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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechsanwalt tätig.
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich bin seit 1.9.2010 arbeitslos und beziehe ALG1 (H chstsatz)

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin seit 1.9.2010 arbeitslos und beziehe ALG1 (Höchstsatz) Ich bin Elektroing. und 63 jahre und 5 Monate alt. Bei meinem alten Arbeitgeber habe ich per anno 80.000 verdient, jetzt bietet mir eine Zeitarbeitsfirma 40.000 per anno an. Ich habe 50% Schwerbehinderung und könnte ohne Rentenabschläge in Rente gehen. Allerdings ist das ALG1 um 300,-- höher als die Rente, außerdem erhöht sich die Rente auch noch durch den ALG1-Bezug. Ich will eigentlich nicht mehr arbeiten. Ist der mir angebotene Job zumutbar? Wie soll ich mich verhalten um som lange wie möglich ALG1 zu beziehen
mfg
Gerhard Homfeldt
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Die Frage der Zumutbarkeit ist in § 121 SGB III geregelt.

Hier heißt es insbesondere im Abs. 3 des benannten Paragrafen wie folgt:

Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

Die Frage der Zumutbarkeit dürfte sich insbesondere unter Berücksichtigung des letzten Satzes beantworten lassen.

Soweit das Arbeitseinkommen bei der angebotenen Stelle auch nach Abzug der berufsbedingten Aufwendungen (Fahrtkosten, sonstige Aufwendungen, um der Tätigkeit nachgehen zu können) höher ist als Ihr ALG dürfte die Stelle zumutbar sein.

Ob sich mit Ihrer Schwerbehinderung noch argumetieren läßt, kann diesseits nicht eingeschätzt werden. Eine Stelle kann auch aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt werden.

Andernfalls käme noch ein Nichtantritt der Stelle wegen Krankschreibung oder mangelnde Eignung in Frage. Letzteres müsste Ihnen der potentielle Arbeitgeber bescheinigen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine angemessene erste rechtliche Orientierung geben.

Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben sein sollte.

Tobias Rösemeier und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.