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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17348
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin von Beruf Krankenschwester

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin von Beruf Krankenschwester und habe meine Arbeitszeit im Oktober 2009 auf 80 % reduziert. Gleichzeitig bin ich im Oktober unvorhergesehen schwanger geworden, mein Frauenarzt hat am 18.11.2009 ein Berufsverbot bis zum Eintritt der Schutzfristen ausgesprochen. Meine Frage: im § 11 MuSchG wird der Berechnungszeitraum für den Mutterschutzlohn ja genau beschrieben, das hieße in meinem Fall die Berechnung des Mutterschutzlohns auf der Grundlage der noch bestehenden 100%igen Arbeitszeit. Gleichzeitig ist die Rede von dauerhaften Verdienstkürzungen, die zu berücksichtigen sind. Erhalte ich jetzt 80% des Mutterschutzlohnes nach Berechnungszeitraum? Oder habe ich Anspruch auf "volles" Gehalt? Und wie sieht es mit den Zeitzuschlägen aus? Mein Arbeitgeber hat dort auch einen Durchschnitt errechnet und bezahlt. Ist dies korrekt?
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und bedanke XXXXX XXXXX Voraus
Ulrike Pieper
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Hier sind trotzdem noch die 100 % des Gehaltes zugrunde zu legen, da Sie dies ja auch erst vor wenigen Monaten geändert haben.

Das Mutterschaftsgeld berechnet sich für Arbeitnehmerinnen aus dem Nettoverdienst der letzten drei Monate vor Beginn der Schutzfrist und wird bis zu einem Betrag von täglich 13 € von der Krankenkasse übernommen. Den darüber hinaus gehenden Betrag bis zum bisherigen Nettogehalt erhalten Sie als Zuschuss weiter von Ihrem Arbeitgeber.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schwerin,

 

im §11 MuSchG ist ja die Rede von dauerhaften Verdienstkürzungen. Heißt daß, daß dies bei mir nicht zu berücksichtigen ist? Denn wenn ich jetzt arbeiten würde, erhielte ich ja auch "nur" 80% Gehalt. Es steht ja dort auch, daß nur Verdienstkürzungen nicht zu berücksichtigen sind, die etwas mit dem Beschäftigungsverbot zu tun haben. Dies ist bei mir aber nicht der Fall.

Ursprünglich habe ich das auch so aufgefasst, daß ich Anspruch auf Mutterschutzlohn laut Berechnungszeitraum habe. Mein Arbeitgeber beruft sich jedoch auf besagte Verdienstkürzungen und zahlt mir 80% Mutterschutzlohn. Ich bin jetzt doch verunsichert, da ich nicht weiß, wie ich argumentieren soll.

Hier kommt es eben darauf an, wie lange die 80 % gezahlt worden wären.

Wenn Sie selbst aber auch schvon von dauerhaften Kürzungen ausgehen, sind diese auch so berücksichtigen und es werden für das Mutterschaftsgeld auch nur diese 80 % zugrunde gelegt.

Sie können mit dem Arbeitgeber auch darüber streiten. Aber im Zweifel sind hier doch die 80 % zugrunde zu legen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Schwerin,

 

die Arbeitszeitkürzung war nicht befristet angelegt. Gezahlt worden ist sie einen Monat, danach erfolgte das Berufsverbot.

 

Ihre Antwort ist leider nicht zufriedenstellend für mich, sie bringt mich eher noch mehr durcheinander. Die Frage ist doch nicht wovon ich ausgehe, sondern was mir zusteht bzw was Recht ist. Gibt es denn keine Defintion bezüglich der Verdienstkürzungen? Es ist ja doch so, daß das in meinem Fall ja sozusagen genau an der "Grenze" íst. Was hat Priorität, die Verdienstkürzung oder der Bemessungszeitraum für den Mutterschutzlohn?

Es liegt in Ihrem Fall eine Kürzung vor.

Man kann hier aber von beiden Seiten argumentieren. Ihr Arbeitgeber wird freilich davon ausgehen, dass eine Verkürzung vorliegt, da er dann weniger zahlen muss.

Sie könnten aber auch argumentieren, dass keine dauerhafte Verkürzung vorliegt.

Da hier die Befristung aber dauerhaft war, liegt rechtlich auch dauerhafte Verkürzung vor und es sind nur die 80 % anzusetzen.

Es lohnt in diesem Fall auch keine Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber.
raschwerin und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.