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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17511
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Meine Ex-Aff re hat gegen mich eine einstweilige Verf gung

Beantwortete Frage:

Meine "Ex-Affäre" hat gegen mich eine einstweilige Verfügung erwirkt.
Mir wird u. a. Nachstellen, Beleidigung, Bedrohung vorgeworfen. Als Beweis hat er Sms beigefügt, aus denen die Beleidigung hervorgeht. Aufgrund der vielen Sms entstand der Vorwurf der Nachstellung. Die Bedrohung geht aus der Sms "Du hast dich mit einem Gegner angelegt, der schon mehrere Kriege gefochten hat." Denn, was er nicht angegeben hat, er hat mir eine Sms geschrieben, ich solle mit meinen Rachezügen aufhören, sonst wird er gegen mich vorgehen und mich "fertig machen". Darauf dann meine Antwort. Mit Rache meint er: Ich habe mich mit seiner Freundin unterhalten. Aufgrund dessen hat sie sich von ihm getrennt.

In der Verfügung hat er außerdem Taten aufgeführt, die nicht direkt auf mich zurückzuführen sind, er aber die Vermutung hat, dass ich sie begangen habe. Z. B: Briefkasten aufbrechen, Kondome auf sein Auto legen, unterdrückte Anrufe aus sein Handy. Teilweise kann ich, aufgrund von Zeugen, beweisen, dass ich diese Taten nicht durchgeführt habe.

Allerdings bleibt auf jeden Fall die Beleidigun bestehen.

Zu dem Verhältnis zwischen ihm und mir:
Wir haben bis 09.2010 zusammen studiert.
Am 05.03.11 haben wir uns auf einer Party wiedergesehen. Wir haben die Nacht verbracht. Dadurch ist eine 2,5 Monate lange Affäre entstanden. Er lebte in einer Beziehung, ich auch. Relativ schnell stellte sich heraus, dass wir mehr als nur eine Affäre wollten. Wir haben über die Zukunft gesprochen und darüber, wann wir uns von unseren Partnern trennen und wie es dann weiter geht. Er war mehr der Meinung, wir sollten sofort zusammen ziehen. Mir fiel dieses Doppelleben irgendwann schwer und ich sagte ihm, er solle sich entscheiden. Entweder gegen mich oder für mich, aber endlich eine Entscheidung treffen. Ich sagte ihm irgendwann, ich hätte mich von meinem Freund getrennt. Auf einmal, wie aus dem Nichts heraus, sagte er mir, dass er nichts mehr wolle.Weder die Beziehung zu mir, noch die zu seiner Freundin. Er wolle gar nichts mehr. Ich hatte mich bis dahin von meinem Freund getrennt und war dabei, auszuziehen.

Aufgrund des Unverständnisses und der Trauer, da ich sehr in diesen Mann verliebt war, kam ich mit dem Verlauf der Situation nicht klar. Es war für mich absolut unverständlich, warum er die Beziehung zu mir plötzlich nicht mehr wollte. Obwohl er vorher immer das Gegenteil behauptet hat, weshalb ich überhaupt diese Konsequenzen für mich gezogen habe.
Kurze Zeit später kam es dann zu dem Gespräch mit seiner Freundin, in dem ich erfuhr, dass er die ganze Zeit über zu ihr ebenfalls eine Beziehung geführt hat, mit ihr geschlafen hat und er somit nicht nur sie, sondern auch mich betrogen hat.
Da es aber nur eine Affäre war, konnte ich mit dem Problem nicht offen leben. Ich musste alles für mich selber überwinden, was ich nicht geschafft habe. Es tat alles zu weh. Irgendwann habe ich mir gedacht, dass er der Auslöser meiner Gefühle (positiv wie negativ) sei und ich somit meine Gedanken an ihn richten sollte, um mit dem Problem umgehen zu können. Denn durch nicht drüber sprechen, konnte ich die Sache nicht verarbeiten. Dadruch sind die vielen Sms entstanden. Zwar hat er mir gesagt, ich soll mich nicht mehr melden. Dies aber, weil es ihm dadurch schlecht ginge. Ich habe mir natürlich gedacht, warum soll ich auf ihn Rücksicht nehmen, wenn er doch der Verursacher ist, der sich so asozial verhalten hat. Und vor allem ging es mir dabei schlecht. Also hab ich ihm weiter Sms geschrieben, damit es mir besser geht. Ich sah keinen Grund mehr, auf ihn Rücksicht zu nehmen.

Nun habe ich folgende Probleme:
Zum einen Verfahrenskosten, welche sich bisher auf 1000 Euro belaufen.
Das Verfahren an sich, ich habe keine Rechtschutzversicherung.
Ich bin Polizeibeamten, er auch. Noch habe ich keine gegen mich gerichtete Anzeige erhalten. Da ich noch nicht Beamtin auf Lebenszeit bin, habe ich Angst, dadurch gekündigt zu werden.

Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich kenne mich mit Zivilrecht nicht aus und habe keine Ahnung, wie so ein Verfahren abläuft. Ich möchte, dass die Verfügung nicht mehr bestehen bleibt. Zum einen hat der Richter einen Höchstsatz von 250.000 Euro festgesetzt, bei Missachten der Auflagen. (10 Meter Abstand halten, nicht Beleidigen, nicht Bedrohen, keine Kontaktaufnahme). Zum anderen überschneidet sich das Leben von dem Antragsgegner und mir in einigen Bereichen. Er wohnt einen Ort weiter, er ist (zwar in einer anderen Behörde), aber auch bei der Polizei, er ist im selben Fitnessstudio und wir haben gemeinsame Bekannte.
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass das Gericht eine einstweilige Verfügung ohne Termin erlassen hat?

Dagegen sollten Sie umgehend Widerspruch einlegen.

Dann kommt es zu einer Verhandlung und Sie können das Gegenteil beweisen und somit die Vorwürfe entkräften.

Der Satz von 250T soll nur dafür stehen, dass Sie abgeschreckt werden, solche Taten erneut zu begehn - vorausgesetzt der Vorwurf ist überhaupt haltbar.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin

 

Ich muss leider sagen, dass ich über ihre Antwort etwas enttäuscht war.

Sie haben mir geschrieben, dass ich Widerspruch einlegen soll. Dann könnte ich vor Gericht das Gegenteil beweisen.

 

Ich hatte ihnen aber geschrieben, dass ich keine gegenteilige Beweise habe. Zumindest nur sehr wenige, die lediglich belegen, dass die Affäre viel länger andauerte, als der Antragssteller angab. Nicht aber gegenteilige Beweise für die Beleidigungen und die Bedrohungen, da ich alles gelöscht hatte.

 

Außerdem habe ich ihnen geschrieben, dass ich keine Rechtschutzversicherung habe.

Ich weiß daher nicht, ob es sinnvoll ist, vor Gericht zu gehen. Ohne Anwalt und ohne Beweise. Und ich weiß auch nicht, ob ich dafür einen Anwalt nehme oder ob die Kosten viel zu hoch sind und ich sie nicht tragen kann. Denn, soweit ich weiß, trage ich auch die gegnerischen Kosten, sollte ich den Fall verlieren.

 

Aufgrund dessen war ihre Anwort nicht auf meine gestellten Fragen gezielt.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 8 Jahren.
Haben Sie Nachfragen?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und darf Sie bitten, meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten.

Durch die Akzeptierung wird meine Tätigkeit Ihnen gegenüber bezahlt. Dies ist insbesondere unter Berücksichtigung berufsrechtlicher Aspekte erforderlich, da eine kostenlose Rechtsberatung in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ich danke XXXXX XXXXX und stehe für Rückfragen und eine weitergehende Beauftragung natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

raschwerin und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.