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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4378
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
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Guten Abend Bin mit meiner Tochter am Steuer in Deutschland

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend
Bin mit meiner Tochter am Steuer in Deutschland geblitzt worden. Gemäss der deutschen Polizei waren wir 23km/h zu schnell. In einem Anhörungsbogen musste ich bestätigen, dass die Angaben über mich und Fahrzeug stimmen. Ausserdem sollte ich, falls ich nicht gefahren bin, Angaben zum Fahrer machen, was ich unterlassen habe, da es sich um Familie handelt. Nun wurde ich zu einer Anhörung bei der Schweizer Polizei per Telefon eingeladen, wo ich befragt werden soll. Die Busse beläuft sich auf EUR 70. Nun bin ich sehr irritiert, warum ich wegen knapp 100 Franken Busse zu einer Befragung durch die Polizei erscheinen muss. Ausserdem verstehe ich nicht, warum ich Angaben zu meiner Tochter machen muss. Die Busse werde ich natürlich bezahlen. Muss diese Anhörung sein und muss ich meine Tochter als Fahrerin benennen? Was hat das für Konsequenzen für sie?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort und Unterstützung!
Freundliche Grüsse
Heidi Kunz

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Sie müssen als Beschuldigter nach deutschem und wohl auch schweizer Recht keine Angaben zur Sache machen, also auch nicht bei der Polizei erscheinen. Denn eine Beschuldigtenbefragung wäre nichts anderes, als dass Sie Angaben zur Sache machten.

Sie müssen auch Ihre Tochter als nahe Angehörige nicht belasten, falls Sie als Zeuge gehört werden sollen.

Es ist allein Sache der Polizei zu beweisen, wer den Geschwindigkeitsverstoß begangen hat, also wer das Fahrzeug geführt hat. Hierzu müsste die Polizei die Person ermitteln, die auf dem Foto zu erkennen ist. Die Polizei könnte hiezu möglicherweise direkt bei Ihnen vor Ort erscheinen in der Hoffnung, die Person anzutreffen, die auf dem Foto zu sehen ist.

Ist der Polizei die Ermittlung des Fahrers nicht möglich, kann es sein, dass der Fahrzeughalter, also Sie, die Auflage bekommt, ein Fahrtenbuch zu führen, in dem jeweils zu vermerken ist, wer zu welchem Zeitpunkt das Fahrzeug geführt hat. Aber das würde wohl nur Deutsche betreffen.

Falls Sie angeben, dass Ihre Tochter gefahren ist, wird Sie die Buße zahlen müssen. Andere darüber hinausgehende Konsequenzen sind für mich nicht ersichtlich.


Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.