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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28430
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, ich habe da ein Problem bez glich meiner Abfindung

Beantwortete Frage:

Guten Abend, ich habe da ein Problem bezüglich meiner Abfindung der Deutschen Telekom.
Ich war bei der Deutschen Telekom seit 04.01.1988 beschäftigt, bin zum 28.02.2011 mit Zahlung der Abindung nach der 1/5 Regelung ausgeschieden. , der Bruttobetrag 159.500 €, Netto 114,500. € So wurde auch der Aufhebungsvertrag von mir unterzeichnet,
Ausgezahlt bekamm ich 93500 €, nach Rücksprache mit der Personalsstelle der Deutschen Telekom erhielt ich die Antwort, dass Telekom davon ausgeht, dass ich in diesem Jahr nochmal eine andere Arbeeit antreten werde. Was soll das denn ?????

dann sagte man mir noch, wenn ich auf eine weitere Tätigkeit in diesem Jahr verzichte, , so bräuchten die von mir eine schriftl. Einwilligung darüber, dann würde mann sich darum kümmern und mir den Restbetrag (nach Aussrechnung über eine spezielles SAP.Programm)
auszahlen. Kann also auch sein,dass dies gar nicht der Betrag ist, der in meinem Aufhebungsvertrag unterschriebne wurde.
Ich komm mir von meinem ehemaligen Brötchengeber ziemlich verschaukelt voR:

Ich bin freiwillig ausgeschieden, ich muss doch keine Erklärung darüber abgeben, ob und wann ich wieder arbeite , oder ??
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Soweit in Ihrem Abfindungsvertrag keine Rückzahlungsklausel vereinbart wurde, hat die Auszahlung eines Teilbetrages eventuell steuerliche Gründe:

Der sogenannten Zusammenballung von Einkünften und den damit verbundenen steuerlichen Nachteile.

Ihre Abfindung zählt zu den außerordentlichen EInkünften nach § 34 EstG.

Außerordentliche Einkünfte i.S.d. § 34 EstG werden in ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur bejaht, wenn die zu begünstigenden Einkünfte in einem Veranlagungszeitraum zu erfassen sind und durch die Zusammenballung von Einkünften erhöhte steuerliche Belastungen entstehen (Urteil BFH 09.10.2008).

Das bedeutet:

Die Steuer auf die Abfindung fällt umso niedriger aus, je geringfügiger im Jahr der Abfindungszahlung die Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit und sonstigen Einnahmen sind.

Aus diesem Grunde kann es für Sie steuerlich sinnvoll sein, die Abfindungszahlung auf mehrere Jahre aufzuteilen. Insbesondere dann, wenn Sie in einem Jahr nur geringe oder gar keine Einkünfte erzielen (aus diesem Grund die Anmerkung der Personalstelle: andere Arbeit in diesem Jahr).

Keine Zusammenballung in diesem Sinne liegt typischerweise vor, wenn eine Entschädigung in zwei oder mehreren verschiedenen Veranlagungszeiträumen gezahlt wird, auch wenn die Zahlungen jeweils mit anderen laufenden Einkünften zusammentreffen und sich ein Progressionsnachteil ergibt.( BFH 28.08.2009).

Die Telekom hat sich daher aus steuerlichen Gründen Ihnen gegenüber wie beschrieben verhalten. Die Aufteilung der Abfindung kann daher steuerliche Vorteile für Sie bedeuten.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

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Falls Sie Rückfragen haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Ich bin auch gerne bereit, Ihnen in anderen Angelegenheiten zur Seite zu stehen.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt



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