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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 25254
Erfahrung:  Staatsexamen Zulassung als Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Habe vor zwei Jahren mal bei einem Telefon- Gewinnspiel ( Baser

Beantwortete Frage:

Habe vor zwei Jahren mal bei einem Telefon- Gewinnspiel ( Baser Direct GlücksOase ) für ein Quartal teilgenommen und direkt wieder gekündigt. Den Betrag für das zweite Quartal habe ich sofort wieder zurückgebucht. Seitdem erhalte ich ständig Mahnungen und Drohbriefe. Mittlerweile ist sogar ein Inkassounternehmen mit von der Partie, die Forderung beläuft sich bereits auf 178,71 Euro. Dieses Inkassounternehmen droht mir mit Vertragsanwälten oder Greichtsverfahren zwecks Durchsetzung der Forderung. Dass diese GlücksOase ein Betrugsverein ist, weiß ich mittlerweile sogar aus der Sendung Akte 2010.
Könnten Sie mir einen Rat geben, wie ich mich weiterhin verhalten soll.Vielen Dank .
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 7 Jahren.
Sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich auf der Grundlage Ihrer Angaben wie folgt Stellung nehme.

Ich kann mich den Ratschlägen der Kollegen nur anschließen und Ihnen empfehlen, sämtliche Anschreiben beharrlich zu ignorieren. Insbesondere sollten Sie unter keinen Umständen irgendwelche Zahlungen erbringen.

Sie sind einer klassischen Telefonabzocke aufgesessen. Eine vertragliche Bindung, die Sie zu irgendwelchen Zahlungen verpflichten würde, entsteht in derartigen Fällen nahezu nie. Wie Ihre Eigenrecherche erbracht haben dürfte, sind Sie einer von zahlreichen Geschädigten, die nach kalter Telefonakquise von Inkassodiensten massiv unter Zahlungsdruck gesetzt werden.

Vorsorglich können Sie ein Musterschreiben der Verbraucherzentrale an die Firma richten, in dem Sie das Zustandekommen irgendeiner vertraglichen Bindung unter jedem rechtlichen Gesichtspunkt bestreiten. Für das Vorliegen eines Vertragsschlusses ist alsdann die Firma darlegungs- und beweispflichtig.

Hier der Link zu der Seite der Verbraucherzentrale mit dem Musterschreiben:

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/UNIQ128335851307894/lang2/link436441A.html

Drucken Sie das Schreiben bitte aus, und senden Sie es - ergänzt um Ihre Daten - an die Firma. Versenden Sie es bitte per Einschreiben mit Rückschein, um sich gegen ein - in dieser Branche stets - mögliches Bestreiten des Zugangs abzusichern.

Lassen Sie sich sodann von weiteren Anschreiben nicht mehr beeindrucken, und lasen Sie sich insbesondere nicht einschüchtern oder unter Druck setzen. Es entspricht dem üblichen Vorgehensmuster derartiger Firmen, auf die Unschlüssigkeit ihrer "Kunden" zu setzen. Dabei wird regelmäßig eine entsprechende Drohkulisse errichtet und dem Angeschriebenen rechtliche Nachteile in Aussicht gestelt.

Reagieren Sie hierauf nicht, denn es handelt sich bei sämtlichen dieser Anschreiben ausschließlich um private Zahlungsaufforderungen.

Regen müssten Sie sich ohnehin erst, wenn Ihnen ein gerichtlicher Mahnbescheid zugehen sollte, dem Sie binnen 14 Tagen widersprechen könnten. Hierzu lassen es diese dubiosen Firmen allerdings so gut wie nie kommen. Denn sie wissen um die rechtliche Unwirksamkeit der geltend gemachten Forderungen ebenso, wie sie die Gerichtsöffentlichkeit scheuen. Dieser würden sie sich aber aussetzen, wenn sie nach Widerspruch gegen einen gerichtlichen Mahnbescheid ihre Forderungen in einem öffentlichen Zivilverfahren begründen müssten.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Fragen Sie bei Unklaheiten gerne nach. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
(postulationsfähig bei sämtlichen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten)
ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.