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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 27819
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe am 03.04.2010 einen Wohnwagen, 37 Jahre alt , ber

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe am 03.04.2010 einen Wohnwagen, 37 Jahre alt ,über ebay für 300 € verkauft, der Käufer kommt aus von Berlin . Also gut 500 KM Entfernung zum Artikelstandort , der Wohnawgen hat wie in der Artikelbeschreibung erwähnt keinen TÜV , hätte also mit einem Anhänger abgeholt werden müssen.
Samstag-Abend stellte ich die Frage ob der Kauf ernst gemeint ist oder fälschlicher Weiße getätigt wurde!
Keine Antwort. Am Sonntag schrieb ich den Käufer erneut an und bat um einen Abholtermin bzw. eine Kontaktaufnahme per mail oder Telefon, wieder keine Rückmeldung.
Am Montag das gleiche Spiel wieder schriftlich die energische Bitte zur Kontaktaufnahme , wieder ohne Erfolg!!
Am Dienstag , Mittwoch ,das gleiche ohne Erfolg!
Freitag sendete ich eine letzte mail mit dem Hinweiß das bei fehlender Kontaktaufnahme/ Rückmeldung innerhalb eines Tages der Wohnwagen erneut ineriert werden würde -wie erwartet keine Rückmeldung !!!
Am 10 April inserierte ich erneut mit Erfolg . Habe ich etwas falsch gemacht??
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ihrem Sachverhalt zufolge haben Sie zwei Kaufverträge geschlossen. Beide Verträge sind wirksam. Der zweite Verkäufer hat auch wirksam Eigentum an der Sache erworben, so dass wir den zweiten Vertrag beiseite lassen können.

Aus dem ersten problematischen Vertrag haben Sie Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises und der Käufer hat Anspruch auf Verschaffung des Eigentums. Diese Ansprüche erfolgen Zug um Zug. Da Sie das Eigentum nicht verschaffen können muss ihnen der 1. Käufer auch den Kaufpreis nicht zahlen (soweit so einfach).

Nun kann Sie allerdings der 1. Käufer auf Schadensersatz in Anspruch nehmen wenn ihm durch den Abschluss des Kaufvertrages und Ihre "Vertragsverletzung" ein Schaden entstanden ist. Der Gegner muss das Entstehen eines Schadens jedoch in Nachweis bringen.

Durch Ihre Mails an den Gegner haben Sie die Wirksamkeit des Vertrages auch nicht beseitigt. Allein deshalb da sich der Gegener nicht gemeldet hat. Es gilt der Grundsatz: Wer schweigt erklärt nichts. Ich gehe daher davon aus, dass auch der erste Vertrag weiterhin wirksam war.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
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