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Danjel Newerla
Danjel Newerla, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt und Diplom Jurist
26039601
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Danjel Newerla ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, im November diesen Jahres bekam

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
im November diesen Jahres bekam ich von einem Inkassoinstitut ( UGV Inkasso GmbH) einen Brief, indem man mich aufforderte eine Summe von 776,48€ aus einem mir bekannten Vollstreckungsbescheid von 1999 zu zahlen. Sicherlich stand ich mal in einer geschäftlichen Beziehung zu der Firma Münzkontor Göde GmbH, jedoch habe ich von mir bestellte Sachen auch bezahlt. Ich habe weder Mahnungen noch einen mir mir angeblich bekannten Vollstreckungsbescheid erhalten. Auch habe ich in den letzten 10 Jahren nichts von diesem Inkassoinstitut gehört und von o.g. Firma auch nichts an Post erhalten. Wie soll ich jetzt beweisen, dass ich meine bestellte Ware auch bezahlt habe, da ich aus nur noch Kontoauszüge der letzten 3 Jahre habe.
Bitte, können sie mir raten was ich tun kann?????
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Danjel Newerla hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung können Sie sich weder an Mahnungen noch einen Vollstreckungsbescheid erinnern und haben zudem die Forderung auch damals beglichen.

Demnach kann es sich entweder um einen Fehler oder um einen Betrugsversuch seitens des Inkassounternehmens handeln. Dass Sie sich an einen Vollstreckungsbescheid nicht erinnern können ist ein Zeichen dafür. Bevor nämlich ein Vollstreckungsbescheid erlassen wird, wird Ihnen per förmlicher Postzustellung (gelber Brief) ein Mahnbescheid zugestellt.

Erst wenn Sie gegen diesen Mahnbescheid innerhalb von zwei Wochen keinen Widerspruch einlegen, wird ein Vollstreckungsbescheid gegen Sie erlassen, der Ihnen wiederum förmlich zugestellt wird. Es sind also grundsätzlich zwei förmliche Zustellungen nötig. Sind diese nicht erfolgt, handelt sich insoweit vermutlich um Behauptungen die nicht stimmen und es liegt meines Erachtens ein Betrugsversuch seitens des Inkassounternehmens vor.

Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie noch mal bei Ihrer Bank nachfragen inwieweit Ihre Zahlung nachrecherchiert werden kann. Sie könnten (falls vorhanden)für Ihre Zahlung aber auch Zeugen benennen, die bezeugen können, da Sie das Geld überwiesen haben.

Selbst falls Sie das Geld damals nicht bezahlt haben sollten, hätten Sie ordnungsgemäß angemahnt werden müssen um in Verzug zu geraten, was nach Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht der Fall ist. Sie sollten also das Inkassounternehmen hierauf noch einmal aufmerksam machen, dort die Vorlage des Vollstreckungsbescheides anfordern und parallel bei Ihrer Bank nach den Belegen nachfragen.

Sollte das Inkassounternehmen weiter hartnäckig bleiben und keine Belege/Vollstreckungsbescheid vorweisen können, so sollen Sie Betrugsanzeige erstatten und gegebenenfalls einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragen.

Sehr gerne können Sie insoweit auch auf meine Dienste zurückgreifen. Bei Interesse können Sie sich sehr gerne an meine unten genannte E-Mail-Adresse melden, damit ich Ihnen ein unverbindliches Angebot unterbreiten kann.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch ein angenehmes Dienstagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132
Fax. 0471/57774

Danjel Newerla und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.