn ich verkaufe sie ja nicht. Ich muss auch meine 2 übereifrigen Kolleginnen nicht fragen. Es ist meine Verantwortung. MfG B.Schöle
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Wenn die betreffenden Kolleginnen in der Videoaufnahme deutlich zu erkennen sind und nicht nur in einer Gruppe abgebildet wurden, besteht auch für die private Verbreitung die Erforderlichkeit der Zustimmung der Abgebildeten. OLG Frankfurt ( AZ: 11 U 21/08)

Sollten Sie sich über die fehlende Zustimmung hinwegsetzen, besteht ein Unterlassungsanspruch. Insoweit können Sie auch erwägen, die beiden Kolleginnen in dem Film unkenntlich zu machen oder die Passagen zu entfernen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren. Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen muss ich Sie darauf aufmerksam machen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nach deutschem Recht unzulässig ist. Mit der Beantwortung Ihrer Anfrage auf dieser Plattform sind Sie zur Zahlung des von Ihnen ausgelobten Einsatzes verpflichtet.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Kolleginnen beschweren sich nicht grundsätzlich über die Weitergabe, sondern wollen sagen, dass man auch die Schüler fragen sollte, was ich auch getan habe. Es ist bestimmt so,dass ich nicht alle befragt habe,denn das würde bedeuten,dass ich auch alle Eltern,Techniker usw. fragen müsste,die ich nicht kenne.Viele Eltern haben auch selber fotografiert und gefilmt.Diese müssten sich ja auch alle untereinander fragen,wenn sie die Filme austauschen. Wenn die Schule den Film selbst ins Netz stellt,müsste ich ja theoretisch nein sagen,oder? Wenn man filmen und fotografieren erlaubt, weiß man doch auch,dass man auf dem Film drauf ist.Ich stelle selbst nichts ins Netz, das macht dann der Kollege mit seiner Arbeitsgemeinschaft.Also ist es doch dann in der Verantwortung der Schule oder der entsprechenden Familie,wenn jemand anderes das ins Netz stellt.
Experte:  RA Schröter hat geantwortet vor 6 Jahren.
Wenn in der Vergangenheit die Schüler und Eltern mit der Weitergabe der Filme kein Problem haben, wird man dies auch für künftige Filme so unterstellen können. Dies gilt umso mehr als dies erlaubt bzw. dem nicht widersprochen wurde, außer es wurde jemand in Unkenntnis der Filmerstellung gefilmt.

Das ins Netz stellen hat sicherlich noch mal eine andere Qualität, jedoch sind dann die Personen verantwortlich, die die Filme ins Netz stellen.

Viele Grüße
RA Schröter und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.