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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, von einer Wohnung sind

Beantwortete Frage:

Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, von einer Wohnung sind wir Eigentümer. Über uns wohnt ein Mieter der immer ruhig war, aber in letzter Zeit hat er eine Freundin mit zwei Kindern und einem Hund, die sich regelmäßig austoben , keine Mittagszeiten einhalten,
sehr spät abends (23.00 Uhr) durch die Wohnung hetzen.
Mit dem Eigentümer haben wir gesprochen, und bekammen als Antwort: so lange er pünktlich seine Miete zahlt kann er nichts machen.
Wir möchten nun wissen, ob wir wirklich nichts dagegen unternehmen können oder müssen wir uns weiterhin auf den Kopf rumtrampeln lassen.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







So einfach, wie es der anderen Mieter darstellt, ist es nicht.

 

Hier muss differenziert werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes stellt sog Kinderlärm ( also zum Beispiel Geräusche beim Spielen, nächtliches Schreien von kleinen Kindern) grundsätzlich keine rechtswidrige Beeinträchtigung dar, die im Wege eines Unterlassungsanspruchs oder gar eines Schadensersatzanspruchs verfolgt werden könnte.

 

Anders sieht es hier aber mit dem Lärm durch die anderen Personen, also die Erwachsenen, sowie durch den Hund aus.

 

Sofern von den Hund oder den erwachsenen Personen insbesondere während der Ruhezeiten Lärm ausgeht, hätten sie einen entsprechenden Unterlassungsanspruch gem. § 1004 BGB gegenüber diesen Personen.

 

Diesen sollten sie schriftlich unter Setzung einer angemessenen Frist gegenüber der Gegenseite Geltendmachung.

 

Sollte die Gegenseite dieses ignorieren und ihr Verhalten weiterhin in dieser Form an den Tag legen, sollten sie gegebenenfalls einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen (notfalls gerichtlich) beauftragen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang natürlich, dass sie diese Beeinträchtigungen im Streitfall auch beweisen können.

 

Hierfür wäre es ausreichen, wenn sie zumindest einen Zeugen hierfür hätten. Sie sollten hier aber auch stichwortartig Protokoll über die Lärmbelästigungen führen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241









Danjel Newerla und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.