So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17347
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich beziehe Witwenrente aus

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich beziehe Witwenrente aus einer Unfallversicherung und eine Witwenrente von
der Landesversicherungsanstalt. Das anzusetzende Jahreseinkommen beträgt
€ 32247,- . Verwitwet bin ich seit 1986. Meine Frage: welcher Betrag muß mir
monatlich ausgezahlt werden, und wie berechne ich diesen Betrag?

Mit freundlichen Grüßen

Rita Diehl
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Auf die Witwenrente werden alle anderen Arten von Einkommen angerechnet.

Hier wird dann die Witwenrente aus der privaten (?) Unfallversicherung auf die Witwenrente aus der staatlichen Landesversicherungsanstalt angerechnet.

Insbesondere wenn hier noch ein Einkommen von 32.247 € hinzukommt, wird dies auf die Rente angerechnet.

Das anzurechnende Einkommen ist grundsätzlich aus dem Vorjahreseinkommen zu ermitteln. Dabei ist immer von dem Nettoeinkommen auszugehen. Bei den meisten Einkommensarten wird zur Ermittlung der Nettobeträge ein pauschaliertes Verfahren angewendet. Von dem ermittelten Nettobetrag wird ein Freibetrag abgezogen. 40 % des Rests werden auf die Rente angerechnet.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.
Das Einkommen von € 32247,- wird für die Rente zugrunde gelegt. Es war eine Arbeitsunfall meines Mannes deshalb die Witwenrente aus der Unfallversicherung. Wie sieht die genaue Berechnung aus?


Mit freundlichen Grüßen

Rita Diehl




Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Wenn der Ehemann stirbt, so hat die hinterbliebene Ehefrau einen Anspruch auf eine
Witwenrente. Bei der Witwenrente wird zwischen der großen und der kleinen Witwenrente unterschieden.

Einen Anspruch auf die große Witwenrente hat die Ehefrau, wenn der verstorbene Ehemann die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat. Zudem muss die Witwe noch eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

- Sie muss erwerbsgemindert sein
- Sie muss ein minderjähriges waisenrentenberechtigtes Kind erziehen
- Sie muss bereits das 45. Lebensjahr vollendet haben

Wenn keine dieser Bedingungen erfüllt werden, hat die Witwe einen Anspruch auf die kleine Witwenrente, wenn der verstorbene Ehepartner die allgemeine Wartezeit erfüllt hat. Die kleine Witwenrente wird nur für zwei Jahre gezahlt.

Ob überhaupt ein Anspruch auf eine Witwenrente besteht hängt unter anderem auch von der Dauer der Ehe ab. Wenn die Ehe nicht mindestens ein Jahr bestanden hat besteht kein Anspruch auf eine Witwenrente, es sei denn es kann ausgeschlossen werden, dass die Ehe nicht nur zu dem Zweck geschlossen wurde, um eine Hinterbliebenenrente zu sichern.

Wurde ein Rentensplitting durchgeführt, so besteht auch kein Anspruch auf Witwenrente.

Die Höhe der Witwenrenten ist in den ersten drei Monaten unabhängig davon ob es eine kleine oder eine große Witwenrente ist, immer gleich. Sie wird in Höhe einer Versichertenrente gezahlt. Man spricht auch vom Sterbevierteljahr.

Nach Ablauf der ersten drei Monate erfolgt die Berechnung der Witwenrente wie folgt:

- Die kleine Witwenrente beträgt 25 % der Versichertenrente
- Die große Witwenrente beträgt 55 % der Versichertenrente
- Einkünfte der Witwe werden im Rahmen der Einkommensanrechnung auf die Rente angerechnet
- Es kann ein Zuschlag für Kindererziehung zur Rente beantragt werden.

Sollte die Witwe wieder heiraten, so fällt die Witwenrente in dem Monat weg, in dem die Ehe geschlossen wird. Die Witwe erhält dann eine so genannte Abfindung. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

- Bei der kleinen Witwenrente werden die bis zum ursprünglichen Ende der Befristung zustehenden Beträge gezahlt.
- Bei der großen Witwenrente wird das 24-fache des Monatsbeitrages der Rente gezahlt.

Eine Witwenrente kann, sollte die neue Ehe nicht halten oder diese für nichtig erklärt werden, einmalig wieder aufleben. Man spricht dann von der Rente nach dem vorletzen Ehegatten.

Wenn die Witwe allerdings noch ein weiteres Mal heiratet, so kann die Witwenrente dann unter keinen Umständen wieder aufleben.

Zum 01.01.2002 wurde das Hinterbliebenenrecht durch das Altersvermögensergänzungsgesetz neu geordnet. Die hat zur Folge, dass das alte Recht für Ehepaare gilt, die vor dem 01.01.2002 geheiratet haben und bei denen der ältere Partner an diesem Tag bereits mindesten 40 Jahre alt ist und ein Ehepartner vor dem 01.01.2002 verstorben ist.

Abweichend zur neuen Regelung sieht das Recht in diesem Fall vor:

- Dass die Ehe nicht mindestens ein Jahr bestanden haben musste
- Dass die kleine Witwenrente nicht auf zwei Jahre befristet ist.
- Dass die große Witwenrente 60 % der Versichertenrente beträgt.
- Dass kein Zuschlag für die Kindererziehung geleistet wird.
- Dass ein Rentensplitting nicht möglich ist.


Für eine genaue Berechnung fehlen weitere Angaben. Wieviel hat der Mann verdient, sind Kinder vorhanden, die Waisenrente beziehen?
raschwerin und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.