So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Kr...
Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5126
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich bin Miteigent mer eines Gemeinschaftsgrundst ckes einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin Miteigentümer eines Gemeinschaftsgrundstückes einer Bruchteilsgemeinschaft. Vor 30 Jahren wurden meinem Eigentum 2/28 stel am Bruchteilseigentum zugeordnet, die auch im Grundbuch eingetragen sind. Das Gemeinschaftsgrundstück wird von beauftragten Dienstleistungsunternehmen gepflegt und die Kosten entsprechend den BTG-Anteilen, in meinem Fall zu 2/28stel umgelegt.
Auf einer Eigentümerversammlung ist der Antrag gestellt worden die Eigentumsanteile neu zu regeln, da in der Vergangenheit wohl falsch gerechnet wurde.
Es wurde ein Beschluß gefasst, wonach ich nun 3/30stel Eigentumsanteil haben soll und auch die entsprechenden Kosten zu tragen habe.
Ich selber konnte an der Versammlung nicht teilnehmen. Ist ein solcher Beschluß, durch Mehrheitsbeschluß auf einer Eigentümerversammlung zulässig, auch wenn nicht alle Eigentümer an der Versammlung teilgenommen haben?
Wenn der Beschluß zulässig und rechtskräftig ist, muß dann nicht auch eine Anpassung/Änderung im Grundbuch erfolgen?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Einschätzung.

Horst Borm

Vielen Dank für Ihre Frage, zu der ich gerne aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung informatorisch Auskunft gebe wie folgt.

Für mich ist nicht nachollziehbar, wie ein Beschluss über die Größe der Bruchteile am Grundstück entscheiden soll.

Meiner Einschätzung nach kann durch Stimmenmehrheit darüber entschieden werden, wie das Grundstück genutzt und verwalten werden soll. Aber es kann nicht darüber abgestimmt werden, wie groß die jeweiligen Bruchteile der Miteigentümer sind. Die Bruchteile müssten feststehen. Eine Änderung kann nur durch Zustimmung des jeweiligen Bruchteilseigentümers wirksam sein.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Die Bruchteilsanteile am Gemeinschaftsgrundstück wurden bei Erstellung der Wohnanlage (1981) festgelegt. Nach welchem Verfahren ist für mich leider nicht nachvollziehbar, da ich nicht Ersteigentümer bin.

Heute will man es wie folgt berechnen: Man sagt es gibt 15 Garagen (stehen allerdings auf den jeweiligen Alleineigentum der Eigentümer) und 15 Stellplätze (die befinden sich tatsächlich auf dem Gemeinschaftseigentum) und errechnet somit 30 Bruchteilsanteile (?).

Die Hauszeile besteht aus 8 Reihenhäuser, die Eckhäuser haben jeweils 2 Wohnungen und die Mittelhäuser jeweils 3 Wohnungen. Bisher haben die Mittelhäuser 4/28stel Anteil am BTG-Grundstück gehabt und die Eckhäuser jeweils 2/28stel. Jetzt teilt man es in 30stel auf und die Eckhäuser erhalten einen anteil mehr und natürlich auch die entsprechenden Erhaltungs-Kosten.

Der Beschluß ist auch im juni rückwirkend beschlossen worden. Die Kosten sollen also ab dem 1.01.2011 nach der neuen Berechnung geteilt werden.

Ich verstehe Sie so , dass dies nicht zulässig ist und ich einen Anwalt aufsuchen sollte. Muß ich den Beschluss anfechten lassen, oder ist sein zustandekommen rechtlich garnicht zulässig?

 

MfG

 

Horst Borm


Meiner Einschätzung nach stehen die Bruchteile, so wie sie damals festgelegt worden sind, fest. Maßgeblich ist das, was im Grundbuch steht.

Der Beschluss muss angefochten werden und gegebenenfalls durch ein Gericht überprüft werden, wenn keine Einigung mit den Miteigentümern erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.