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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 385
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

mein Lebenspartner ist am 8.5. auf einem deutschen Schiff in

Beantwortete Frage:

mein Lebenspartner ist am 8.5. auf einem deutschen Schiff in der Karibik gestorben. Er hat mündlich mit den 3 Gästen an Bord darüber gesprochen, daß er mir im Falle seines Todes alles vererbt. Dies ist nun tatsächlich eingetreten. Was ist erforderlich, dieses Recht wahrzunehmen?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich gern wie folgt beantworten:

Die gesetzliche Erbfolge kann nur durch ein Testament abgeändert werden. Dieses unterliegt recht strengen Formvorschriften. Ein Testament muss u.a. - sofern es sich nicht um ein notarielles Testament handelt - eigenhändig geschrieben und insbesondere unterschrieben sein.

Allein die mündliche Mitteilung an irgendwelche Personen, dass alles von Ihnen geerbt werden soll, ist rechtlich absolut nichts. So kann diese Mitteilung z.B. auch "nur" bedeuten, dass Ihr Lebenspartner die Absicht hatte, zu Ihren Gunsten ein Testament zu errichten.

Sofern tatsächlich kein Testament vorliegt, in welchem Sie als Erbin eingesetzt worden sind, haben Sie kein Erbrecht, da Sie nicht verheiratet waren.

Tut mir Leid, dass ich Ihnen keine positive Nachricht geben kann, hoffe aber dennoch, Ihnen hiermit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
-Fozouni-
rafozouni und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  rafozouni hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich war gestern Nacht als Ihre wohl letzte Frage gestellt wurde wegen der Unterzeichnung Ihres Lebensgefährten nicht mehr online, so dass diese Frage wieder für andere Experten freigegeben wurde.

Die Kollegin, die darauf geantwortet hat, konnte nicht wissen, dass das Nottestament auf See errichtet wurde.
Auch dieser Fall ist geregelt in § 2251 BGB. Darin heißt es:

Wer sich während einer Seereise an Bord eines deutschen Schiffes außerhalb eines inländischen Hafens befindet, kann ein Testament durch mündliche Erklärung vor drei Zeugen nach § 2250 Abs. 3 errichten.

In einem solchen Fall - also in Ihrem Fall - wird dabei eine Notlage, wie Sie von der Kollegin richtig dargestellt wurde - NICHT vorausgesetzt.

Ihr Lebensgefährte hat die Niederschrift unterzeichnet, was zu deren Wirksamkeit auch erforderlich ist.



Ich hoffe Ihnen hiermit gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
-Fozouni-